Städtisches Orchester Albstadt








Schwarzwälder Bote vom  13. 01.2017 



Albstadt-Ebingen/-Tailfingen. "Nur" zwei Jahre lang hatte Matthias Haslach das Städtische Orchester dirigiert und dann aus beruflichen Gründen den Hut genommen – den Ebinger Musikern wird jetzt erst bewusst, wie lang zwei Jahre sein können: Rainer Kropf hat wenig mehr als ein halbes gebraucht, um sich neu zu orientieren: Wie der Verein offiziell mitteilt, hat er mit Wirkung zum 31. März gekündigt, weil er eine neue Anstellung bei einem Orchester hat, "das seinen beruflichen Ambitionen eher entspreche". Bei diesem Orchester handelt es sich laut Gerhard Baldauf, dem Vorsitzenden des Städtischen Orchesters, um die Stadtkapelle Rottenburg, die zum einen personell etwas besser aufgestellt sein soll als das Städtische Orchester und Kropf zum anderen buchstäblich "näher" liegt: Er ist Leiter der Musikschule Böblingen, und wohnt in Jettingen bei Herrenberg; die Anfahrt zu den Proben dauert allenfalls halb so lang wie die nach Ebingen.

Für das Städtische Orchester ist Kropfs Demission nicht zuletzt deshalb ein harter Schlag, weil sie aus heiterem Himmel kam: Noch bei der Hauptversammlung im Januar hatte der musikalische Leiter versichert, das er sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Orchester freue und sich für Frühjahrs- und Herbstkonzert einiges vorgenommen habe – dass er schon bei dieser Gelegenheit anmerkte, der Kader sein für seinen Geschmack etwas klein, wurde zur Kenntnis genommen, ließ aber keine Alarmglocken schrillen. Entsprechend groß ist jetzt die Enttäuschung – sechs Bewerber hatte der Verein im vergangenen Sommer zum Probedirigat geladen, und dabei hatte nicht nur Kropf eine gute Figur gemacht. Hätte man damals geahnt, wie kurzlebig sein Engagement sein würde, dann hätte man gewiss eine andere Wahl getroffen. Gerade jetzt, da das Städtische Orchester über Schulkooperationen versucht, seine Jugendarbeit zu forcieren und seine Reihen zu füllen, wäre am Pult Kontinuität wichtig gewesen.

Dass die Entwicklung in Ebingen ihre beinahe exakte Entsprechung in Tailfingen findet, kann dabei niemandem ein Trost sein. Auch die Tailfinger haben im vergangenen Jahr einen Dirigenten verloren, der gerade mal zwei Jahr seines Amtes waltete, und auch sie haben sich mittlerweile vom Nachfolger getrennt. Allerdings lagen die Dingen in diesem Fall etwas anders: Die Chemie zwischen dem Orchester und Dirigent Gerhard Rogg habe nicht gestimmt, und so habe man in beiderseitigen Einvernehmen die Reißleine gezogen, ehe böses Blut entstehen konnte. Dass man in Freundschaft von einander geschieden sei, zeige schon der Umstand, dass die Stadtkapelle beim nächsten Konzert, in dem Rogg den Stab führt, in Schemmenhofen bei Biberach mit einer Delegation vertreten sein werde.

Und nun? Beide Vereine werden im April ihre Leiterstelle ausschreiben, die Probedirigate sollen nach Möglichkeit noch vor der Sommerpause stattfinden; wann der neue Mann beziehungsweise die neue Frau kommt, hängt von sonstigen Verpflichtungen, vertraglichen Bindungen und Kündigungsfristen ab. Ganz klar ist jedoch: Das für den 1. April geplante Kirchenkonzert der Ebinger in der Friedenskirche muss ausfallen – und um in diesem Jahr ihre Herbstkonzerte bestreiten zu können, brauchen die beiden Vereine mehr Fortune, als sie zuletzt hatten.





von der Generalversammlung am 13. 01.2017 im Brauhaus

Die Geehrten

Vorsitzender Gerhard Baldauf hat junge Verstärkung bekommen. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder-Bote
Vor
sitzender Gerhard Baldauf hat junge Verstärkung bekommen. Foto: Bantle Foto: Schwarzwälder-Bote

Ehre wem Ehre gebührt: Bei der Generalversammlung des Städtischen Orchesters Albstadt hat Kreisverbandsvertreter Gustolf Kohler Bernd Vosseler für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft – Vosseler spielt Saxofon – ausgezeichnet. In der Laudatio wurde auch sein Engagement in der Vorstandsriege des Vereins erwähnt; Gerhard Baldauf, der Vorsitzende, konstatierte, Vosseler sei für das Orchester "einfach unersetzlich".

Außer Vosseler wurden Norbert Hirt, Rudi Kramer und drei erfolgreiche Jungmusikerinnen geehrt: Hirt dafür, dass er sich seit Jahr und Tag um die Gema-Abrechnungen kümmmert, Kramer für 15 Jahre Homepagegestaltung und Louisa Schulz, Doreen Ulmann und Sonia Diemunsch für die bestandene D1-Prüfung. Die beiden Dirigenten Uwe Kling und Rainer Kropf erhielten von Gerhard Baldauf jeweils ein Präsent.

Albstadt-Ebingen. Ein Jahr mit Licht und Schatten hat das Städtische Orchester Albstadt hinter sich – dieses Fazit zog Christine Mücke, die stellvertretende Vorsitzende, bei der Hauptversammlung. Das einschneidendste Ereignis war fraglos die überraschende Kündigung von Dirigent Matthias Haslach. Von den 27 Bewerbern um die Nachfolge wurden anschließend sechs zum Probedirigat eingeladen – der Einsatz, den das Orchester dabei zeigte, war dem Vorsitzenden Gerhard Baldauf bei der Versammlung ein großes Lob wert – und anschließend Rainer Kropf, der Leiter der Musikschule Böblingen, zum neuen Dirigenten gekürt. Fast alle Musiker hatten für ihn gestimmt.

Musikalische Höhepunkte des Jahres waren das Frühlingskonzert in der Friedenskirche, die Konzertreise nach Klösterle, bei welcher der Vize- und Interimsdirigent Uwe Kling den Stab führte, und das Herbstkonzert, bei dem Rainer Kropf sein Debüt gab. Das Jugendorchester, das sich laut Kerstin Metzler im Auswärtstrend befindet, wurde auf Wunsch von Matthias Haslach während der Übergangszeit von Christine Mücke geleitet und machte gemeinsam mit den Youngstern sowohl im Frühjahrs- als auch im Herbstkonzert eine gute Figur. In Zukunft wird es von Rainer Kropf betreut. Momentan hat es zwölf Mitglieder; hinzu kommen sechs Youngster. Großer Wert wird im Städtischen Orchester auf die Nachwuchsförderung gelegt. Es gibt derzeit zwei Jahrgänge mit jeweils elf Kindern.

Rainer Kropf, der neue Dirigent, nannte als Hauptgrund für seine Entscheidung, das Städtische Orchester zu leiten, den Wunsch nach einer neuen Herausforderung. Es mache sehr viel Spaß, das neue Ensemble kennenzulernen. Allerdings wäre Kropf über ein paar Musiker mehr nicht unglücklich; er gab Probleme bei der Besetzung zu Protokoll. Bedeutsamste Aufgabe der kommenden Monate werde die Vorbereitung von Frühjahr- und Herbstkonzert sein

Kassierer Markus Ruf vermeldete trotz hoher Ausgaben schwarze Zahlen und teilte mit, dass er das Amt des Kassenwarts aus privaten Gründen abgebe. Seinen Nachfolger – die Versammlung wählte Finn Wiebe – will er jedoch mit Rat und Tat unterstützen, unter anderem, indem er die Kasse prüft. In ihrem Amt bestätigt wurde Christine Mücke, Schriftführerin ist Andrea Glück, Noten- und Instrumentenwartin Stefanie Hirt und Jugendvertreterin Louisa Schulz.




Herbstkonzert des Städtischen Orchesters Albstadt
Schwarzwälder Bote, 11.11.2016

AlbstadtFarben für die Ohren

Von

Albstadt-Ebingen. Unter dem Motto "Farben für die Ohren – Rot" gibt das Städtische Orchester Albstadt am Samstag, 19. November, in der Festhalle sein Herbstkonzert und Rainer Kropf, der neue musikalische Leiter des Ensembles, seinen Einstand am Dirigentenpult. Rot ist der Abendhimmel beim Sonnenuntergang in Steven Bryants "Dusk", rotes Feuer spucken die Drachen in "Pilatus – Mountains of Dragons", und nach rotem Blut gieren die Vampire im Musical "Tanz der Vampire", dessen Musik John Steinman komponiert hat. Um rote Lippen, Liebe und Leidenschaft geht es schließlich in den Operettenarien "Meine Lippen küssen so heiß" und "Mein Herr Marquis" – die eine stammt aus Franz Lehárs Operette "Giuditta", die andere aus der "Fledermaus" von Johann Strauß. Das Städtische Orchester begleitet dabei die Sopranistin Lidija Kovacevic.

Neben den Aktiven sind im Herbstkonzert das Jugendorchester, die Youngsters und die Bläser-AG des Städtischen Orchesters zu hören. Beginn ist um 19.30 Uhr; Eintrittskarten gibt es ab 19 Uhr an der Abendkasse und im Vorverkauf bei der Tourist-Information im Rathaus Albstadt, bei Uhren Meinecke und der Buchhandlung Grotz in Ebingen, auf der Internetseite www.staedtisches-orchester-albstadt.de und bei allen Aktiven des Orchesters.



Neuer Dirigent beim SOA
Schwarzwälder Bote, 30.06.2016

Rainer Kropf folgt auf Matthias Haslach

Rainer Kropf leitet künftig das Städtische Orchester. Foto: Schwarzwälder-Bote
Rainer Kropf leitet künftig das Städtische Orchester. Foto: Schwarzwälder-Bote

Albstadt-Ebingen. Das Städtische Orchester Albstadt hat Rainer Kropf zum neuen Dirigenten gewählt, nachdem Matthias Haslach seine Stelle aus beruflichen Gründen schon nach knapp zwei Jahren gekündigt hatte.

Die Musiker haben es sich nicht leicht gemacht, einen passenden und würdigen Nachfolger zu finden: 27 Bewerber hatten sich auf die Ausschreibung beworben – durchweg hochkarätige Dirigenten und Musiker, wie das Orchester mitteilt. Sechs von ihnen waren zu einem Probedirigat eingeladen worden – eine Entscheidung, die dem Ausschuss des Städtischen Orchesters, erweitert um den Vize-Dirigenten Uwe Kling, nicht leicht gefallen ist. Bei den Probedirigaten habe sich gezeigt, dass die Auswahl gut gewesen sei, hätten doch alle Kandidaten großes Können bewiesen. Auch sie selbst seien "sehr angetan" gewesen vom Städtischen Orchester Albstadt.

Den neuen Dirigenten Rainer Kropf wählten die Musiker nahezu einstimmig. Er ist 36 Jahre alt und wohnt mit seiner Frau und – demnächst zwei – Kindern in Jettingen. Er ist Leiter der Musikschule in Böblingen, hat Trompete und Blasorchesterdirektion studiert und bereits mehrere Blasorchester dirigiert. Seine erste Probe mit dem Städtischen Orchester Albstadt findet bereits in der nächsten Woche am Freitag statt.



Vom der Musikreise nach Klösterle auf den Sonnenkopf
Schwarzwälder Bote, 21.07.2016

Zugabe auf Alpenhorn

Unter dem Schirm im sonnigen Klösterle in Vorarlberg  hat das Städtische Orchester gespielt. Foto: Altenburger
Unter dem Schirm im sonnigen Klösterle in Vorarlberg hat das Städtische Orchester gespielt. Foto: Altenburger

Albstadt-Ebingen - Das Städtische Orchester Albstadt hat einen Ausflug nach Klösterle in Vorarlberg unternommen. Am Tag nach ihrer Ankunft traten die Ebinger auf der Terrasse des Bergrestaurants am Sonnenkopf auf – die musikalische Leitung hatte Vizedirigent Uwe Kling, der zur freudigen Überraschung und Begeisterung der gesamten Mannschaft nach anderthalbstündigem Konzert ein Ständchen auf einem eigens mitgebrachten Alpenhorn gab.

Anderntags ging es nach Lech, wo ein Großteil der Ausflügler eine etwa zweistündige Wanderung nach Zürs unternahm – diese führte durch eine wunderschöne, noch nicht gänzlich schneefreie Berglandschaft. Anschließend ging es wieder heimwärts.



Vom Frühlingskonzert in der Friedenskirche

Schwarzwälder Bote, 10.04.2016

Ein Sonnenaufgang nach Noten
Mit einem Konzert in der Friedenskirche hat das Städtische Orchester Ebingen am Samstag den Frühling begrüßt – und dabei ein Programm geboten, das so unterschiedlich temperiert war, wie es der Frühling hierzulande gerne ist.

Von Sabine Miller

Albstadt-Ebingen. Der Nachwuchs, vertreten durch die Youngsters und das neu aufgestellte, von Christine Mücke geleitete Jugendorchester, eröffnete das Programm mit Musik, die mal wie ein sanfter, zarter Lufthauch durch den Kirchenraum strich – etwa in "Land of Hope and Glory", dann wieder mit flotten Rhythmen vorsommerliche Wärme und gute Laune verbreitete. Sehr zur Freude des Publikums, das mit Beifall nicht geizte.

Musikalisch besonnt mutete auch das Stück an, mit dem die Aktiven ihr Programm eröffneten. Bild vergrößern James L. Horsay deutet mit seiner Komposition "Valhalla" die nordische Mythologie aus und weckt zugleich mit Kalkül Assoziationen an Wagner-Ouvertüren. Entsprechend forsch gingen die Musiker zur Sache – mit Esprit, Elan, satten Klangfarben und kräftig dräuendem Blech. Dirigent Matthias Haslach wusste die Spannung, die sich durch das komplexe Satzgefüge Horsays zieht, zu erzeugen und zu halten und setzte an den richtigen Stellen Akzente. Nicht weniger stilsicher lotete er das Posaunenkonzert von Nikolai Rimskij-Korsakow aus, in dem Uwe Kling als virtuoser Solist brillierte.

Damit kontrastierte wirkungsvoll der Auftritt des Saxophonensembles: Nach so viel Klangwucht verbreitete es gleich in drei Beiträgen heiter-leichte, dem Frühling gemäße Lebensfreude. Tänzerisch locker hingetupfte Töne wechselten mit funkelnden Klangeffekten.

Den Rest des Programmes bestritt wieder das Orchester. Robert Buckleys "Cascadia Suite" und ihre musikalischen Landschaftsbilder machten Appetit auf die nächste Reise, in Thiemo Kraas’ "Patria" suchte und fand das Heimatgefühl der Allgäuer seinen Ausdruck. Ein Höhepunkt des Abends waren anschließend die Auszüge aus Peter Iljitsch Tschaikowskis 1888 geschriebener fünfter Sinfonie, ein Werk, an dem der Komponist selbst immer wieder gezweifelt hatte, das aber schon seine Zeitgenossen begeisterte und auch seine Wirkung auf den heutigen Hörer nicht verfehlt. Das sich durchziehende Schicksalsthema ist eines der bewegend­sten Motive im Oeuvre Tschaikowskis, und das Finale, das vom Städtischen Orchester in James Curnows Arrangement für Blaskapelle wiedergegeben wurde, die leidenschaftliche Melodik, der wirbelnde Tanz und der pathetische Ausbruch hinterließen einen nachhaltigen Eindruck auf das Publikum in der Friedenskirche.

