Städtisches Orchester Albstadt



ZAK_KOPF


 vom ZAK am 21.03.2017

Dirigent kündigt Arbeitsverhältnis

Musik Überraschender Abgang: Rainer Kropf verlässt das Städtische Orchester Albstadt nach nur einem halben Jahr.

Ebingen. Das Städtische Orchester Albstadt muss sich erneut auf die Suche nach einem Dirigenten machen. Nach nur etwas mehr als einem halben Jahr hat Rainer Kropf dem Orchester seine Kündigung ausgesprochen. Das Orchester hatte den damals 36-jährigen Berufsmusiker aus Jettingen im Juli 2016 als Nachfolger von Matthias Haslach vorgestellt. Wie einer Pressemitteilung des Städtischen Orchesters zu entnehmen ist, hat Kropf jetzt als Grund für seine Kündigung eine neue Anstellung bei einem Orchester genannt, das seinen beruflichen Ambitionen eher entspreche.

„Diese Nachricht traf sowohl den Vorstand als auch die restlichen Orchestermitglieder völlig unvorbereitet, da die bisherigen Probenarbeiten sowie das Antrittskonzert im November 2016 für alle Beteiligten sehr zufriedenstellend verlaufen waren und Rainer Kropf noch bei der Generalversammlung im Januar 2017 zum wiederholten Male bekräftigt hatte, dass er viel Freude bei seiner Arbeit mit dem Städtischen Orchester Albstadt empfinde“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Entsprechend groß sei die Enttäuschung bei allen Orchestermitgliedern gewesen, die nach dem Weggang von Musikdirektor Matthias Haslach gehofft hatten, einen Dirigenten für eine langfristige Zusammenarbeit gefunden zu haben.

Der Vertrag Rainer Kropfs ende in gegenseitigem Einverständnis zum 31. März 2017. Aus diesem Grund müsse bedauerlicherweise das für den 1. April geplante Kirchenkonzert in der Friedenskirche entfallen.

Zollern-Alb Kurier vom Dienstag, 21. März 2017, Seite 20



 vom ZAK am 18.01.2017

Die Neugewählten des Städtischen Orchesters mit Vorsitzendem Gerhard Baldauf und Dirigent Rainer Kropf.
Die Neugewählten des Städtischen Orchesters mit Vorsitzendem Gerhard Baldauf und Dirigent Rainer Kropf. Foto: Bantle

Albstadt-Ebingen, 18.01.2017

Musiker-Nachwuchs ist im Aufwärtstrend

Der Dirigentenwechsel war Thema der Hauptversammlung des Städtischen Orchesters.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Gerhard Baldauf, sprach die zweite Vorsitzende Christine Mücke von einem Jahr mit Höhen und Tiefen. Überrascht wurde das Orchester durch die Kündigung von Dirigent Matthias Haslach. Musikalische Höhepunkte waren das Frühlingskonzert in der Friedenskirche, die Konzertreise nach Klösterle und das Herbstkonzert.

Die Vorstandschaft hatte, nach der Ausschreibung der vakanten Dirigentenstelle, sechs Bewerber zu einem Probedirigat eingeladen. Nach einer Diskussion innerhalb des Orchesters fiel die Wahl auf Rainer Kropf. Vizedirigent Uwe Kling sprang zwischenzeitlich in die Bresche, wofür ihm bei der Hauptversammlung gedankt wurde.

Kassier Markus Ruf legte ein positives Ergebnis vor, bevor er sein Amt zur Verfügung stellte. Die Kassenprüfer Andreas Maucher und Hubert Buck bescheinigten eine tadellose Kassenführung; der Entlastung stand nichts im Wege.

Kerstin Metzler berichtete von einem Aufwärtstrend beim Jugendorchester. Christine Mücke hatte, zeitlich befristet, das Orchester übernommen. Beim Frühjahrskonzert und beim Herbstkonzert zeigte der Nachwuchs sein Können. In Zukunft wird Rainer Kropf das Jugendorchester betreuen. „Aktuell sind wir zwölf Spieler im Jugendorchester und sechs bei den Youngsters“ sagte Kerstin Metzler. Laut Melanie Vosseler sind die wichtigsten Projekte des Orchesters die Nachwuchsförderung mit je elf Kindern im ersten und zweiten Jahrgang in den Bläser-AGs.