Dieser Bearbeitung eines klassischen Werkes ließ das Ensemble gleich noch eine weitere folgen, allerdings aus einem ganz anderen Genre: Mit "Les Lacs de Connemara – Die Seen von Connemara" hat der französische Chansonnier Michel Sardou dem Freiheitskampf der Iren ein klingendes Denkmal gesetzt; das Arrangement für Bläser stammt von Frank Bernaerts. Die Musiker gingen in dem eingängigen und quicklebendigen Stück noch einmal in die Vollen und verdienten sich mit ihrer putzmunteren Interpretation von Sardous Ohrwurm einen rauschenden Schlussapplaus.




von der Generalversammlung am 15. 01.2016 im Brauhaus
Dirigent Matthias Haslach redet seinen Musikern ins Gewissen

Schwarzwälder Bote, 03.02.2016
Text und Foto: Maximilian Bantle


Städtisches Orchester
Auftritte sollen mehr Publikum anziehen

Albstadt-Ebingen. Zum Musikdirektor ist Dirigent Matthias Haslach bei der Hauptversammlung des Stä;dtischen Orchesters Albstadt ernannt worden. Und: Er sparte nicht mit kritischen Worten an die Adresse seiner Musiker.
   Die stellvertretende Vorsitzende Christine Mücke lieferte ihren Geschä;ftsbericht in schriftlicher Form und sprach von einen erfolgreichen Jahr. Musikalische Höhepunkte waren nach ihren Worten das Frühlingskonzert in der Friedenskirche, das gemeinsame Konzert mit der Kantorei der Martinskirche und das Jahreskonzert im Rahmen der Albstä;dter Literaturtage. Das Zusammenspiel mit Sprecher Christoph Holbein sei interessant gewesen. Auch das Jugendorchester habe sich von der besten Seite gezeigt. Kassierer Markus Ruf berichtete trotz der vielen Ausgaben von einem positiven Ergebnis.
Bild vergrößern    Melanie Vosseler war im ersten Halbjahr für das Jugendorchester verantwortlich, wä;hrend im zweiten Halbjahr Kerstin Metzler die Verantwortung übernahm. Höhepunkt war das Großprojekt "Tutti" in der Zollernalbhalle.

Das Jugendorchester wird aufgeteilt – wegen der Unterschiede

Aufgrund großer musikalischer Unterschiede wird das Jugendorchester aufgeteilt. Die "Großen" kommen jetzt ins große Orchester. Dadurch haben die jüngeren Spieler die Möglichkeit, sich mit einfacheren Stücken langsam an das Zusammenspiel heranzutasten. Außerdem gab Melanie Vosseler den Start einer Blä;ser-AG mit je fünf Kindern an der Schalksburgschule und an der Kirchgrabenschule bekannt. Zu Beginn seines Berichts blickte Dirigent Matthias Haslach auf die Aktivitä;ten 2016. Zur grundsä;tzlichen Situation fand er deutliche Worte: "Unser Stand in der Stadt ist meines Erachtens nicht so hoch; wir haben keine Spielauftritte, unsere Konzertbesucherzahlen gehen zurück, und wir haben sehr wenig Nachwuchs." Deshalb wolle er versuchen, durch Unterhaltungsauftritte wieder mehr Aufmerksamkeit für das Orchester zu gewinnen. "Es interessiert keinen, ob wir im Konzert eine tolle Uraufführung oder ein schweres modernes Stück spielen. Im Gegenteil: Die Leute wollen einfach schöne Musik hören. Und darauf werde ich reagieren, denn wenn wir so weitermachen, brechen die Zuhörerzahlen weiter ein." Was die Probenarbeit anbelangt, wünsche er mehr Disziplin und dass zu Hause mehr geübt werde, so Haslach. "Das erwarte ich von allen, sodass wir in den Proben schneller vorankommen. Ein Orchester funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen", so der Dirigent. Friedrich Pommerencke überbrachte die Grußworte der Stadt und des Gemeinderats. Für aktive Mitgliedschaft wurden Christina Merz und Elisabeth Merz geehrt. Ehrungen für besonderen Einsatz erhielten Jonathan Dörrer und Paolo Cammarano. Bei den Wahlen wurde Kassierer Markus Ruf für ein Jahr im Amt bestä;tigt. Jugendwartin ist Kerstin Metzler, Organisationleiterin Ingrid Kobler, Mitglied zur besonderen Verwendung Melanie Vosseler, Kassenprüfer Hubert Buck. Danach gab es noch eine schlechte und eine gute Nachricht: Vize-Dirigent und Baritonist Artur Grochowski hat aus gesundheitlichen Gründen aufgehört. Die gute Nachricht: Uwe Kling hat sich bereit erklä;rt, neben dem Posaunespielen dessen Aufgabe zu übernehmen.
vom Herbstkonzert am 21. 11.2015 in der Festhalle

Von Textgewalt und Klangmagie

Schwarzwälder Bote, 22.11.2015
Text und Foto: Sabine Miller


Wie die Literatur kann die Musik Stimmungen zaubern oder fremde Welten heraufbeschwä;ren. Beide haben sie Macht – Stoff für großes Hörkino.

Albstadt-Ebingen.Was herauskommt, wenn Wort und Klang sich zusammentun? Das Stä;dtische Orchester Albstadt und der Sprecher und Schauspieler Christoph Holbein haben den Versuch gewagt und unter dem Motto "Die Macht der Musik" beim Herbstkonzert in der Festhalle großes Hörkino geboten.

Bild vergrößern Das Abendprogramm wartete mit anspruchsvollen Titeln auf: Nach literarischen Vorlagen vertonte Stücke und Filmmusik vor allem dienten dazu, die Wirkung von Wort und Musik zu prä;sentieren. Die Jugendgruppe gestaltete einen Auftakt nach Maß, ob nun die klangfarbenreiche Version von "Bilder einer Ausstellung", "Caresse Sur l’ocean" aus dem Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu" mit einem stimmungssatten Trompetensolo von Finn Wiebe oder "Selections from High School Musical" – alles passte zum Thema.

Wie organisch Textgewalt und Klangmagie aber in Eins gehen und zum Musiktheater verschmelzen können, zeigte sich erst in "Der Zauberlehrling": "Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben." – Christoph Holbein, der bis zu diesem Zeitpunkt des Abends nur als Moderator aufgetreten war, rückte ins Rampenlicht. Der Schauspieler und Regisseur vom "Theater unter der Laterne" rezitierte Goethes Ballade vom allzu emsigen Schüler, der es seinem Lehrer gleichtun will und dabei mit den Tücken des entfesselten Objekts zu kä;mpfen hat, mit kauziger Stimme, Pfiff und Körpersprache, betonte hier eine Silbe, dort einen Satz, spielte mit Tonfall, Mimik und Gestik. Die Spannung seiner Darstellung entließ die Zuhörer keine Sekunde aus ihrem Griff.

Das Orchesterensemble indes erzä;hlte die Geschichte danach auf seine Weise – mit einer Interpretation der gleichnamigen, genau auf Goethes Text abgestimmten Tonschöpfung des französischen Komponisten Paul Dukas. Den Zauberspruch intonierte die Trompete. Und den Besen? Den stellte das Fagott dar, das rhythmische Motiv stapfte dann unermüdlich durch das Stück, bis alles in vier knallenden Akkorden endete.

Dirigent Matthias Haslach und seine Musiker brachten den komischen Elan und den reizvollen Schwung des klangsymbolischen Meisterwerks stringent auf den Punkt, doch es gab noch mehr zündende Vorträ;ge in diesem Konzert: "The Rock" wucherte mit Tempo und Dramatik, "Dances with Wolves" schickte in Klangfantasien gekleidete Bilder aus Kevin Costners preisgekröntem Kinofilm "Der mit dem Wolf tanzt" in den Raum und die "Huckleberry Finn Suite" zeichnete in vier Szenen ein musikalisches Porträ;t des ungewaschenen, unterernä;hrten, aber frei und zufrieden lebenden Jungen vom Mississippi. Zu letzterer legte Christoph Holbein noch einmal eine anschauliche und gewitzte Vorstellung auf die Bühne. So spannend kann moderne Blasmusik ausfallen, wenn Musiker mit Kreativitä;t und Spielfreude agieren – frei nach dem Leitsatz der Literaturtage: "das hier (er)finden".



vom Frühlingskonzert am 09 05.2015 in der Friedenskirche

Reed eröffnet alle Möglichkeiten

Schwarzwä;lder Bote, 14.05.2015


Von Anna Altenburger

Albstadt-Ebingen. Es war das vierte Frühlingskonzert, das das Stä;dtische Orchester Albstadt in der Friedenskirche gab – und
das erste, das von Matthias Haslach geleitet wurde.

Die Begrüßungsansprache hielt, sozusagen als Hausherr, Kirchengemeinderat Dieter Dörrer, der auch dem passenden Psalm zu zitieren wusste. Zu Beginn spielte das gut aufgelegte Jugendorchester, das sowohl klassische Musik von Wolfgang Amadeus Mozart als auch den mitreißenden "Libertango" von Astor Piazzolla zu bieten hatte und die Zuhörer von Anfang an begeisterte.

Bild vergrößern Nach einer kurzen Umbaupause nahm dann das Große Orchester Platz auf dem Podium und setzte zunä;chst die klassische Linie mit den wuchtigen Klä;ngen des Prozessionsmarsches aus Nikolai Rimsky-Korsakows Ballettoper "Mlada" fort. Es folgte Alfred Reeds "Little Concert Suite", deren vier gä;nzlich unterschiedliche Sä;tze dem Ensemble eine willkommene Gelegenheit bot, zu zeigen, welches Klangfarbenspektrum ihm zu Gebote steht. Der musikalische Leiter und Moderator Matthias Haslach verstand es, die Zuhörer immer wieder mit kleinen Anekdoten aufs Programm einzustimmen. Zu dem gehörten auch die musikalischen Höhepunkte aus Richard Wagners "Tannhä;user" – man kann sie genießen, ohne deshalb vier Stunden im Bayreuther Festspielhaus verbringen zu müssen.

In den Frühlingskonzerten des Stä;dtischen Orchesters prä;sentieren sich immer wieder kleinere Ensembles – dieses Jahr brachte eine zehnköpfige Blechbesetzung zwei Stücke zu Gehör. Ein kleines Extra bot der musikalische Leiter, indem er selbst zur Piccolo-Trompete griff. Danach erklang Filmmusik von Ennio Morricone, und zum Abschluss des Programms war "Omens of Love" zu hören, eine anspruchsvolle Bearbeitung des gleichnamigen Titels, den die japanische Gruppe T-Square in den 1980er Jahren in die Charts brachte.

Das begeisterte Publikum forderte und erhielt seine Zugabe; der "Maple Leaf Rag" von Scott Joplin brachte das Publikum ein weiteres Mal zum Swingen. Mit dem Dank von Matthias Haslach an Zuhörer und Musiker und erneut mit klassischer Musik – diesmal von Johann Sebastian Bach – klang ein schöner Konzertabend aus.



von der Generalversammlung am 16.01.2015 im Brauhaus

Einstand nach Maß für Haslach

Schwarzwä;lder Bote, 18.01.2015


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Die bei der Hauptversammlung des Stä;dtischen Orchesters gewä;hlten Vorstandsmitglieder, die Geehrten, Neuzugä;nge und Dirigent Matthias Haslach zeigt dieses Bild. Foto: Bantle


Von Maximilian Bantle



Albstadt-Ebingen. Das Jahr 2014 wird den Mitgliedern des Stä;dtischen Orchesters Albstadt in Erinnerung bleiben: Es begann mit einem Kirchenkonzert der Extraklasse – und mit einem anschließenden Schock: Dirigent Mathias Mundl kündigte nach zehn Jahren erfolgreicher Arbeit. Bei einem Monat Kündigungsfrist eine gefühlte Katastrophe – Gerhard Baldauf, der Vereinsvorsitzende, dankte Mundl im Jahresrückblick, den er bei der Hauptversammlung hielt, dafür, dass noch bis Juni weitermachte. Baldaufs Dank galt außerdem Vizedirigent Arthur Grochowski für dessen Einsatz in der Interimszeit.

Wie es weiterging, erfuhren die Mitglieder aus dem Geschä;ftsbericht von Baldaufs Stellvertreterin Christine Mücke. Das Orchester bedankte sich bei Mathias Mundl mit einer Feier auf dem Rossberg für zehn Jahre erfolgreiche Arbeit, drei Kandidaten für die Nachfolge wurden zu Probedirigaten eingeladen, bei denen das Orchester laut Mücke vorbildlichen Einsatz zeigte, und nach engagierten, aber immer sachlich geführten Diskussionen erhielt dann Wunschkandidat Matthias Haslach den Zuschlag. Dass man eine gute Wahl getroffen habe, das, so Mücke, habe sich spä;testens beim Herbstkonzert eindrucksvoll gezeigt: Mit Haslach habe das Orchester nicht nur einen hervorragenden Dirigenten gewonnen, sondern zugleich auch einen virtuosen Trompetensolisten.

Kassierer Markus Ruf vermeldete ein kleines Minus – infolge des Dirigentenwechsels habe man weniger Auftritte absolviert als sonst – ; auch die Tanztees entfallen künftig. Jugendleiterin Melanie Vossler berichtete von einem hohen Leistungsstand des Nachwuchses: Alle Minis seien ins Jugendorchester übernommen worden und hä;tten die Feuertaufe im ersten Konzert mit Bravour bestanden. Das Jugendorchester hat derzeit 25 Mitglieder, davon werden einige noch vor dem Frühjahrskonzert ins Große Orchester wechseln.

Dirigent Haslach bedankte sich in seinem Rückblick für die freundliche Aufnahme in Ebingen und kündigte für 2015 drei wichtige Termine an; das Konzert in der Friedenskirche am 9. Mai, das Konzert "Tutti", das das Stä;dtische Orchester zusammen mit den Musikern aus Tailfingen, Onstmettingen und Pfeffingen am 12. Juli in der Zollernalbhalle gibt, und das Konzert mit der Kantorei der Martinskirche. Mittelfristig will er die Unterhaltungsmappe "durchforsten" – Ziel sei es, problemlos ein zweistündiges Programm zu bewä;ltigen – und am gemeinsamen Musizieren arbeiten: Es gehe darum, gut und schnell aufeinander zu reagieren.

Der Erste Bürgermeister Anton Reger überbrachte die Grüße der Stadt und würdigte die Leistungsbereitschaft des Orchesters, die sich in 88 Proben und 40 Auftritten in verschiedenen Formationen niedergeschlagen habe. Die Entlastung beantragte der Ehrenvorsitzende Horst Kaiser.

In Abwesenheit wurde anschließend Oskar Rühlemann für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Melanie Vosseler und Norbert Hirt wurden zum Dank für 25jä;hrige Mitgliedschaft zu Ehrenmitglieder, Mathias Mundl zum Ehrendirigenten ernannt. Gewürdigt wurde auch der Einsatz von Claudia Dronka, die sich, ohne Vorstandsmitglied zu sein, um Werbung und Sponsoren kümmert.

Bei den Wahlen wurde Gerhard Baldauf im Amt bestä;tigt. Notenwart ist Stefanie Hirt, die Kasse prüft Andreas Maucher. Die Jugendlichen haben Manuel Dörrer zu ihrem Vertreter bestimmt; die Wahl wurde von der Versammlung bestä;tigt.



vom Antrittskonzert mit Matthias Haslach am 22.11.2014

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Mit Taktstock und Trompete souverä;n

Matthias Haslach gibt im Herbstkonzert des Stä;dtischen Orchesters Albstadt ein überzeugendes Debüt


Albstadt-Ebingen. Sein Konzertdebüt hat am Samstag Matthias Haslach, der neue Dirigent des Stä;dtischen Orchesters Albstadt, in desen Herbstkonzert gegeben – und sich dem Publikum in der voll besetzten Festhalle bei dieser Gelegenheit auch gleich als fabelhafter Trompetensolist prä;sentiert. Wie bei Ebinger Herbstkonzerten üblich begann das breit gefä;cherte Programm im Anschluss an die Begrüßungsansprache des Vereinsvorsitzenden Gerhard Baldauf mit dem Auftritt des Jugendorchesters. "Highlights From Anastasia" heißt das bilderreiche Musikstück, in dem der Nachwuchs einen Blick zurück in die Zarenzeit warf – flüchtige Impressionen wechselten mal mit schweren, gedä;mpften Klä;ngen, dann wieder mit rasant jagenden Passagen.
   Die dramatischste Musik stammt naturgemä;ß oft aus Filmsoundtracks – Michael Browns "Movie Blockbusters", aneinander gereihte Sequenzen aus Filmmusiken, legten davon ein spannungsgeladenes Zeugnis ab. Im dritten und letzten Stück, einem Werk des Niederlä;nders Jacob de Haan, gesellten sich vier junge Talente zum Jugendorchester – beim letztjä;hrigen Herbstkonzert waren sie als "Minis" aufgetreten; jetzt zeigten sie, dass sie durchaus schon mit den Größeren mithalten können.
   Und wer weiß, vielleicht stehen sie irgendwann auch als Solisten auf der Bühne, so wie ihr neuer Dirigent, der den Taktstock für die Dauer von Jean-Baptiste Arbans "Fantasie brillante" seinem Stellvertreter Artur Grochowski überließ, um in seiner Solopartie ein Maximum an Ausdruck und Farbe aus seiner Trompete herauszuholen. Rund, satt und flüssig hörte sich das an – das Publikum jubelte. Seit Januar 2008 ist Matthias Haslach festangestellter stellvertretender Solotrompeter bei den Stuttgarter Philharmonikern. Sein Handwerk hat er von der Pike auf gelernt, genug Erfahrung als Dirigent bringt er auch mit: Von 2003 bis 2014 war er musikalischer Leiter der Musikkapellen von Durach und Deuchelried im Allgä;u. Sein Probedirigat beim Stä;dtischen Orchester absolvierte er mit "Trimbeka" von Carl Wittrock, und dieses Stück boten er und sein Ensemble nach der Pause den Hörern dar.
   Und legten dann noch nach: Der "Musical Daens Suite", einer von Jan Rypens arrangiertes Komposition von Dirk Brossé, ließen sie die "Danzas Cubanas" folgen, feurigen Tanzrhythmen, bei denen kaum jemand noch ruhig auf dem Stuhl zu sitzen vermochte.
   Mit "Curtain Up", einer im Stil der "Theater Ouvertüre" gehaltenen Tonschöpfung von Alfred Reed, einem amerikanischen Komponisten mit österreichischen Wurzeln, ging es in die Zielgerade. Noch einmal entlockte Matthias Haslach seinem Ensemble eine farbkrä;ftige Lesart des Stücks und bedankte sich danach bei den Musikern für ein gelungenes Konzert – diesem waren immerhin zwei Monate intensiven übens vorausgegangen. Auch das Publikum war begeistert. Erst nach zwei weiteren Darbietungen ließ es Dirigent und Musiker von der Bühne.
Sabine Miller



vom Probenwochenende des Jugendorchesters vom 12. bis 14.09. mit Matthias Haslach

Der neue Dirigent muss erst mal Namen üben
Albstadt. Anders als die Jahre zuvor ist das Probenwochenende des Jugendorchesterrs des Stä;dtischen Orchesters Albstadt verlaufen: Fürden neuen Dirigenten, Matthias Haslach, war es ein Sprung ins kalte Wasser. Für die Jugend war es ganz interessant zu erfahren, wie der "Neue" das Proben bewerkstelligen und die Sympathie des Orchesters gewinnen würde.

Von Beginn an war man "per du" und verstand einander - auch wenn der Dialekt ein anderer ist: Musik ist doch eine universelle Sprache. Trotz winterlicher Kä;lte in den Rä;umen des Bauernhauses in Zimmern unter der Burg wurde es allen schnell warm, denn alsbald waren die Kachelöfen aufgeheizt, und die traditionellen Kennenlern-Spiele des Jugendorchesters am Bunten Abend begannen.

Nun hieß es für den neuen Anführer: Namen &uumlben! Und das nicht einfach so. Auf Zeit die Namen kennen, sich verä;ppeln lassen, es nochmal versuchen: Der Zusammenhalt zwischen den Jugendlichen, der Jugendleiterin und dem Dirigenten stellte sich schnell ein.

Nach einer langen Nacht ging es schließlich ins Bett, doch bald darauf war der Frühsport für einige Freiwillige angesagt und morgens um neun sollte es mit dem Proben weitergehen. Kaum waren eine Tonleiter und neun Takte gespielt worden, da beschwerten sich schon die Nachbarn. Allerdings bekam der Dirigent den ganzen ä;rger ab, doch er blieb ganz gelassen und verstä;ndnisvoll und krümmte keinem Nachbarn ein Hä;rchen.

Zeit zum Proben - und ganz viel Lust

Ab ging es ins gegenüberliegende Gemeindehaus. Jetzt hatten die Musiker Zeit und Lust, ihre neuen Stücke zu proben. Zur Mittagspause hin genossen alle die paar Sonnenstrahlen am Himmel, oder vergnügten sich ausgelassen, und das meist stundenlang, am Tischkicker. Anschließend ging es mit den Proben weiter bis in den Nachmittag hinein, wonach Matthias Haslach für das Probenwochenende dankte: er freue sich auf weitere Zusammenarbeit.

Das Abendessen bestand aus Gegrilltem - draußen. Alle hofften, das Wetter würde bestä;ndig bleiben, doch nach einigen Minuten zogen Regenwolken auf, was das Ereignis abkürzte. Schließlich verabschiedeten die Jungmusiker den Dirigenten und gestalteten den restlichen Abend mit der jä;hrlichen Jugendversammlung, in der es Organisatorisches, aber auch Verä;nderungen zu besprechen gab. Den weiteren Abend verbrachte die Jugend mit Witz, Spaß und Lachen: ein Spiel nach dem anderen, eine nachgestellte Probe des ehemaligen Dirigenten, Talentshows mit Rap, Tanz und Albern.

Voller Elan putzten die Teilnehmer am letzten Tag das Haus, rä;umten auf und machten sauber, ehe sie mit einem Pizza-Essen den Geburtstag eines der Jugendlichen feierten, und schon jetzt freuen sie sich alle auf das nä;chste Probenwochenende, das möglichst bald kommen mag.

Die Früchte dieses Wochenendes und der Proben sind am 22. November beim Antrittskonzert vom Matthias Haslach in der Festhalle zu hören.



Bericht über den neuen Dirigenten des Stä;dtischen Orchesters Albstadt am 05.08.2014

Wichtigste Zutat ist der Spaß

Von Karina Eyrich


Albstadt. Albstadt? Kennt er schon. Und die Atmosphä;re im Stä;dtischen Orchester Albstadt hat ihm auf Anhieb gefallen. Ab Herbst wird Matthias Haslach das Hochststufenorehester dirigieren.

Dass er seinen ersten Auftritt als Dirigent des Stä;dtischen Orchesters Albstadt beim Volkstrauertag haben wird - irgendwie passt das so gar nicht zu dieser jungen Beziehung zwischen dem Höchststufenorchester und seinem neuen musikalischen Leiter. Denn Matthias Haslach schä;tzt die lockere, angenehme Atmosphä;re, die sein Vorgä;nger Mathias Mundl dort hineingebracht hat. Was die Musiker wiederum beim Probedirigat sofort für ihn eingenommen hat, ist die Tatsache, dass Haslach genau so weitermachen will: "Nur wenn man gut gelaunt musiziert, kann man auch gut spielen", lautet sein Credo.

Bild vergrößern Die Tasteninstrumente, mit denen Matthias Haslach begonnen hatte, zu musizieren, haben ihm diesen Spaß nicht beschert. Erst als der Dirigent des Musikvereins Durach bei Kempten ihn zur Trompete brachte, entdeckte der damals Zwölfjä;hrige eine Leidenschaft, die ihm auch heute Hobby ist - obwohl Haslach als stellvertretender Solotrompeter der Stuttgarter Philharmoniker auch viele Verpflichtungen hat.

Sein Studium bei Professor Wolfgang Guggenberger am Richard-Strauss-Konservatorium in München hat Haslach mit der "Orchesterreife mit Auszeichnung" abgeschlossen und war danach in Nürnberg, Stuttgart, Freiburg und Aachen tä;tig, bis es ihn 2003 wieder ins Allgä;u zog: nach Altusried, bekannt durch die Kommissar-Kluftinger-Krimis.

Bis 2010 dirigierte er seinen Heimat-Musikverein und übernahm dann die Musikkapelle Deuchelried im Allgä;u. Von dort ist der Schritt zum Stä;dtischen Orchester Albstadt für ihn allerdings nicht weit: Seine Frau Gertrud Hiemer-Haslach, Sä;ngerin und musikalische Leiterin namhafter Theaterproduktionen, hat in den 1990er Jahren zwei Jahre lang an der Schalksburgschule unterrichtet, und ein "solch besonderes Höchststufenorchester dirigieren zu dürfen, hat schon seinen besonderen Reiz", betont der 38-jä;hrige Vater von zwei Söhnen, lobt das Niveau der Musiker und bestä;tigt seinen Eindruck, dass bei aller Freude auch die Disziplin nicht zu kurz kommt.

Obwohl Haslach erst nach den Sommerferien mit dem Proben beginnen wird, hat er sich schon Gedanken über ein Konzertprogramm für das Herbstkonzert am 22. November ab 19.30 Uhr in der Festhalle Ebingen gemacht, bei dem er wohl - das wünschen sich die Musiker - auch als Trompeter sein Können zeigen wird.

"Anspruchsvoll zu spielen, aber gefä;llig fürs Publikum" - so sieht für den Dirigenten das ideale Konzertprogramm aus. Dabei darf es durchaus breit aufgestellt sein: Haslach spielt selbst in mehreren Besetzungen böhmische Blasmusik, war bereits Mitglied einer Bigband und liebt die Vielfalt: "Musicalabende, Filmmusik, mal ein Konzert mit Chor oder eine Uraufführung -ich bin für alles offen."

Vorsitzender Gerhard Baldauf und die geschä;ftsfuhrende Vorsitzende Christine Mucke sind froh, den jungen Allgä;uer gefunden zu haben, zumal der Weggang von Mathias Mundl, der nä;her an seinem Wohnort Winnenden tä;tig sein wollte, das Orchester doch sehr getroffen habe, wie beide deutlich machen. Weil Haslach "erst unser fünfter Dirigent seit dem Zweiten Weltkrieg" ist, wie Christine Mücke hervor hebt, hoffen sie, dass auch er lange bleiben wird - ein Anspruch, den Haslach gerne erfüllen will: "Ein Orchester braucht Kontinuitä;t", betont er.

Nicht zuletzt hat er mit seinem Vizedirigenten Artur Grochowski Unterstützung, und will diese gerne zurückgeben, wenn sein Rat und seine Erfahrung mal bei der Bigband, bei der Volksmusik-Formation "Luschtige Schwoaba" oder kleineren Ensembles gefragt sind.

Nur auf den Fahrten zwischen Altusried, Stuttgart und Albstadt will Matthias Haslach nichts von Musik wissen - da bleibt sein Autoradio aus. Warum? Da muss er schmunzeln: "Nur wenn es ruhig ist, bekomme ich den Kopf frei für neue Ideen."




vom Konzert zur Passionszeit in Heilig-Kreuz am 30.03.2014

Jesu Angst dringt mitten ins Herz
Stä;dtisches Orchester malt mit Musik kraftvolle Bilder von der Düsternis der Passionstage - und von Hoffnung

Von Sabine Miller

Albstadt-Ebingen. Den Blick auf die anstehende Passionszeit gerichtet hat das Stä;dtische Orchester Albstadt und beim Konzert in Heilig-Kreuz melancholische, dramatische und hoffnungsvoll transparente Klangwelten verknüpft.


Das thematisch gut erfasste Programm changierte dabei zwischen klassischen und zeitgenössischen Werken. »Wir sind in einer besonderen Zeit des Kirchenjahres, in einer Zeit, in der wir in das Gedä;chtnis des Leidens Christi eintreten«, sagte Pfarrer Andreas Gog in seiner Ansprache und wünschte sich von diesem Konzert vor allem innere Ausrichtung.
Bild vergrößern     Das wurde erfüllt. Schon das Jugendorchester setzte mit »Classical Canon« vom preisgekrönten belgischen Komponisten Andre Waignein und »Jubilance« vom Amerikaner James Swearingen ein Zeichen. Dirigent Mathias Mundl agierte an diesem Abend gefasster und ruhiger als sonst, lieü zwischen den Takten und den einzelnen Stücken der Stille den Raum. Besinnlich leise setzte das Hauptorchester ein. »Mein Jesus! Was für Seelenweh«, Johann Sebastian Bachs vertontes Gedenken an die Angst Jesu im Garten Gethsemane drang ins Herz der Hörer, ließ mitfühlen und innehalten.     Nach dem besinnlichen Auftakt machten die Ebinger Musiker mit vielen Tempowechseln die »Stimmen des Himmels« hörbar. In dem modernen Werk sind die verschiedenen Qualitä;ten des Himmels in musikalische Stimmungen umgezeichnet – hell und dunkel, bewegt und ruhend, stets liegen die Gegensä;tze in seiner farbenreichen Klangwelt nah beieinander.
    Das Stä;dtische Orchester hat den Kontrasten mit silberhellen Tongeweben und Paukenwirbeln nachgespürt, hat Spannungen und Lösungen wohlpointiert wiedergegeben. Und wechselte dann mit Anton Bruckners »Ecce Sacerdos« erneut ins klassische Fach. Die feierliche Hymne nahm in ihrer Eindringlichkeit alles um sich herum gefangen – gleichwohl schafft die Komposition des tiefglä;ubigen Katholiken aber auch Platz zum Atmen und zur Einkehr.
    Mit seiner bewegenden Interpretation legte der Ebinger Klangkörper zudem ein Fundament für das sich anschließende »The Shadow Of Golgatha«, dem erschütternden Höhepunkt des Konzerts. »In einer der abgelegenen Provinzen zieht eine große Menschenmenge durch die Straßen von Jerusalem. Schreiend und zeternd folgen sie einem Mann, der ein Kreuz auf den Berg Golgatha trä;gt. Dort erwartet ihn ein grausamer Tod«, schickte Mathias Mundl ein inneres Bild voraus. Zerrissene Tonfolgen drückten den Schmerz des traurigen Schicksals aus, doch rasch wuchs sich das anfä;ngliche Seelenweh zum beklemmenden Drama aus. Unerbittlich grollten und donnerten Paukenschlä;ge durchs Kirchenschiff, Trompeten schluchzten, Klarinetten klagten.
    Das Toben in den Instrumenten vergegenwä;rtigte die Unabwendbarkeit des Geschehens und die herrschende Panik, den Schrecken. Dieses Werk ist ein musikalisches Schauspiel und bringt einem die Düsternis jener Tage nä;her als Worte es vermögen. Doch es schimmern darin auch durchsichtige, blütenzarte Klangmotive wie Lichtstrahlen durch – Hoffnung? Die brach sich zumindest im vorletzten Stück eine entschlossene Bahn. »Raise Of The Son« – der Titel beschreibt zweierlei. Zum einen das Aufgehen der natürlichen Sonne, zum anderen »Die Auferstehung des Sohnes«. Kraftvoll lodernde Motive verschmolzen mit verträ;umt glimmenden. Virtuos trumpften die Musiker nochmals auf, ehe das Konzert mit Bachs »Herzlich tut mich verlangen« so sanft und behutsam ausklang wie es begann.



Von der Generalversammlung im "Brauhaus" am 24.01.2014

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Vom "Herbstkonzert" in der Festhalle am 23.11.2013

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Von "Ritter Rudis Raubzügen" in der Mensa des Gymnasiums am 22.06.2013






Vom Frühlingskonzert am 20.04.13 in der Friedenskirche



Konzert lä;utet Frühling ein
Stä;dtisches Orchester Albstadt und Musikverein Winterlingen in der Friedenskirche

Albstadt-Ebingen. Dass Musik verbindet, haben viele Besucher in der Friedenskirche erlebt. Dort führte das Stä;dtische Orchester erstmals mit dem Musikverein Winterlingen sein Frühlingskonzert auf.