Gespannt war man auf den Bericht von Dirigent Rainer Kropf. Neben seiner Tätigkeit an der Musikschule Böblingen suchte er eine neue Herausforderung, als Leiter eines sinfonischen Blasorchesters. „Es dürften ein paar Leute mehr sein, denn die Bläserklasse hat eine lange Phase. Probleme gibt es bei der Besetzung“ sagte Kropf.

Auf Vorschlag von Gustolf Kohler vom Kreisverband erfolgte die Entlastung der gesamten Vorstandschaft einstimmig.

Im Anschluss erhielten mehrere engagierte Mitglieder eine Würdigung und teils auch Präsente: Oskar Rühlemann, Jonathan Dörrer, Manuel Dörrer und Christine Mücke für den guten Probenbesuch; Norber Hirt, Rudi Kramer, Uwe Kling und Rainer Kropf. Bernd Vosseler wurde für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Die D1-Prüfung bestanden Louisa Schulz, Doreen Ulmann und Sonia Diemunsch.

Bei den Wahlen wurden die zweite Vorsitzende Christine Mücke, Kassier Finn Wiebe, Schriftführerin Andrea Glück, Noten-/Instrumentenwart Stefanie Hirt, Jugendvertreterin Louisa Schulz und Kassenprüfer Markus Ruf gewählt.



Ein Traum in Rot: Das Konzert des Städtischen Orchesters mit Sopranistin Lidija Kovacevic.
Ein Traum in Rot: Das Konzert des Städtischen Orchesters mit Sopranistin Lidija Kovacevic. Foto: Sabine Miller

Albstadt-Ebingen, 22.11.2016

Der Spannungskurve auf der Spur

Sind Farben hörbar? Ja, meinen das Städtische Orchester Albstadt und sein neuer Dirigent Rainer Kropf. Sie traten den Beweis dafür an.

Sie haben in der Festhalle die Farbe Rot musikalisch zum Leuchten gebracht. „Farbe für die Ohren“ heißt die Konzertreihe, die beim diesjährigen Herbstkonzert an den Start ging. Traditionsgemäß eröffnete der Nachwuchs - zunächst die „Youngsters“ zusammen mit den aus Kindern von Albstädter Schulen bestehenden Bläserklassen, unter Leitung von Christine Mücke das Konzert.

Die Klarinettistin steht seit Januar zudem dem Jugendorchester vor und zeigte mit ihren jungen Musikern, was für eine großartige Nachwuchsarbeit das Städtische Orchester leistet. Kurz vor der Pause überließ Christine Mücke dem neuen Dirigenten das Pult für den gemeinsamen Auftritt aller Formationen - den beiden Kinder- und Jugendensembles und dem Orchester - auch ein Novum in diesem Jahr.

Rainer Kropf ist ein Dirigent, der, mal mit kleiner, mal mit großer Geste, doch stets mit Gefühl und musikalischem Ausdruckswillen dirigiert. Ein ums andere Mal bekannte er mit dem Orchester Farbe, präsentierte packende Instrumentaldarbietungen und malte dabei die verschiedensten Rottöne in das kurzweilige Konzert.

Zum klanggewaltigen Prachtgemälde fügten sich die in Noten gesetzten Bildmotive in Steven Reinekes „Pilatus: Mountain of Dragons“, das die anrührende Geschichte eines Drachens erzählt. Tiefrot schillert sein Blut, aus dem er den magischen Stein Dragonit erschafft. Die Stimmung einer Abenddämmerung, ihre Stille und ihr zugleich bewegt glühendes Farbschauspiel fing das eher an ein Aquarell erinnernde Stück „Dusk“ ein.

Dazu kamen, in Kooperation mit der Musik- und Kunstschule Albstadt, zwei zündende, von der aus Serbien stammenden Sängerin Lidija Kovacevic mit lupenreinem Sopran gesungene Gesangsbeiträge aus der Welt der Operette. Die Darstellung der 21-Jährigen, derzeit Schülerin von Gesangslehrerin Lisa Livingston, wirkte unbefangen und natürlich, gleichwohl ging sie in ihren Rollen auf und gab sich entsprechend kapriziös und sinnlich: „Mein Herr Marquis“ aus der Fledermaus vom Walzerkönig Johann Strauss und „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus Franz Lehárs letztem Bühnenwerk, Giuditta, passten perfekt ins thematische Konzept, werden Liebe und Leidenschaft doch der Farbe Rot zugeordnet.