Dieter Dörrer, Vorsitzender des Kirchengemeinderates, zitierte Martin Luther: Musik sei die beste Gottesgabe, sei Trost für einen Menschen und Lehrmeisterin zugleich. Anders gesagt: »Musik soll unser Herz erfreuen.« Vorsitzender Gerhard Baldauf dankte im Namen des Stä;dtischen Orchesters für das freundliche und problemlose Miteinander.
   Die Gä;ste aus Winterlingen unter Leitung von Uwe Kling eröffneten das Frühlingskonzert mit »Riflessi« von Michele Netti. Ihr Programm beinhaltete allesamt Werke von Komponisten des 20. Jahrhunderts. Zu diesen gehört auch der österreicher Armin Kofler, dessen »Schmelzende Riesen« zum Thema Klimaerwä;rmung geschrieben wurden. Der anfangs ruhige Teil schilderte die Erhabenheit der Gletscher.
   Jacob de Haan ließ sich bei einem Besuch in London nach dem Großstadttreiben von Ruhe und Entspannung im Park inspirieren und schrieb dazu die »Queen's Park Melody«. Mit dem viersä;tzigen Werk »Gulliver's Travels« beendeten die Winterlinger Musiker ihren sehr guten Auftritt.
   Das Stä;dtische Orchester unter Leitung von Musikdirektor Mathias Mundl überzeugte danach ebenso mit einem Konzert auf höchstem Niveau. Es begann mit der bekannten »Olympic Fanfare« von John Williams, dem »Second Suile in F« von Gustav Holst folgte. Die vier völlig unterschiedlichen Sä;tze »March«, »Song Without Words«, »Song Of The Blacksmith« und »Fantasie On The Dargason« basieren alle auf englischen Folksongs.
   Höhepunkt des Programms war der »Huldigungsmarsch« von Richard Wagner zu dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr. Dieses große, höchst anspruchsvolle und beeindruckende Werk war Wagners einzige Komposition für Blasorchester.
   Georges Bizets Oper »Carmen« in fünf Sä;tzen schloss sich an, bevor das große gemeinsame Finale beider Vereine anstand. »Nearer My God To Thee« oder »Nä;her mein Gott zu dir« stimmten beide Ensembles in der Friedenskirche an und ernteten langen Beifall.


Von der Generalversammlung am 18.01.2013
Vertrauensperson soll künftig Mitglieder besser betreuen
Albstadt-Ebingen (max). Rückschau hat das Stä;dtische Orchester Albstadt in seiner Generalversammlung gehalten. "2012 war ein sehr aktives und erfolgreiches Jahr", sagte der Vorsitzende Gerhard Baldauf. Seine Stellvertreterin Christine Mücke bestä;tigte dies. Kassierer Markus Ruf berichtete von einem positiven Ergebnis. Sein Resümee: "Trotzdem fehlt uns Geld für Anschaffungen wie Uniformen für neue Mitglieder. Auch wä;re es super, neue Sponsoren an Land zu ziehen." Jugendleiterin Melanie Vosseler berichtete von insgesamt zehn erfolgreichen Auftritten. Auch das Mitwirken beim "Karneval der Tiere" habe den Jugendlichen viel Spaß gemacht.

Bild vergrößern Das Orchester besteht derzeit aus 26 Spielern. Fünf Neue sind in Ausbildung, darunter ein junger Tubaspieler. "2012 wurde in sä;mtlichen Formationen super gearbeitet, dafür möchte ich mich bei allen Orchestermitgliedern bedanken. Ich bin stolz und glücklich, dass ich bei diesem tollen Stä;dtischen Orchester Albstadt arbeiten und dirigieren darf", sagte Musikdirektor Mathias Mundl. Der absolute Höhepunkt war, im Rahmen der Kinder- und Jugendliteraturtage, die Aufführung der fünfsä;tzigen Sinfonie "Herr der Ringe". Das Projektorchester, verstä;rkt durch Musiker aus Vereinen der Nachbarschaft, zeigte sich von der besten Seite. Zusammen mit dem Orchester glä;nzte Schauspieler Rainer Rudloff mit der Lesung aus dem Buch.

"Zauberhafte Welten" hieß das Motto beim Herbstkonzert. Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow freute sich über die vielen Aktivitä;ten. Innerhalb einer vielfä;ltigen Vereinslandschaft nehme das Stä;dtische Orchester mit Sicherheit eine Ausnahmestellung ein. In Sachen neue Mitglieder und Mitgliederbetreuung möchte das Orchester neue Wege gehen. Daher entstand die Idee, den Kontakt mit den Mitgliedern zu vertiefen und durch persönliche Ansprache über eine "Vertrauensperson" noch mehr zu fördern und sie über die Aktivitä;ten und Geschehnisse zu informieren. Sara Egger hat sich bereit erklä;rt, diese Aufgabe zu übernehmen.

Für aktive Mitgliedschaft wurden geehrt: Tobias Brösamle, Claudia Dronka (jeweils 20 Jahre) und Kurt Meboldt (40). Neu gewä;hlt wurden Kassierer Markus Ruf, Noten- und Instrumentenwart Stefanie Hirt, Kassenprüfer Bernd Vosseler, die Musikbeirä;te Claus Schulz und Jonathan Dörrer. Als Jugendvertreter wurde Manuel Dörrer bestä;tigt.

Vom Herbstkonzert am 24.11.2012

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Von der SYMPHONY NR.1 »The Lord of the Rings« am 20.10.2012

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Von Gollum und dem finsteren Sauron

Rainer Rudloff und das Stä;dtischen Orchesters Albstadt bieten szenische Lesung des »Herrn der Ringe«

Von Sabine Müller

Albstadt-Ebingen. Eine fantastische Reise durch eine fantastische Welt hat Rainer Rudloff mit dem Stä;dtischen Orchester Albstadt unternommen: in J.R.R. Tolkiens Fantasy-Welt von »Herr der Ringe«.

Sequenzen aus Johan de Meijs gleichnamiger Musikschöpfung »Herr der Ringe« hat das Stä;dtische Orchester Albstadt unter Leitung von Mathias Mundl prä;sentiert. Rudioffs facettenreiche Sprechstimme, seine mimische Wandlungsfä;higkeit und die sinfonischer Dramatik schufen dabei ein Spannungsfeld, welches das akustische Gemeinschaftswerk zu einem Glanzlicht der baden-württembergischen Kinder- und Jugendliteraturtage gemacht hat.
Schon der Auftakt führte in jene mystische Tiefen, die dem »Herrn der Ringe« seinen unverwechselbaren Reiz verleihen. Nach einer zauberhaft wehmütigen Blä;sermelodie schritt Rainer Rudioff durch den Mittelgang zur Bühne.
Der von Anfang an charismatische Lübecker Künstler erzä;hlte in der Rolle des weisen Zauberers Gandalf in bedä;chtiger Diktion und mit erhabener Gebä;rde von der Entstehung des »einen« Rings, vom finsteren Sauron, dem Herrn des dunklen Turms, und davon, wie er, Gandalf, über das Land geritten sei, um Mittelerde vor der Gefahr aus Mordor zu schützen. Mit instrumentaler Fülle und schnel- lem Rhythmus setzte das Orchester dazu das Trappeln der Pferdehufe in Klä;nge um.

Die Düfte eines duftenden Traumgartens

Im zweite Satz seiner Sinfonie stellt de Meijs Lothlorien vor, den Eibenwaid. Klarinetten und Flöten webten zarte Tongemä;lde mit feinschattierten Strukturen, so dass der Zuhörer meinen konnte, die heilsamen Düfte jenes blühenden Traumgartens zu riechen.
Doch dann erschien das Wesen auf der Bühne, das in »Herr der Ringe« zuerst Smeagol heißt, der Macht des Ringes anheimfä;llt und, von seiner Sippe verjagt, zum geschundenen Gollum degeneriert. In dieser Gestalt kam Rainer Rudloffs ungeheure Darstellungskraft voll zur Geltung: Mimik, Ausdruck, Körpersprache, Bewegung - alles kündete von unbä;ndiger Lust am Spielen und von großem Mut auch zur Hä;sslichkeit. Rudioff krä;chzte, schrie, schluchzte, flehte, bettelte, kauerte, kroch, hüpfte, füllte seine Rolle mit allen Nuancen einer auf die stumpfe animalische Ebene herabgesunkenen Kreatur - und sprühte dabei vor Vitalitä;t.
Die Musik tat es ihm gleich: Saxophonfetzen irrlichterten umher, Töne, die nirgendwo hinpassten, keinen Platz und keinen Halt fanden. Rudloff und das Stä;dtische Orchester schienen sich gegenseitig zu beflügeln, entschleierten die verschlüsselte Weisheit von Tolkiens Meisterwerk und reduzierten sie auf ihre menschlichen Grundelemente: auf Gefühle und Triebe in der ewigen Polaritä;t zwischen Gut und Böse.
Gewaltig auch der vierte Satz der Sinfonie, der Gandalfs Sturz in die Tiefe von Moria beschreibt - und schließlich das finale Aufatmen. Moosgrüne Wiesen breiteten sich vor dem inneren Auge der lauschenden Zuhörer aus, und heitere, beschwingte, kraftvoll-harmonische Klä;nge beschrieben die friedlichen Bewohner das Auenlands, besser bekannt als die Hobbits.
Rudloffs Dialoge, die eigentlich Monologe waren, flössen und flimmerten ein letztes Mal, denn hier endete die fantastische Reise in die fantastische Welt - mit stehenden Ovationen und Beifallsstürmen.


Vom Sommerwind am 16.06.2012

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Vom Kirchenkonzert am 17.03.2012

Ein Konzert im Zeichen der Erneuerung

Sowohl die Jugend als auch die Aktiven des Stä;dtischen Orchesters gaben in der Ebinger Friedenskirche eine überzeugende Vorstellung.

Von Beatrix Müller

Albstadt-Ebingen.Der Frühling naht, und alles gerä;t in Bewegung  -  ausgehend von diesem Gedanken hatten das Stä;dtische Orchester Albstadt und sein Dirigent Mathias Mundl ihr Frühlingskonzert unter das Motto "Aufbruch" gestellt.

Schauplatz war die voll besetzte Friedenskirche  -  eignet sich ein Gotteshaus für ein Blasmusikkonzert mit durchaus sä;kularen Programmteilen? Wenn hier ihr Gegensatz bestand, dann hat Mundl den Spagat souverä;n gemeistert. Wobei er sich auch hier vom Gedanken des Aufbruchs leiten ließ  -  wo werden Aufbruch und Erneuerung greifbarer als in der Auferstehung Christi, die zu Ostern gefeiert wird? Auch das Publikum empfand die weltliche Musik am sakralen Ort keineswegs als unpassend; die Friedenskirche war voll besetzt, und die Zuhörer geizten nicht mit Applaus für ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art.

Bild vergrößern Den Anfang machte das Jugendorchester, das mit dem Auftritt zugleich die Generalprobe für das anstehende Wertungsspiel in Tübingen- Pfrondorf absolvierte. Die Nachwuchsblä;ser eröffneten das Programm mit Robert Sheldons "Celebration And Song", deren Klanggewalt einen eindrucksvollen Kontrast zu den zarten Klä;ngen der "Pavane pour une infante defunte" von Maurice Ravel darstellten. Ihr folgte wiederum das temperamentvolle, aber gleichwohl fein ziselierte Stück "Ceremony, Chant and Ritual" von David Shaffer. Die Zuhörer bedankten sich mit großen Applaus  -  und die Jugendlichen mit einer Zugabe.

Anschließend war das Große Orchester an der Reihe. Auf Antonin Dvoraks "Slawischen Tanz" folgte das "Concertino Classico für Flöte und Orchester" von Philip Sparke, das den Flötensolistinnen Claudia Dronka, Stefanie Hirt und Aylin Schä;fer jede Menge Gelegenheit zu brillieren bot. Die drei wussten sie zu nutzen.

Höhepunkt des Abends war indes ein Medley mit Melodien aus Andrew Lloyd Webbers Rockoper "Jesus Christ Superstar"  -  ein Reverenz sowohl an den Schauplatz des Geschehens als auch an die bevorstehende Passionszeit. Den Schlusspunkt setzte im nurmehr von Kerzen erleuchteten Kirchenraum das andä;chtige "Ante Lucem"  -  zu Deutsch "Vor Tagesanbruch"  -  des österreichischen Komponisten Thomas Doss. Danach brandete lautstarker Applaus auf, für den sich die Musiker mit einem Auszug aus Carl Orffs "Carmina Burana" bedankten.

Neues vom Miniorchester
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vom Jubilä;umskonzert 19.11.2011 in der Ebinger Festhalle

»Echter Solitä;r in der Szene«
Stä;dtisches Orchester glä;nzt beim Jubilä;umskonzert nicht nur an den Instrumenten

Von Torsten Pohling

Albstadt-Ebingen. Perfekte Intonation kennzeichnete das Konzert zum 210-jä;hrigen Bestehen der Stadtkapelle Albstadt. Alle Gruppen des Orchesters kamen zum Zuge und - so weit das an einem Abend überhaupt möglich ist - auch alle Musikrichtungen für ein Blasorchester.

Von oben hat das Blechblä;serensemble des Stä;dtischen Orchesters Albstadt das Konzert zu dessen 210-jä;hrigem Bestehen am Samstag eröffnet -ä;hnlich wie vor 210 Jahren. Damals war es der Obere Tor-Turm, diesmal die Empore der Festhalle, wo die Musiker standen. Musikdirektor Mathias Mundl begrüßte das Publikum zur »Musik der Jahrhunderte«, hielt sich inhaltlich aber zurück - das umfangreiche Programmheft gab Auskunft. Mundl griff stattdessen schnell zum Taktstock für das erste Stück des großen Orchesters, Beethovens »Yorkschen Marsch« aus der Zeit der Orchestergründung.
»Das Kulturgut "Orchester-und Blasmusik" wird in Ebingen seit über zwei Jahrhunderten gepflegt«, so Oberbürgermeister Jürgen Gneveckow »Albstadt besitzt eine vielseitige, hochwertige Musikszene. Das stä;dtische Orchester ist darunter ein echter Solitä;r«.
Bild vergrößern Das »Vorspiel zu einer Komödie« von Wilhelm Langheinrich, der lange das Orchester dirigiert hatte, stellte Mundl wie eine Art Schulunterricht vor, damit »das Ganze besser greifbar wird«. Die Musik war nicht nach Jedermanns Geschmack, Musiker und Dirigent eingeschlossen. Dafür konnten die Musiker hier ihr großes Können beweisen, denn einfach zu spielen sind diese Noten nicht - und einfach zu hören auch nicht: Sie klangen, als ob alle Instrumentalgruppen der Reihe nach durchprobiert und dann gegeneinander antreten würden. Der Wechsel von Harmonie und Disharmonie erinnerte mehr an einen Todeskampf denn an eine Komödie.
Weit eingä;ngiger war die Musik der »Luschtige Schwoba«, die mit Volksmusik die Pause einleiteten. Dirigent Arthur Grochowski war sich bewusst, dass die Einlage »etwas ungewohnt zum Konzert« sei: »Wenn wir so etwas bei Langheinrich gespielt hä;tten, hä;tte er uns rausgeschmissen.« Nichtsdestotrotz spielte die Formation hervorragend und erntete dafür den verdienten Applaus. Den Titel der Zugabe wollte Grochowski nicht verraten, wurde er doch von seinen Mä;nnern per Gesangs-inlage verkündet: »Bis bald, auf Wiedersehen«.
Nach der Pause kam das Jugendorchester zum Zuge, das dem großen in seiner musikalischen Qualitä;t und Spielfreude kaum nachsteht. Auch die jungen Musiker kamen nicht ohne Zugabe von der Bühne, doch diese hatte etwasAußergewöhnliches: Sie wurde vollkommen ohne Instrumente gespielt - pardon: geklatscht. Mit den Hä;nden, auf den Oberschenkeln, mit Zischlauten, Stampfen und Fingerschnipsen sicherten sich die Jüngsten Begeisterungsstürme.
Das große Orchester spielte zum Schluss noch einmal auf und wurde ebenso herzlich vom Publikum verabschiedet. Zum Ausklang fand sich die Big Band Ebingen zusammen und unterhielt die Gä;ste im Foyer der Festhalle, wo sie noch bewirtet wurden.


vom Frühlingskonzert 28.05.2011 in der Friedenskirche

Von Smetana zu Glenn Miller
Stä;dtisches Orchester gibt eindrucksvolles Frühlingskonzert in der Friedenskirche

Von Gustav Kaul

Albstadt-Ebingen. Ein »Konzert im Frühling« hat das Stä;dtische Orchester Albstadt am Samstagabend in der Ebinger Friedenskirche gegeben.

Wobei das Konzert in der Kirche diesmal kein Kirchenkonzert im strengen Sinne war -auf dem Programm stand nicht sakrale, sondern profane Musik, und zwar sowohl Klassik als auch moderne Unterhaltungsmusik. Zum Auftakt intonierte das Große Orchester die »Festliche Ouvertüre« von Bedrich Smetana, arrangiert von Karel Belohoubek - das monumentale Werk wurde mit viel Beifall aufgenommen. Als nä;chstes Stück kündete Dirigent Mathias Mundl, der auch die Aufgabe des Conferenciers übernommen hatte, ein Konzertstück von Adolph Henselt, einem zu Lebzeiten sehr bekannten Komponisten des 19. Jahrhunderts, an - es enthielt zwei Soli auf dem Waldhorn, die den jungen Hornisten Gelegenheit boten, ihr bereits beträ;chtliches Können unter Beweis zu stellen. Bild vergrößern Die Akustik der Friedenskirche ist schon oft gelobt worden; dank der durch die großen Fenster hereinbrechenden tiefstehenden Abendsonne, deren Licht von den Instrumenten reflektiert wurde, war die Optik diesmal ä;hnlich eindrucksvoll. Der erste Auftritt des Großen Orchesters endete mit William Francis McBeths »Kaddisch für symphonisches Blasorchester«, in dem der Komponist seiner Trauer um einen verstorbenen Lehrer Ausdruck gibt - der Kaddisch ist ein jüdisches Totengebet. Danach übernahm das Jugendorchester das musikalische Regiment. Den Anfang machte die aus drei Sä;tzen bestehende »Western Suite«, es folgten einen Auszug aus Leonard Bernsteins »West SideStory« und die schwungvollen Rhythmen von »Disco Lives«, die Musikdirektor Mundl temperamentvoll und mit Emphase dirigierte. Danach war wieder das Große Orchester an der Reihe; es spielte zunä;chst ein koreanisches Volkslied. Höhepunkt des Abends war jedoch die fünfsä;tzige Suite »Candide« mit Musik aus dem gleichnamigen Musical - alle Instrumentgruppen konnten sich hier profilieren. Den Schlusspunkt setzte das Medley »In The Miller Mood«; zum Ausklang erzwang das Publikum mit ausdauerndem Beifall einen argentinischen Tango als Zugabe.


von der Generalversammlung am 29.01.2011 in der Friedenskirche

GV 2011

vom Herbstkonzert "Grenzgä;nge" am 20.11.2010 in der Festhalle

Feines Ausloten der musischen Welten
Stä;dtisches Orchester Albstadt überzeugt beim Herbstkonzert /
Klarinetten-Ensemble und Jugend spielen trefflich

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Von Christoph Holbein

Albstadt-Ebingen. Sinfonisch und dynamisch: Die Musiker des Stä;dtischen Orchesters Albstadt schöpfen bei ihrem Herbstkonzert die klanglichen Möglichkeiten aus, setzen die Genre fein ein und meistern die rhythmische Vielfalt - mutige »Grenzgä;nger«.

Musikalisch schön und einfühlsam erzä;hlen sie die Geschichte in den sieben Impressionen einer Hexenjagd aus der »Saga Candida« von Bert Appermont. Mit Zug und auf den Punkt gebracht leitet Musikdirektor Mathias Mundl seinen Klangkörper auch durch die heiklen Passagen. Die Tempi- und Dynamikwechsel gelingen, die Dramatik ist gut erfasst mit einem Hauch ins Voluminöse und mit gesanglichen Einlagen, in den getragenen Stellen zeigt sich das Orchester rhythmisch und in der musikalischen Aussage sensibel pointiert.

Mathias Mundl dirigiert mit viel Feingefühl

Diese Feinfühligkeit - unaufgeregt und dennoch mit authentischem Enthusiasmus von Mundl dirigiert - offenbart sich auch in der »Siciliana Notturno« für Altsaxophon und Orchester von Alfred Reed. Temposcharf und Bild vergrößern gut beherrscht gelingt den Musikern die weiche und zarte Atmosphä;re sauber und melodiös zu interpretieren, wobei Bernd Vosseler bei seinem Solo nicht nur technisch, sondern auch musikalisch zu gefallen weiß. Bild vergrößern Mit der Ouvertüre zur Operette »Orpheus in der Unterwelt« von Jacques Offenbach beginnt das Orchester das Konzert kraftvoll, ohne das Klangvolumen zu sprengen, um mit dem »Tanz der Vampire« von Jim Steinmann sicher austariert zwischen lyrisch und bedrohlich, akkurat und rhythmisch ausgewogen das Finale einzuleiten, das mit »The best of Earth, Wind & Fire« poppig-swingend-schnippend neue Klangwelten eröffnet. Schön arrangiert, die übergä;nge fein verwebend prä;sentieren sich musikalischer Leiter und Orchester auf der Höhe der Musik, was das Publikum mit anhaltendem Beifall belohnt. Dafür gibt es gleich zwei grenzüberschreitende Zugaben: den »Königsmarsch« aus dem Film »Till Eulenspiegel« und Offenbachs »Can can«, bei dem die Zuhörer - von Mundl diskret geleitet - mitklatschen. Die Jugend zeigt sich unbekümmert So viel Schmiss und Unbekümmertheit legt auch das Jugendorchester bei seinem Auftritt an den Tag. Mit Schwung, rhythmisch punktgenau, mit Drive und gut vorbereitet prä;sentieren die jungen Musiker ihre vier Stücke: ein passendes, ansprechendes Programm mit einem erfrischenden, flotten Schlagzeug- Solo von Jonathan Dörrer bei »Sparkling Drums« für Drum- Set und Orchester von Ted Huggens und viel Dynamik bei der Filmmusik aus »Die Maske des Zorro« von James Horner. Auch die Nachwuchsmusiker dürfen die Bühne nicht ohne eine kleine Zugabe verlassen. Einen gefä;lligen und luftig- leichten Beitrag liefert das Klarinetten-Ensemble zum Konzert mit dem »Allegro moderato« aus dem »Concerto Grosso opus 6« von Georg Friedrich Hä;ndel und dem »Rondo« von Ludwig van Beethoven. Klar in den Tönen, gut harmonierend, temposicher und in den einzelnen Stimmen fundiert erarbeitet nimmt das Stä;dtische Orchester die Gä;ste auf seinen Grenzgä;ngen mit - ein musisch schöner Abend.



vom Open Air am 18.07.2010 auf demMazmann Festplatz

sommerwind

Ein wahrlich tierisches Musikvergnügen

Ebingens Musiker bieten ihrem Publikum am kommenden Wochenende bunte Unterhaltung

Musik, Tiere und Spaß - genau Bild vergrößerndas bietet die Sommer Wind Music des Stä;dtischen auf dem Mazmannplatz in Ebingen. Dort stehen viele Aktionen für Kinder und Erwachsene auf dem Programm.

Das Motto »Tiere und Spaß« scheint auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Kombination zu sein. Doch die »Sommer Wind Music«, eine Open-Air- Bild vergrößernOrchesters Albstadt am Samstag und Sonntag, 17. und 18. Juli,Veranstaltung des Stä;dtischen Orchesters, hat viel für Groß und Klein zu bieten. Am Samstag, 17. Juli, ab 14 Uhr wird Ponyreiten und Kinderschminken angeboten. Natürlich wird auch eine Hüpfburg aufgestellt. Auf der Bühne wird das Jugendorchester unter der Leitung von Musikdirektor Mathias Mundl spielen. Zudem wird eine Tanzvorführung von befreundeten Vereinen prä;sentiert. Gegen Abend wird das Stä;dtische Orchester die Bühne betreten und gehobene Unterhaltungsmusik spielen, danach wird die Big Band des Orchesters den Abend mit beschwingten Melodien ausklingen lassen. Am Sonntag Morgen gibt es ab 11 Uhr ein zünftiges Weißwurstfrühstück, zu dem die Volksmusik Talgang Nord die musikalische Beilage liefert. Im Anschluss spielen die »Luschtige Schwoba«, die Bauernkapelle des Stä;dtischen Orchesters. Für Speis und Trank ist natürlich bestens gesorgt. Selbst beim überbringen der Einladungen lä;sst sich das Stä;dtische Orchester wie immer etwas Besonderes einfallen: Eine Woche vor dem Fest werden die Mitglieder des großen Orchesters und des Jugendorchesters mit Türanhä;ngern von Haus zu Haus gehen und die Albstä;dter Musikfreunde einladen. Knapp 10000 Anhä;nger werden in Ebingen ausgehä;ngt. Dazu wird es noch ein Gewinnspiel geben.

vom Gemeinschaftskonzert Albstadt - Winnenden am 24.04.2010 bei Automobile Zollernalb
Doppelkonzert

zur Fotogalerie Winnenden-Albstadt



vom Herbstkonzert "Concerto grosso" in der Ebinger Festhalle

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Feuerwerk und irische Trä;ume

Stä;dtisches Orchester Albstadt macht seiner Reputation als Höchststufenensemble alle Ehre

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Albstadt-Ebingen. »Concerto Grosso« - so lautete das Motto des Herbstkonzerts, welches das Stä;dtische Orchester Albstadt am Samstag in der Ebinger Festhalle gab.

Das Programm, das die Ebinger Musiker unter anderem im Rahmen eines Workshops einstudiert und vorbereitet hatten, begann denn auch mit einem Werk, das vom Großmeister des »Concerto grosso« stammte: der »Feuerwerksmusik«, von Georg Friedrich Hä;ndel - sein Todestag jä;hrt sich 2009 zum 250. Mal - im Jahre 1748 komponiert. Mit einer lyrischen Einleitung, getragen gespielt von Klarinetten und Hörnern, setzte danach die »Ouvertüre für Harmoniemusik op. 24« von Felix Mendelssohn-Bartholdy ein -auch er ein Jubilar, vor 200 Jahren geboren. Dem langsamen Beginn folgten temperamentvolle Passagen von spritziger Rhythmik und virtuoser Melodik. Begeisterten Applaus erhielt anschließend Es-Klarinettistin Christine Mücke für ihr Solo in Hans Zanders »Capriccio«.
   »Auch in unserer Zeit gibt es neue Werke für Blasorchester, die ins Repertoire aufzunehmen sich lohnt« - mit diesen Worten kündigte Musikdirektor Mathias Mundl eine nicht alltä;gliche Komposition an, nä;mlich Rolf Rudins auf sechs Tönen aufgebautes Orchesterwerk »Der Traum des Oenghus«. Es erzä;hlt die irische Sage vom Königssohn Oenghus, der sich auf die Suche nach einem flötenspielenden Mä;dchen macht und es trotz Irrungen und Wirrungen am Ende findet. Die Musiker meisterten das schwierige Konzertstück, das 20 Minuten dauerte, souverä;n.
   Seit sechs Monaten sind die »Minis« des Stä;dtischen Orchesters in der musikalischer Ausbildung; nun durften sie eine Kostprobe ihres schon recht beachtlichen Könnens geben. Unter der Leitung von Christine Mücke spielten sie zuerst das »Ceremonial Prelude« und danach die »Londonderry Air« und »Meet The Flintstones«. Eine Zugabe hatten die Jüngsten natürlich auch vorbereitet, und eine Belohnung erhielten sie ebenfalls: Sie durften mitspielen, als das von Mathias Mundl dirigierte Jugendorchester das erste Stück seines Programms, »Fairytale«, anstimmte.
   Auch die Vereinsjugend nahm sich des Themas »Concerto Grosso« an. Im Medley »Herr der Ringe« stand die junge Trompetensolistin Meike Rola im Rampenlicht - es wurde ein Klasseauftritt. Weiter ging es mit »Introduction And Modern Beat« sowie »The Lord pf The Dance«. Den abschließenden Programmteil bestritt wieder das große Orchester. Zuerst erklang »That's A Plenty«, danach »Mah Na Mah Na« und schließlich »Funky Winds« von Otto Schwarz. Lang anhaltender Beifall war danach der Dank für eine Vorstellung von höchster Prä;zision.

vom Platzkonzert vor dem Rathaus am 19.05.2009

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vom Kirchenkonzert am 15.03.2009 in St.Josef

Eine Intensive Annä;herung an die Passion

Mathias Mundl führt Orchester zu außergewöhnlicher Leistung mit ungewöhnlicher Musik

Von Volker Schneider

Albstadt-Ebingen.Für ein Blasorchester ist die Passionsthematik kein alltä;gliches Repertoire. Mit einem gelungenen Konzert haben das Stä;dtische Orchester Albstadt und Musikdirektor Mathias Mundl erfolgreich Neuland betreten. Für Kontraste beim Auftritt in der Kirche St. Josef sorgten die unterschiedlichen Kleingruppen, die Glanzleistungen zeigten. Das Blechblä;serensemble eröffnete den Abend von der Empore aus mit zwei Intraden von Melchior Frank. Zwei sehr unterschiedliche, ausdrucksstarke Stücke - zum einen lyrisch, zum anderen leicht tä;nzerisch - bewä;ltigten die fünf Musiker souverä;n und waren danach bestens eingestimmt.
     Das Jugendorchester verbreitete Andachtsatmosphä;re mit einem arrangierten Werk von Johann Sebastian Bach sowie der »Air For Band« von Frank Erickson und dem »Canto a UNICEF« von Ferner Ferran. Dabei wirkten teilweise sehr junge Musiker mit, die alle mit großer Prä;zision, guter Intonation und einem großen dynamischen Spektrum musizierten.
Bild vergrößern      Die Klarinettengruppe fand einen bemerkenswerten Zugang zu Chorä;len aus Bachs Matthä;uspassion und trug Domenico Cimarosas Allegro moderato mit geradezu klassischer Natur und Leichtigkeit vor. Zwei Querflötistinnen harmonierten sehr gut in den kontrastreichen Sä;tzen der Triosonate cmoll von Georg Philipp Telemann, an der Orgel einfühlsam und differenziert begleitet.
     Das Orchester beschloss diesen ersten Teil mit zwei unterschiedlich ernsten Werken, die im Programmheft anschaulich erklä;rt waren.
Das Saxophonensemble nä;herte sich anschließend sehr intensiv der Passionsthematik - vor allem mit der »Spiritual Fantasia« von G.E. Holmes, die verschiedene Spirituals und andere Kirchenliedmelodien verarbeitete. Nach dem andä;chtigen »Jesus bleibet meine Freude« hatte das große Orchester seinen finalen Auftritt: »Der Leidensweg Jesu« von Dominik J. Del Ra ist eine plastische Darstellung des Leidensweges Jesu mit den Möglichkeiten eines Blasorchesters.
     Noch einmal zeigte das Orchester hohe Qualitä;t: Sä;mtliche Facetten des Ausdrucks, von der Andacht bis zur Eruption, unterschiedliche Klangfarben sowie alle Tempi wurden von den Musikern souverä;n bewä;ltigt.

     Der Fleiß hat sich ausgezahlt

     Dirigent Mathias Mundl hat gute und intensive Probenarbeit geleistet, und hatte neben den vielen fleißigen Musikern durch seine umsichtige, differenzierte und prä;zise Führung des Orchesters einen großen Anteil am Erfolg. Gemeinsam bescherten sie den Zuhörern ein ungewöhnliches Musikerlebnis.

von der Generalversammlung am 16.01.2009 in Heilig-Kreuz

Stä;dtisches Orchester setzt verstä;rkt auf die Jugend

Geschä;ftsführende Vorsitzende und Dirigent fordern mehr Engagement / Verdiente Mitglieder geehrt

Albstadt-Ebingen.     (max).
Mehr Werbung will das stä;dtische Orchester Albstadt machen. Bei der Hauptversammlung zog der Vorsitzende Gerhard Baldauf Bilanz. »Christine Mücke hat ihre Arbeit im ersten Jahr als geschä;ftsführende Vorsitzende gut gemacht«, so Baldauf.
     Das Jahr 2008 bezeichnete Mücke als positiv. Mit einem Fragebogen sei versucht worden, Probleme und Wünsche auszuloten. Das Ergebnis: »Motiviert sind alle, wirklich unzufrieden ist keiner. Nur wenige sind aber bereit, Verantwortung zu übernehmen«. Insgesamt wurden 120 Proben abgehalten, dazu kamen 91 Auftritte der Ensembles.
Bild vergrößern Einen ausführlichen Bericht gab danach Kassierer Oskar Rühlemann ab, und Jugendwart Norbert Hirt informierte darüber, dass Christine Mücke das Miniorchester von Ulrike Tsalos übernommen hat. Derzeit befinden sich zehn Jungmusiker in Ausbildung. »Wir hatten zwar Jugendwerbung, aber gemeldet hat sich niemand«, so Hirt. Nach seiner Erfahrung habe es sich gezeigt, dass die meisten Jugendlichen durch Mundpropaganda gewonnen würden.
     In seinem Dirigentenbericht dankte Matthias Mundl den Musikern, der Stadt und dem Ausschuss. Beim Wertungsspiel in Weitingen habe sich das Orchester in der Höchststufe den Juroren gestellt. »Wir machen gemeinsam Musik, das erfordert Engagement von jeden Einzelnen«, so Mundl.
     Gustolf Kohler überbrachte dann Grüße vom Kreisverband und ehrte Arthur Grochowski für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft. Nach 25-jä;hriger aktiver Mitgliedschaft wurden Peter Kuck, Markus Ruf und Christine Mücke zu Ehrenmitgliedern ernannt.
     Eine Ehrung gab es für besonderen Einsatz: Andreas Maucher wechselte von seinem Horn auf die Tuba, damit das Bassregister auch mal zweistimmig spielen kann. Bei den Neuwahlen wurde Kassierer Oskar Rühlemann kommissarisch für ein Jahr im Amt bestä;tigt; neue Jugendwartin ist Melanie Vosseler, Noten- und Instrumentenwartin ist Catherine Gruat.

vom Herbstkonzert am 22.11.2008 in der Ebinger Festhalle

Musikalischer Ritt durch die Lande

Stä;dtisches Orchester Albstadt verdient sich Beifall beim Herbstkonzert mit selten Gehörtem und leichter Hand

Von Karina Eyrich

Albstadt-Ebingen. »Ausgerechnet heute muss es Winter werden«, schimpfte einer der Zuhörer beim Herbstkonzert des Stä;dtischen Orchesters Albstadt. Er fand wohl auch: Die Musiker hä;tten mehr Zuhörer verdient gehabt.
»Klingende Landschaften« lautet das Motto, wä;hrend draußen leise der Schnee rieselt. Und wie sie klingen: Gleich nach der »Morgenstimmung« aus »Peer Gynt« erzä;hlen Mathias Mundl und seine Musiker in der »Suite Française« von den schönsten Seiten des Nachbarlandes, in den Sä;tzen »Normandie« und »Bretagne«, wo Wind und Wetter in jeder Note mitschwingen, im Satz über die »lle de France«, wo das lebendige Treiben in und um Paris von quicklebendigen Querflöten und rasenden Trommelschlä;gen nacherzä;hlt wird. Und im getragenen »Alsace-Lorraine«, schwer wie tiefroter Wein. Zum Schluss treiben wieder die Querflöten die anderen Instrumente voran Richtung »Provence«, im tiefen Süden, wo es sich leicht lebt sogar die tief gestimmten Blasinstrumente fangen da an, zu jubilieren.

Beim Oboensolo halten auch die Kollegen inne

Bei den »Variationen über ein Thema von Glinka« halten zeitweise nicht nur arrangementgemä;ß sä;mtliche Musiker inne, sondern auch den Atem an, um das hinreißende Oboensolo von Martin Thorwarth in voller Schönheit genießen zu können. Bild vergrößern Ganz sicher wissen sie, dass sie bei der Suite von »Hymn Of The Highlands« alle Kraft brauchen. Angesichts der temporeichen, akzentuierten Notenfolge muss Mathias Mundl seine Musiker punktgenau durch das Stück führen. Bei der Auswahl der Musik hat Mundl ein ebenso sicheres Gespür bewiesen, wie spä;ter beim Dirigat: Nichts, das man schon 100 Mal gehört hä;tte - nichts, mit dem sich das Orchester seinen Beifall leicht verdienen könnte. Wie die barbarischen Schotten in ihren Schlachten geben die Musiker alles, als sie ins musikalische Hochland ziehen: galoppierende Pauken, übermütige Hörner, angriffslustige Tuben, siegessichere Trompeten.

Die Werbung für die Ausbildung vor dem Auftritt des Jugendorchesters hä;tte Mundl sich sparen können, denn die Klasse der jugendlichen Musiker spricht für sich. Mit leichter Hand und Spielfreude interpretieren sie »Selections From Tarzan«, und im Dschungel geht's so bunt zu, wie auf der Bühne mit elf Instrumenten und 27 Aktiven. Wie wohltuend, dass die Jungmusiker ihr Publikum nicht nur zu einem »Celtic Ritual« und den »Piraten der Karibik« mitnehmen, sondern mit »Jamaica Fairwell« auch karibische Urlaubsatmosphä;re ins eiskalte Albstadt holen.

»Des großen Kurfürsten Reitermarsch« lä;utet den letzten Akt ein, und Mundl verrä;t, dass Pauken und Trompeten die wichtigsten Instrumente waren, wenn zur Schlacht geblasen wurde. In der Tat: Es ist ehrfurchteinflößend, wie das Orchester die Wä;nde erzittern lä;sst. Noch beim Nachbeben springt Mundl der Takt-stock aus der Hand: »Kommt vor!« Für die Aufführung des Strauß-Walzers »An der schönen blauen Donau« hat Mundl ein besonders schönes Arrangement von Marco Tamanini gewä;hlt, und beim »Dschungelbuch« zum Schluss wird den Musikern nochmals alles abverlangt, was sie an Prä;zision zu bieten haben. Nix da von wegen: »Probier's mal mit Gemütlichkeit« - Einsatz ist gefragt, bis zum fulminanten Ende, das mit Zugaben noch ein bisschen hinausgeschoben wird.

vom Kirchenkonzert in Laufen am 09.03.2008

Klangtechniken der ungewohnten Art

Harmonie Laufen und ihre Gä;ste bescheren dem Publikum beim Benefizkonzert ein Hörerlebnis

Von Sabine Kappe

Albstadt-Laufen. Musik genießen und zur Ruhe kommen - das konnten die Besucher des Benefizkonzertes am Sonntagabend in der evangelischen Kirche in Laufen.

Unter dem Motto »Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt« prä;sentierten die Gesangvereine Harmonie Laufen und Liederlust Ennetach sowie das Stä;dtische Orchester Albstadt einen kirchenmusikalischen Abend der ganz besonderen Art.


Bild vergrößern »Wir bekommen das Motto des Abends heute in Worten und Tönen zu hören«, stimmte Pfarrerin Martina Kugler die Besucher in der voll besetzten Laufener Kirche auf das Kommende ein. Die rund 80 Sä;ngerinnen und Sä;nger sowie über 40 Musiker beeindruckten bereits mit dem ersten Stück »Jesus bleibet meine Freude« von Johann Sebastian Bach. Unter der Leitung von Hans-Peter Merz brachten die Chöre die Motette »Der Mensch lebt und bestehet«, »Sancta Maria«, »Wer unter dem Schirm des Höchstens sitzet« sowie »Wie groß bist Du« zu Gehör. Eindrucksvoll zeigten die Sä;nger dabei ihr Können.

»Bleicher Mond« lautete der Titel der Komposition, mit der das Stä;dtische Orchester ein nä;chtliches Bild im Mondlicht zeichnete. »Eine stille, wenig spektakulä;re Klangwelt öffnet sich demjenigen, der sich öffnen will«, stand im Programmblatt. Besonders bemerkenswert waren dabei verschiedene Klangtechniken wie der Einsatz des geflüsterten Wortes oder das tonlose Hineinblasen ins Instrument - für viele der Besucher ein völlig neues Hörerlebnis. Mathias Mundl, Musikdirektor und Leiter des Stä;dtischen Orchesters, hatte die Zuhörer bereits vor Beginn darauf eingestimmt, den Gedanken wä;hrend des rund 15-minütigen Stückes freien Lauf zu lassen. Es eigne sich hervorragend zur Reflexion und passe somit bestens zur Fastenzeit.

Zum Abschluss des Benefizkonzertes traten Sä;nger und Musiker nochmals gemeinsam auf. Mit dem »Gospel Train« schlugen sie fetzige Töne an. Das »Amen« aus »Der Messias« von Georg Friedrich Hä;ndel bildete den würdigen Abschluss des Konzertabends.

Stehende Ovationen belohnten Chöre und Orchester.Eine Zugabe durfte daher nicht fehlen und so nahmen die Protagonisten ihre Zuhörer nochmals mit auf eine Reise im »Gospel Train« - das Publikum klatschte begeistert mit. Die Spenden des Abends fließen in die Renovierung der Laufener Kirche.

von der Generalversammlung am 22.01.08

Christine Mücke tritt Bernd Vosselers Erbe an

Stä;dtisches Orchester Albstadt wä;hlt eine neue stellvertretende Vorsitzende

Von Maximilian Bantle

Albstadt-Ebingen. Das Stä;dtische Orchester Albstadt hat bei seiner Jahrehauptversammlung drei Vorstandsposten neu besetzt. Zur Nachfolgerin des stellvertretenden und geschä;ftsfuhrenden Vorsitzenden Bernd Vosseler wurde die bisherige Organisationsleiterin Christine Mücke gewä;hlt. Mücke wird ihrerseits von Ingrid Kobler im Amt beerbt; den Posten des Schriftführers, den bisher Kurt Meboldt innehatte, übernimmt Reinhard Wessner. Zum Kassenprüfer wurde Markus Ruf bestellt.
Bild vergrößern    Vosseler, der an diesem Abend zum letzten Mal seines Amtes als stellvertretender Vorsitzender waltete, hatte zu Beginn der Versammlung den Reigen der Tä;tigkeitsberichte mit dem musikalischen Rückblick eröffnet. 2007, so sein Fazit, sei ein erfreuliches Jahr gewesen, an dessen Ende insgesamt 129 Proben und 93 Auftritte zu Buche gestanden hä;tten. Die Sommerserenade »Eine amerikanische Nacht« sei trotz des schlechten Wetters ein großer musikalischer Erfolg mit großer öffentlicher Resonanz gewesen: Drei Höchststufenorchester und ein Projektorchester an einem Tag und bei ein und der selben Veranstaltung zu hören, das sei nur in Albstadt möglich. »Auf hoher See«, der Beitrag des Stä;dtischen Orchesters, sei anspruchsvoll und die Intepretation sehr überzeugend gewesen.
   Weitere Höhepunkte des Jahres: das Herbstkonzert mit dem Motto »Broadway Impressionen«, der Erfolg des Jugendorchesters beim Wertungsspiel und die Gründung des Miniorchesters. Wermutstropfen waren in Vosselers Augen der nicht befriedigende Besuch der Proben zu Anfang des Jahres, vor allem aber der finanzielle Verlust, den das schlechte Wetters den Veranstaltern des Serenadenkonzerts eintrug. Abschließend bedankte sich Vosseler bei seinen Mitstreitern, vor allem aber beim Dirigenten Mathias Mundl. Seine musikalischen, organisatorischen und menschlichen Fä;higkeiten hä;tten den Verein gestä;rkt und vorangebracht; trotz seiner Verpflichtungen an der Musikschule Winnenden könnten sich die Musiker des Stä;dtischen Orchesters glücklich schä;tzen, weiterhin von ihm dirigiert zu werden. Mundl gab das Lob zurück: »Es macht riesigen Spaß hier.«
   Wie Oskar Rühlemann mitteilte, schreibt der Verein trotz der defizitä;ren Sommerserenade schwarze Zahlen. Die Kassenprüfer Reiner Benkler und Maximilian Bantle bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung; die Entlastung war Formsache.

EHRUNGEN

Langjä;hrige Mitglieder hat das Stä;dtische Orchestwer Albstadt bei seiner Hauptversammlung geehrt. Für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde Wolfgang Cyris ausgezeichnet, seit 25 Jahren gehört Heidi Pietsch dem Ensemble an, seit zehn Jahren sind Simone Endlichhofer und Carina Flad dabei. Jonathan Dörrer hat die D3-Prüfung bestanden, Christina Merz die D2-Prüfung, Carolin Adis und Theresa Baldauf die D1-Prüfung. Die fleißigsten Probenbesucher waren Desirée Brösamle, Rudolf Kramer und Catherine Gruat, die jeweils einmal fehlten.



Vom Herbstkonzert am 24.11.07 in der Festhalle Ebingen

Der Trommelkönig heißt Mundl

Stä;dtisches Orchester zeigt in den » Broadway Impressionen« alle Facetten seines Könnens

Von Klaus Hetges

Albstadt-Ebingen. Wenn Mathias Mundl und das Stä;dtische Orchester Albstadt ein Thema aussuchen, dann passt sogar die Zugabe - diesmal war es »America« von Leonard Bernstein, und es standen »Broadway Impressionen« auf dem Programm.

Melodien aus der Welt des Musicals und des Films bot das Stä;dtische Orchester am Samstag in seinem Herbstkonzert. Auch diesmal erscheint es müßig, bei diesem Ensemble Intonation, Tempi, Rhythmik, gestaltende Auslegung der Partitur - Agogik - oder ä;hnliche musikalische Parameter zu hinterfragen. Da stimmt halt der Gesamteindruck, angefangen bei der ä;u&szligeren Disziplin, ebenso wie die Einzelheiten - und so war es auch diesmal ein Genuss, sich zurückzulehnen und sich in die Musik »hineinfallen« zu lassen.
Bild vergrößern    Was bei der Theaterouvertüre »Curtain up!« ä;hnlich leicht fiel wie beim Musical-Querschnitt aus dem »König der Löwen«. Schon befand man sich in der Broadway-Glitzerwelt von Show, Theater und Film. Dann das Miniorchester, dem derzeit zwölf ganz junge Musiker angehören. Unter der Leitung von Ulrike Tsalos finden die Kleinsten zum Zusammenspiel in der Gruppe - und klangen schon recht tonrein und rhythmisch sattelfest bei bekannten Melodien wie etwa dem »German Waltz«, landlä;ufig als »Oh du lieber Augustin« bekannt. Zusammenspiel muss man lernen, das gibt den homogenen, dichten Orchesterklang von morgen.
Der Swing vom Tanztee kommt zu Konzertehren
   Den Beweis erbrachte das Jugendorchester, vor Jahren noch selber »Minis«: Da »fetzte« es gleich mit allen Stimmen bei den »Movie Blockbusters«: »Mission impossible «, »Titanic«, »Zorro's Theme« - das sind die Filmthemen, mit denen sich die jungen Ebinger Musiker identifizieren können. In den »Voices of the Sky« zeigten sie dann Gefühl für ihre Instrumente, galt es doch, Stimmungen und Farben des Himmels zu »malen«. Dann noch einmal Filmmusik, das Medley »Die Chroniken von Narnia«.
   Nach der Pause dann die Bigband des Stä;dtischen Orchesters. Eine gute Idee, diese Facette des Ebinger Repertoires, normalerweise nur von traditionellen Tanztees her bekannt, einmal auch dem Konzertpublikum zu prä;sentieren. »It Do'nt Mean A Thing, If It Ain't Got That Swing«, Swing vom Feinsten, der Erinnerungen an Duke Ellington und Ella Fitzgerald wach rief. Da überraschte eine warm timbrierte junge Stimme mit geschliffener Aussprache: Anne Lisa Wiesinger, Debütantin in Ebingen, passte sich gut in die 18 swingenden Instrumentalisten ein, auch in »Fly Me To The Moon«. Als »King Of Timbales« agierte Mundl, diplomierter Schlagwerker, höchstpersönlich an den kleinen kubanischen Trommeln.
   Umbau zum Finale: Querschnitt aus Webbers »Evita« mit dem Höhepunkt »Don't Cry For Me Argentina«, einfühlsam interpretiert und szenenecht vom Balkon gesungen von Anne-Lisa Wiesinger. Sie mimte auch die Sissi aus dem Musical »Elisabeth«: Für »Ich gehör nur mir« erntete sie langen, begeisterten Beifall.
Weicher Klarinettenton und heißes Saxophon
   Der große symphonische Querschnitt aus Richard Rodgers' Musical »Oklahoma« verlangte dem Orchester noch einmal Stehvermögen ab. Von Solisten wie Anja Endlichhofer, Markus Ruf oder Wolfgang Lederer war am Ende eines solchen Programms noch Ansatz gefragt, wenn sie das Leitmotiv der »Broadway Impressionen« variierten: mit weich aufsteigendem Ton und langem Atem die Klarinette, locker swingend die Trompete und mit »heißer Kanne« das Saxophon. Sie seien stellvertretend genannt für viele andere virtuose Solisten des Abends.



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Von der Sommerserenade am 21.07. 2007 vor / in der Ebinger Festhalle

Gut gelaunt gegen das Donnergrollen

Erste Albstä;dter Sommerserenade wird vom Regen überrascht - und geht trotzdem nicht baden

Von Karina Eyrich

Albstadt-Ebingen. Der Satz »Es hä;tte so schön sein können, hä;tte das Wetter mitgespielt« trifft nicht zu. Es war schön, es war gigantisch, was die drei Albstä;dter Stadtorchester am Samstag auf die Beine gestellt haben.

Der Improvisationskunst der Helfer war es zu verdanken, daß der Hauptteil der ersten Sommerserenade fix vom Platz vor der Schloßberrealschule in die Festhalle verlegt werden konnte.
   Moderator Roland Heck animierte die Zuhörer in der vollbesetzten Halle, sich die laue Sommernacht mit flirrender Hitze »und einem Schuß Erotik« einfach vorzustellen - bei dieser Musik war das nicht schwer.
   »Eine amerikanische Nacht« bescherte das Projektorchester mit Musikern des Stä;dtischen Orchesters Albstadt, des Musikvereins Onstmettingen und der Stadtkapelle Tailfingen seinem Publikum. Mit George Gershwin entführte es die Zuhörer in den tiefen Süden und die afroamerikanische Welt von »Porgy & Bess«.
   In Leonard Bernsteins »Candide Suite« ließ es die »beste aller Welten« entstehen und bei der »Rhapsody in Blue« setzten die Solisten Jochen Ferber, Piano; und Holger Huntgeburth; Klarinette, effektvolle Akzente mit fantastischen Soli.

   Mit Sigrun Backu über den Regenbogen

   Nach einer Pause wurde es noch heißer - und das betraf nicht nur die Luft in der Festhalle. Sigrun Backu verführte mit rauchiger Altstimme zum Spaziergang über den Regenbogen - »Over The Rainbow« - wie einst Judy Garland. Schöne alte Klassiker - »But Not For Me« oder »There's No Business Like Show Business« - animierten zum Mitschwelgen. Und die Solisten, darunter auch Wolfgang Lederer, Saxophon, und Eberhard Budziat, Posaune, glä;nzten vor dem Hintergrund des gut gelaunt aufspielenden Projektorchesters, das Mathias Mundl, Günter Flumm und Clemens Berger abwechselnd dirigierten.

   »Das Boot« schwimmt noch auf dem Trockenen

   Die drei Dirigenten hatten das Publikum seit dem Nachmittag eingestimmt auf den Höhepunkt. »Das Boot« schwamm noch auf dem Trockenen, als Mathias Mundl mit dem Stä;dtischen Orchester Albstadt das Programm eröffnete. Fröhlicher als bei der bedrohlich düsteren Filmmusik Klaus Doldingers plä;tscherte das Meer in Frigyes Hidas' »Save The Sea«, bei dem Querflöten besonders gut zu tun hatten - das Publikum sollte die tanzenden Wellen schließlich hören.
   Danach nahmen Mundl und seine Musiker die Zuhörer auf »Die große Seefahrt 1492 - Kolumbus« mit im beeindruckenden Werk von Pavel Stanek.
   Temperamentvoll legten anschließend Günter Flumm und der Musikverein Onstmettingen mit bekannten Filmmelodien los. Sie führten die Zuhörer auf den »Exodus« ins gelobte Land und mit »Star Wars« in die Fantasiewelt, mit den »Glorreichen Sieben« durch die Prä;rie, mit Lalo Schifrin auf eine »Mission Impossible« und mit Bill Contis Hymne »Gonna Fly Now« in den Boxer-Olymp.

   Gute Laune unter dem Poncho

   Mit kraftvollen Werken wie John Williams' »Schindlers Liste« und »Symphonic Marches« sowie Henry Mancinis »Moon River« unterstrich das Orchester seine symphonischen Qualitä;ten.
   Dann kam der Regen und kurz nach ihm die Stadtkapelle Tailfingen. Clemens Berger nahm's leicht und schwang den Taktstock unterm Regenschirm, wä;hrend seine Musiker bei ihrem südamerikanischen Programm mit Percussion und Pauke unverdrossen gegen Donnergrollen am Himmel anspielten. Mit trotzig guter Laune servierten die Musiker die »Miniatures Brasileiras«, »Los Cordilleras de los Andes«, Alfred Reeds »Second Suite«, »Mas Que Nada« und »Song And Samba« von Luiz Bonfa.
   Die Zuhörer taten mit: Sie streiften sich die Regenponchos - vorher verteilt - über, spannten Schirme auf und ließen sich die Laune nicht vermiesen. Das hervorragende Catering mit Canapés und Spießchen sowie einer großen Weinauswahl taten ein übriges, um die Regenwolken vergessen zu machen.

INFO

(key). Warum haben das Stä;dtische Orchester Albstadt, der Musikverein Onstmettingen und die Stadtkapelle Tailfingen in anderthalbjä;hriger Vorbereitung dieses gigantische Programm auf die Beine gestellt? »Die Stadt möchte, daß die Orchester zusammen arbeiten«, erklä;rt Mathias Mundl, Dirigent des Stä;dtischen Orchesters. »Und: Die Orchester sollen heraus aus der Blasmusikecke«.

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Von der Generalversammlung am 26.01.07

Vom »Hupkonzert« zu Reger und Mozart

Das Stä;dtische Orchester Albstadt ist mit dem Vereinsjahr 2006 sehr zufrieden

Von Maximilian Bantle

Altstadt-Ebingen. Eine günstige Bilanz des vergangenen Vereinsjahres hat das Stä;dtische Orchester Albstadt beiseiner Jahreshauptersammlung im Gemeindesaal Heilig Kreuz gezogen. Nach der Begrüßungsansprache des Vereinsvorsitzenden Gerhard Baldauf erstattete dessen Stellvertreter Bernd Vosseler einen Rechenschaftsbericht, in dem von einem anhaltenden Aufwä;rtstrend die Rede war.100 Proben und 91 Auftritte stünden zu Buche, und mit dem »Hupkonzert rund ums Auto« habe Musikdirektor Mathias Mundl einen neuen Weg beschritten. Bild vergrößern Das Musical »Freude« schließlich, welches das Jugendorchester, ein fast 100-köpfiger Schülerchor und Solisten der Musik- und Kunstschule aufführten, sei die erfolgreichste Veranstaltung des Stä;dtischen Orchesters seit dem Jubilä;umsjahr 2001 gewesen. Die Teilnehmer der Amsterdamreise lernten Bastiaan Blomhert persönlich kennen, der Max Regers »Variationen über ein Thema von Mozarts Opus 132« eigens für das Stä;dtische Orchester arrangiert hat. Blomhert war dann seinerseits beim Herbstkonzert des Stä;dtischen Orchesters.

Oskar Rühlemann vermeldete schwarze Zahlen. Das Jugendorchester hat, wie Kerstin Metzler berichtete, derzeit 26 Mitglieder. Musikdirektor Mathias Mundl rief seine Musiker auf, weiter an der Qualitä;t ihres Spiels und der der Ensembles zu arbeiten.

Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow bekundete in seinem Grußwort Vorfreude auf die Open-Air-Veranstaltung der drei Albstä;dter Höchststufenorchester im Juli, Heiko Peter Melle, Geschä;ftsführer des Blasmusik-Kreisverbands, lobte die Stadt im Gegenzug dafür, dass sie nicht nur die »Drei Großen«, sondern auch kleineren Albstä;dter Orchester fördere.

Anschließend ehrte Melle Bernd Vosseler für 20 Jahre und Thilo Frizenschaf für zehn Jahre Vereinsmitgliedschaft. Die D-1-Prüfung haben Pascal Winkler, Benedikt Bodmer, Manuel Hä;usler, Christina Merz und Denis Mayer bestanden, die D-2-Prüfung Tobias Brösamle, Desirée Brösamle und Jonathan Dörrer, die D-3-Prüfung Meike Rola. Die zuverlä;ssigsten Probenbesucher waren Tobias Brösamle, Rudolf Kramer und Steven Dos Santos, die je einmal fehlten; für besonderen Einsatz wurde Catherine Gruat geehrt.

Die Neuwahlen brachtenfolgendes Ergebnis: Vorsitzender ist auch künftig Gerhard Baldauf, Noten- und Instrumentenwartin Heidi Pietsch, Organisationsleiterin Christine Mücke, Mitglied z. b. V. Peter Kuck und Jugendvertreterin Kerstin Metzler. Die Kasse prüft im neuen Vereinsjahr Maximilian Bantle.



über das Herbstkonzert in der Festhalle am 25.11.06

Tupper wird zweckentfremdet


Stä;dtisches Orchester spielt beim Herbstkonzert in Ebingen »Gehörtes verä;ndert«

Von Gottlob Gerstenecker

Albstadt-Ebingen. Sechzig Musikerinnen und Musiker, rote Jacketts, Damen mit Tuch. Herren mit Fliege in der renovierten Ebinger Festhalle - beim Herbstkonzert des Stä;dtischen Orchesters Albstadt fühlte man sich gut sowohl im Frack als auch im Pullover.

Der Saalschmuck ist fast entbehrlich, Architektur, Orchester, Zuhörer sind lebendige Teile eines schmuckvollen Ganzen. Nach den Big-Ben Schlä;gen eröffnen die Musiker mit der Fanfare »A Festival Anthem« von Franco Cesarini, selbst Flötist und Leiter der Stadtjugendmusik Zürich. Die Big-Ben-Melodie hat er mit dem Fanfarenthema zu einem anspruchsvollen Werk verarbeitet, das Interesse weckt, anregt und schon mal einstimmt auf das Motto des Abends: »Gehörtes verä;ndert«.
Bild vergrößern So wie bei Max Regers Variationen über ein Thema von Mozart. Die Mozart-Variationen gehören zu seinen berühmtesten Werken. Aufbereitet für Blasorchester hat sie Bastiaan Blomhert. Dies ist die Erstaufführung. Der Arrangeur sitzt unter den Zuhörern. Hans Peter Merz stellt am Klavier das Hauptthema vor, Musiker ergä;nzen das Gesprochene mit den passenden Klä;ngen bis zur achten Variation: Chromatische Fantasie, ä;hnlich einer Dichtung.

Dann das Werk: Klarinetten und Trompeten spielen das Thema, weich, fließend, ausdrucksvoll. Unmerklich werden Akzente gesetzt, Verä;nderung geschieht - wie wenn man mit dem Thema im Gepä;ck auf eine weite Reise geht. Wechselnde Tempi, melodiös, rhythmisch, voller Klang; das Orchester, geführt vom Dirigenten malt akustische Bilder.

Immer wieder taucht das Thema auf; zart, voll, heiter, dunkel, getragen, betont, schmetternd - dynamischer Facettenreichtum im Werden und Vergehen. Zum Schmelzen, wenn eine Klarinette führt und die Holzblä;ser zart mit vielstimmigem Akkord einfallen, oder die verhalteneTrompete ertönt und dann wieder der volle Klang.

Nach der Pause ist das Jugendorchester an der Reihe. Sie geben eine flotte Eröffnung mit bekannten Weisen: »Beach Boys on Stage« von John Moss, »Yorkshire Ballade« von James Barnes und »Highlights from Shrek 2« von Michael Brown. Die jugendlichem Musiker sind voll bei der Sache, in den stimmungsvollen Passagen konzentriert, im Forte im Element.

Darauf folgt Kees Vlacs »Rhapsodie Provencale«, wieder vom vollen Orchester: Das einstimmige Eingangsthema fä;chert sich auf. Instrumenten gruppen greifen Aspekte auf, neue tä;nzerische Melodie entstehen. das Tempo zieht an, Fanfarenstöße, Pauken, Becken und ein grandioser Schluss. Dann kommt Action auf der Bühne. Zwei schwarz gekleidete Herren mit Hut und Koffer. Jonathan Dörrer packt Sandpapier aus, Pascal Winkler Tupperschüsseln. »Sandpaper Concerto« von Norman Tailor mit integriertem Schmirgel und Tupperschüsselklopfduett steht auf dem Programm. Gehörtes verä;ndert halt.

Am Ende klatschen die Zuhörer begeistert. MathiasMundl bedankt sich. Als Zugabe spielt das Orchester »Somewhere over the rainbow«, doch als der Applaus nicht abebbt, gibt es noch ein Kontrastprogramm: »It's my life« von Bon Jovi.

über das Kirchenkonzert in der Martinskirche am 02.07.06

Eine Gratulation nach Noten

Stä;dtisches Orchester Albstadt gibt Benefizkonzert in der Martinskirche

Von Markus Ammann

Albstadt-Ebingen. Die Ebinger Martinskirchengemeinde feiert das 100-jä;hrige Bestehen ihres Gotteshauses - das Stä;dtische Orchester Albstadt gratulierte mit einem Benefizkonzert.

Das Programm, das Dirigent Mathias Mundl zusammen gestellt hatte, begann mit der »Jubilee Overture« von Philip Sparke. Der 1951 geborene Brite zä;hlt zu den populä;rsten lebenden Bild vergrößernBlasorchesterkomponisten; seine 1984 uraufgeführte Jubilee Overture gefä;llt durch festliche Blechblä;serfanfaren, virtuose rhythmisehe Wendungen und eine kontrastreiche Instrumentierung. Von Sparkes hollä;ndischem Altersgenossen Jan de Haan stammte das nä;chste Stück »Inspiration«, eine Auftragskomposition von 1993, in der ein A-Thema in phrygischer Tonart auf subtile Weise mit einem rassigen B-Thema alterniert. Der rhythmische Schlussteil baut auf dem A-Thema auf; indes kehrt dasB-Thema als Ganzes nochmals zurück. Das Werk kulminiert in einem Fortissimo, dem ein effektvolles Trompetensolo von der Empore vorausgeht.
Die englische Musik erlebte im 17. Jahrhundert eine Blütezeit; ihr bedeutendster Vertreter war der als »Orpheus Britannicus« gerühmte Henry Purcell. Das Stä;dtische Orchester spielte eine von Albert Loritz arrangierte Suite, die je zwei Sä;tze aus Purcells Schauspielmusiken zu »The Double Dealer« und »Abdelazer« vereint.
Es folgte das Stück »Et in terra pax« des 1956 geborenen belgischen Komponisten Jan Van der Roost, dessen Leitmotiv die Vokalpassage »Et in terra pax« - auf Deutsch »Und Frieden auf Erden« - ist. Melanie Vosseler trug das dazugehörige Gedicht von Antoine de Saint-Exupery - »Der Friede istw ie ein Baum« - vor.
Tiefe Frömmigkeit und Fröhlichkeit kommen in Barry Forgies Bearbeitung des Spirituals »Swing low, sweet chariot« zum Ausdruck. Vom Komponisten, Arrangeur und Klangregisseur Jacob de Haan stammt das Werk »Choral Music«, dessen Melodie einemKirchenlied des Barockkomponisten Johann Schop, »Sollt ich meinem Gott nicht singen«, entlehnt ist. Das kontrastreiche Stück ist aber keine Choralbearbeitung im herkömmli- chen Sinn: Einer rasanten Eröffnungspassage und mehreren thematischen Hinweisen folgt die Choralmelodie in ihrer ursprünglichen Form. Danach findet sich der Choral in einer Toccata wieder.
Den Schlusspunkt setzten Prä;ludium und Choral »Nun danket alle Gott« in der Bearbeitung von Roland Kernen, bekannter unter dem Künstlernamen André Waignein. Der Erlös des Konzerts wird in soziale Projekte investiert, die die Martinskirchengemeinde im Jubilä;umsjahr fördert.

über das Herbstkonzert in der Festhalle am 19.11.05


Musik verhilft Gegensä;tzen zur Einheit
Stä;dtisches Orchester Albstadt brilliert unter Leitung von Mathias Mundl in Ebinger Festhalle
Jugend mit von der Partie

Von Klaus Gampp


Albstadt-Ebingen. Zumeist waren es die angloamerikanischen Melodien, mit denen das Stä;dtische Orchester Albstadt beim Herbstkonzert am Samstag in der Ebinger Festhalle unter dem Titel "Gegensä;tze?" brillierte.
Bild vergrößern Die musikalische Leitung hat Mathias Mundl. Der Ebinger Dirigent hatte bewusst moderne Musikliteratur den ä;lteren Notenblä;ttern gegenüber gestellt und hatte beim Publikum damit Erfolg. Bestes Beispiel beim Auftritt der Blechblä;ser war "Concertino" für Violoncello, meisterlich vorgetragen von Hans-Hinrich Renner, seit vier Jahren Lehrer an der Musikschule Albstadt. Mit den vier Sä;tzen des "Concertos" verzauberte der Musiker das Publikum.
Bewusst hat der Ebinger Dirigent hinter "Gegensä;tze" ein Fragezeichen gestellt, dem wä;hrend des Spiels der Instrumente große Bedeutung zukam, vereinigten sich doch die musikalischen Gegensä;tze zu einem Ganzen und zu einem beeindruckenden Musikerlebnis.
Bei "Surround Sound" erlebten die Besucher Gegensä;tze in rä;umlicher Hinsicht, indem die Instrumentalisten auf der Bühne wie auch auf der Galerie spielten. Gegensä;tze emotionaler Art schilderte das zwölfminütige Werk "Cinemascope", bei dem typische Filmszenen klanglich umgesetzt waren.
Einer der wenigen an diesem Abend gespielten deutschen Komponisten, Klaus-Peter Bruchmann, stellte dem Orchester die Aufgabe, Gegensä;tze zu verbinden, wobei das Blasorchester Albstadt zum Violoncello, gespielt von Hans-Hinrich Renner, "himmlische Sphä;renklä;nge" erklingen ließ. Die vier einzelnen Sä;tze wurden zum Meisterwerk.
Das Jugendorchester spielte sich mit "Pink Panther" und der "Familie Feuerstein" in die Herzen der Blasmusikliebhaber, dann als Gegensatz ein "Wildwestvortrag". Auf das nachfolgende "Take it easy" folgte begeisterter Beifall.
Peter Buck, Tobias Oßwald, Oskar Rühlemann, Markus Ruf, Claus Schulz und Stefan Schleich als "BrassEnsemble" verführten melodisch zum Trä;umen. Den Gegensatz von Arm und Reich setzte das Orchester mit "Robin Hood, König der Diebe" musikalisch um. Mit Bernsteins "Vier Tä;nzen" aus der West Side Story, Chuck Mangiones "Children of Sanchez" und mehreren Zugaben endete das gelungene Konzert.


über das Wertungsspiel am 02.07.05 in Kornwestheim


ALBSTADT-EBINGEN


Erfolg aus eigener Kraft


Albstadt-Ebingen. "Sehr guten Erfolg" in der Kategorie Höchstufenorchester bekam das Stä;dtische Orchester Albstadt beim Wertungsspiel in Kornwestheim für seinen ausdrucksstarken und fast fehlerfreien Vortrag von den drei Juroren bescheinigt.

Als Selbstwahlstück hatten die Albstä;dter im Kornwestheimer Kulturhaus die "Festive Overture" von Dmitrij Schostakowitsch, als Wahlpflichtstück "Cinemascope" von Herbert Marinkovits gespielt. Vor allem letzteres Werk mit seinen sechs kontrastierenden Szenen, seinen vielen Soli und seiner ausgefallenen Instrumentation begeisterte das Publikum und nötigte der Jury um Landesblasmusikdirektor Franz Barthold Hochachtung ab.

Erfreulich aus Sicht des Orchesters ist es, dass es die anspruchsvolle Besetzung fast zu 100 Prozent aus den eigenen Reihen stellte. So wechselte eine der drei Oboistinnen an den Flügel, eine Flöte wurde mit dem Englischhorn vertauscht, und auch Bassklarinette, Fagott und Kontrabass waren besetzt.

Im Bereich Perkussion - von 51 Musikern waren nicht weniger als sieben Schlagzeuger und Perkussionisten - war von den Pauken über das Marimbaphon bis hin zu den Röhrenglocken fast alles vertreten.

Dies sei ein Verdienst von Musikdirektor Mathias Mundl, selbst Diplomschlagzeuger und Lehrer an der Musik- und Kunstschule Albstadt, so das Orchester. Viel wichtiger als die Note sind ihm freilich die Früchte der fast viermonatigen Vorbereitungszeit.

Weitere Informationen

www.staedtisches-orchester-albstadt.de




über das Konzert in der Friedenskirche am 14.03.05


Passion Christi zum Finale
Das Stä;dtische Orchester Albstadt begeistert beim Konzert in der Friedenskirche

Von Klaus Gampp

Albstadt-Ebingen. Kaum war der letzte Ton am Sonntag in der Ebinger Friedenskirche verklungen, bebte das Kirchenschiff wegen des Beifalls. Das Stä;dtische Orchester Albstadt hatte die Zuhörer begeistert. Bild vergrößern

Mathias Mundl und seine Orchestermitglieder zeigten sich in Spiellaune. Sie begannen mit dem "Festlichen Prä;ludium" von Karl Gertis, dem "Jerusalem" von Charles Hubert Parry folgte. Zum Blechblä;servortrag gehörte auch Josef Haydns "Gloria" aus der "Lord Nelson-Messe".

Bravourös das Jugendorchester, das mit Stephan Bullas "Jubilaoso" und Elton Johns "Candle in the Wind" viel Beifall hervorrief wie auch mit Jeremiah Clarkes "Trumpet Voluntary". Die vom Gesamtorchester vorgetragene "Festliche Ouvertüre" von Dimitri Shostakovich wurde zum furiosen Werk, das mit seinen langen ausgedehnten Melodien und pulsierenden Rhythmen Anerkennung verdiente.

Der Liebreiz der Klarinetten wurde bei "Caprice" von Clare Grundmann, der "Fuge c-moll" von Bach sowie dem "Allegro vivace" aus der "Suite für vier Klarinetten" hörbar, wobei den Solisten besonderes Lob zukommt. Ein harmonischer Zusammenklang bildete Franz Biebls "Ave Maria", zugleich einer der Glanzpunkte des Konzerts. "Angelus Domini nontiavit Mariae", von den Orchestermitgliedern gesanglich vorgetragen und instrumental vollendet gespielt, zeigte die Klangfülle des Konzertes auf. Telemanns Konzert für vier Flöten und Haydns "Serenade", vom Flöten-Ensemble gespielt, gelang ebenso wie die Vorträ;ge des Saxophon-Ensembles mit "Oriental Dance", "Adagio op" und "Song for Tony". Das Finale gestalteten das Jugendorchester und das Blasorchester zusammen, und zwar mit der "Passion Christi".
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Vorbesprechung des Kirchenkonzerts am 13.03.05


Orchester konzertiert in der Ebinger Friedenskirche

Das Stä;dtische Orchester Albstadt konzertiert am Sonntag, 13. Mä;rz, in der Friedenskirche in Ebingen. Unter der Leitung von Musikdirektor Mathias Mundl werden Werke von Giroux, Shostakovich und Webber erklingen.
Einen Großteil des Konzertes bestreiten Blä;serensembles des Orchesters. Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um vorbereitet zu sein, trafen sich die Musiker bereits zu einem Probenwochenende. Foto: Privat





über das Mä;rchenspiel am 17.12.04


Wie der kleine Peter den gefrä;ßigen Wolf fing.



Das Stä;dtische Orchester setzt mit Prokofjews Klassiker Akzente


Albstadt-Ebingen. Einen musikalischen Glanzpunkt setzte das von Mathias Mundl geleitete Stä;dtische Orchester Albstadt am Bild vergrößernSamstag mit Sergej Prokofjews "Peter und der Wolf".

Zu Beginn hatte Pfarrerin Gerlinde Keppler die Kinder und Jugendlichen im Publikum begrüßt - besonders von den Schülern der Kirchgrabenschule sowie der Musik- und Kunstschule Albstadt waren viele gekommen - , danach waren Mathias Mundl, seine Musiker und Erzä;hlerin Beate Hofmann an der Reihe. Die aufmerksam lauschenden Kindern vernahmen aus Hofmanns Mund die Geschichte vom kleinen Peter, der den gefrä;ßigen Wolf fä;ngt, das Ensemble untermalte sie mit seinen Instrumenten - sowohl für den sprachlichen als auch den musikalischen Beitrag gab es viel Beifall.

Besonders wie die Protagonisten mit klanglichen Mitteln charakterisiert wurden, gefiel den Zuhörern - das Spiel der Klarinetten fand ebenso Anklang wie das der Tubaspieler Stefan Schleich und Werner Hitzer, die den Großvater "mimten". Ulrike Tsalos spielte Fagott, Claudia Hahnel lieh auf der Querflöte dem Vogel eine Stimme, und Sopransaxofonist Wolfgang Lederer "spielte" die Ente. Die Hörner standen für den bösen Wolf, den Part des Jä;gers übernahm Tobias Brösamle, und die Stimme der Katze wurde von Christine Mücke und Rudi Kramer wiedergegeben.

Dann war "Peter und der Wolf" zu Ende - der Abend aber noch nicht: Die Besucher - besonders umworben war natürlich die Jugend - konnten sich die verschiedenen Instrumente zeigen lassen; Ziel war es, sie ein wenig auf den Geschmack zu bringen. Den Instrumentenunterricht übernimmt die Musik- und Kunstschule Albstadt, das Stä;dtische Orchester bezuschusst ihn.


über das Herbstkonzert am 20.11.04


ALBSTADT-EBINGEN


Ausfiug in das Reich der Mythen


Albstadt-Ebingen. Neuer Dirigent - neue musikalische Thematik. "Mythen und Mä;rchen" bot das von Mathias Mundl geleitete Stä;dtische Orchesters Albstadt bei seinem Herbstkonzert in der Ebinger Festhalle - und eine musikalische Meisterleistung außerdem.

Den Auftakt der Blasmusik-Gala machte "Gandalf", der erste Satz von Johan de Meijs Symphony Nummer eins, einem von J.J.R. Tolkiens Phantasy-Epos "Der Herr der Ringe" inspirierten Stück Programmmusik. Es folgten Carl Wittrocks "Lord Tullamore", eine musikalische Hommage an den Herkunftsort der bekannten irischen Whiskymarke, und Karl-Heinz Köpers "Mytho-Logica". Letzteres Werk bot Mathias Mundl Gelegenheit, im ersten, mit "Cerberus" überschriebenen Satz als Paukensolist zu glä;nzen - das Orchester dirigierte unterdessen Arthur Gorochowski. Köpers dreisä;tzigen Komposition entführte die Zuhörer in die Welt der Götter, Fabelwesen und Heroen, wobei die mythologische Thematik eine durchaus fruchtbare Verbindung mit den jazzigen Elementen der Musik einging.

Dass die Integration des Jugendorchesters gelungen ist, bewies dessen Auftritt im Mittelteil des Konzerts. Die Jungmusiker intonierten die "Cimarron Ouvertüre" von Mark Williams, Mike Sutherlands "Just For Fun" sowie zwei Traditionals, "Guantanamera" und "The Saints In Rock". Als Zugabe gab der Nachwuchs "Air & Calipso" und erhielt dafür verdienten Beifall.

Danach waren wieder die Aktiven an der Reihe. In Sergej Prokofjews "Peter und der Wolf" zog das "Stä;dtische" alle Register seines Könnens, wobei Dirigent Mundl die musikalischen Zügel fest in der Hand hatte. Mit der Stuttgarterin Beate Hofmann führte eine veritable Sprachkünstlerin, deren Stimme vollkommen mit der Musik harmonierte, durch "Peter und der Wolf". Das letzte Stück führte wieder zurück zum Ausgangspunkt - es handelte sich um den fünften Satz von Johan de Meijs "Herr der Ringe", genannt "Hobbits". Als der letzte Akkord verklungen war, brandete Beifall auf, der lange anhielt - keine Frage, dass es eine Zugabe folgte. Ein Lob gebührte auch Bernhard Schelb, der gekonnt, launig und herzerfrischend durch das Programm führte.



über das Kirchenkonzert am 04.04.04


MELDUNG AUS ALBSTADT-EBINGEN


Hymnus mit virtuoser Einleitung


Dekan Walter Klink verwies zunä;chst auf die Mystik der Karwoche, die mit der Auferstehung ihren Höhepunkt finde.

Bild vergrößernMusikalische Höhepunkte gab es dann zu hauf, für die die Zuhörer immer wieder krä;ftig Beifall spendeten.

Das Jugendorchester begann mit Hä;ndels "Sarabande" und ""Gavotte" aus der "Barocken Tanz-Suite". Mit David Wells "Eurock" zeigten die Jugendlichen, dass sie ihre Instrumente beherrschen.

Es folgte vom Stä;dtischen Orchester Albstadt "Panis Angelicus". Die kantable Melodie wurde, beginnend mit der Bariton- und Tenorstimme, durch alle Instrumente geführt und entwickelte sich zu einer subtilen Begleitung, wobei die religiösen Intensionen sehr stark zum Ausdruck kamen.

Bei "István" war bewundernswert, wie Bild vergrößerngekonnt die Musiker das ruhige, beinahe religiös wirkende Zwischenspiel in die ungarische Nationalhymne münden ließen.

Glanzpunkt des Kirchenkonzertes war zweifelsohne Martin Shaws "Große Prozessionshymne" über "Lobet den Herren" für Orgel, Blä;sersextett, Pauken und singender Gemeinde. Der Prozessionshymnus begann mit einer virtuosen Einleitung durch die Orgel (Hans-Peter Merz) und des Blä;serensembles. Nach dem Zwischenspiel setzten die Kirchenkonzertbesucher mit dem Lied "Lobet den Herrn" ein.

Grandios war dieser Konzertbeitrag, dem Kurt Gä;bles "Celtic Flutes" sowie Jacob de Haans "Choral Music" folgten. Mä;chtig und beherrschend war Pavel Stanéks "Amen", das einen stimmungsvollen Schluss bildete. Danach gaben die Konzertbesucher begeister Beifall.

Der Erlös des Kirchenkonzertes geht zu gleichen Teilen an die Kirchengemeinde St. Josef sowie an das Stä;dtische Orchester.
Von Klaus Gampp 3:00 Uhr, 07.04.2004



über die Generalversammlung am 23.01.04


Neue Gesichter beim Orchester


Gerhard Baldauf löst Konrad Haussmann ab / Mundl für Nell


Albstadt-Ebingen. Neuanfang beim Stä;dtischen Orchester Albstadt: Bei der Hauptversammlung löste nicht nur Gerhard Baldauf Konrad Haussmann als Vorsitzenden ab. Thomas Nell gab zudem den Dirigentenstab an Matthias Mundl weiter.

In seiner Rede betonte Konrad Haussmann, dass sehr viel Arbeit und die Suche nach einem neuen Dirigenten bewä;ltigt werden mussten. Es wurden auch Gesprä;che mit Nachbarvereinen über eine Kooperation geführt, aber ohne Ergebnis.

Stellvertreter Bernd Vosseler ließ das Vereinsjahr Revue passieren.Wichtig sei seiner Ansicht nach der Austausch von Musikschülern aus der Partnerstadt Chambéry und Ebingen, deren Festkonzert ein Glanzpunkt war. Einen musikalischen Höhepunkt setzte auch Thomas Nell bei seinem Abschiedskonzert.

Bild vergrößernOskar Rühlemann gab Aufschluss über die finanzielle Lage, wobei er von Kassenprüfer Peter Kuck gelobt wurde. Nach Jugendwart Norbert Hirt zeigte sich Thomas Nell in seinem Tä;tigkeitsbericht "rundum zufrieden". Die Entlastung nahm Ehrenvorsitzender Horst Kaiser vor, die einstimmig erteilt wurde.

Bei den Wahlen wurde Gerhard Baldauf zum neuen Vorsitzenden und Andreas Maucher zum Kassenprüfer, jeweils einstimmig, gewä;hlt. Gerhard Baldauf ist Seniorchef der Firma Baldauf Medien und Druck in Lautlingen.

Bei den Ehrungen stand Adolf Benkler im Mittelpunkt. Er gehört dem Orchester seit über 50 Jahren an, wofür er ein Prä;sent erhielt. In der Laudation wurde darauf verwiesen, dass Benkler in allen Ensembles und Formationen des Orchesters gespielt und zum Teil geleitet habe. Auch beim Turmblasen und der Friedhofsmusik wirkte er mit, und im Ausschuss war er tä;tig und habe als Notenwart seine Verdienste erworben.

Peter Kuck, Christine Mücke, und Markus Ruf gehören dem Orchester seit 20 Jahren an, Catherine Gruat und Dunja Schleich seit zehn Jahren. Sie wurden ebenso geehrt wie Rudolf Kramer, Adolf Benkler und Oskar Rühlemann für guten Probenbesuch. Schließlich wurde Thomas Nell zum Ehrendirigenten, Konrad Haussmann zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Von Klaus Gampp

über den neuen Dirigenten


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