Noch einmal ging es um den Lebenssaft, der durch die Adern fließt. Im „Tanz der Vampire“ lädt Graf von Krolock blutgierige Gesellen zum Mitternachtsball ein. Mit Verve fegten die Musiker durch das affektgeladene Stück von Jim Steinman, immer der Spannungskurve der Musik auf der Spur.

Nach dieser virtuosen Nummer dürften die Instrumente geglüht haben und auch das Albstädter Publikum schien aufgeheizt zu sein: Erst nach drei Zugaben konnten Musiker und Dirigent die Bühne verlassen.



Die Musiker sind sich sicher: Rainer Kropf ist der richtige Mann am Dirigentenpult.
Die Musiker sind sich sicher: Rainer Kropf ist der richtige Mann am Dirigentenpult. Foto: Privat

Albstadt-Ebingen, 01.07.2016

Berufsmusiker Rainer Kropf wird neuer Dirigent des Städtischen Orchesters Albstadt

Aus 27 Bewerbern die erste Wahl

Rainer Kropf wird neuer Dirigent des Städtischen Orchesters Albstadt. Die Musiker haben sich nach einem Probedirigat für den 36-jährigen studierten Musiker aus Jettingen entschieden.

 

Am Dienstagabend haben sich die Musiker des Städtischen Orchesters Albstadt zur Wahl eines neuen Dirigenten zusammengefunden. Der bisherige musikalische Leiter Matthias Haslach hat seine Stelle aus beruflichen Gründen schon nach knapp zwei Jahren gekündigt.

Die Musiker haben es sich nicht leicht gemacht einen passenden und würdigen Nachfolger zu finden. Wie der Verein mitteilt, haben sich 27 Bewerber auf die Ausschreibung beworben. Es handle sich ausnahmslos um hochkarätige Dirigenten und Musiker. Von diesen waren sechs zu einem Probedirigat eingeladen worden.

Die Auswahl fiel dem Ausschuss des Städtischen Orchesters, erweitert um den Vizedirigenten Uwe Kling, nicht leicht. Bei den Probedirigaten zeigte sich doch, dass sie eine gute Auswahl getroffen hatten, zeigten doch alle Kandidaten großes Können als Dirigenten und waren selbst auch sehr angetan vom musikalischen Niveau des Städtischen Orchesters Albstadt.

Aus den sechs zum Probedirigat eingeladenen Dirigenten wählten die aktiven Musiker nahezu einstimmig ihren neuen Dirigenten aus. Er heißt Rainer Kropf, ist 36 Jahre alt und wohnt mit seiner Frau und bald zwei Kindern in Jettingen. Derzeit leitet Kropf die Musikschule in Böblingen. Er hat Trompete und Blasorchesterdirektion studiert und bereits mehrere Blasorchester dirigiert.




vom ZAK am 11.04.2016


Mit Elan und voller Klangwucht
Städtisches Orchester begrüßt den Frühling musikalisch - Publikum geizt nicht mit Applaus
Mit einem Konzert hat das Städtische Orchester in der Friedenskirche den Frühling begrüßt und dabei ein Programm geboten, das so unterschiedlich temperiert war wie diese Jahreszeit hierzulande.


Ebingen. Der Nachwuchs vertreten durch die Youngsters und das neu aufgestellte Jugendorchester unter Leitung von Christine Mücke, eröffnete den Abend mit Musik, die mal mit einem zarten Lufthauch durchs Ebinger Gotteshaus strichwie in "The Land of Hopeand Glory", mal mit vorsommerlicher Wärme und flotten Rhythmen eine heitere Stimmung verbreitete-zur Freude des Publikums, das mit Beifall nicht geizte.
Bild vergrößern    Reichlich von musikalischer Sonne beschienen war auch das Auftaktstück des Orchesterensembles "Valhalla". Sein Schöpfer James L. Horsay will seine Deutung nordischer Mythologie als eine Anlehnung an eine Wagnerouvertüre verstanden wissen und entsprechend die Musiker zu-voller Esprit und mit Elan hingepinselten und kräftig dräuendem Blech. Dirigent Matthias Haslach erwischte hier die Spannung, die sich durch das komplexe Satzgefüge Horsays zieht, und setzte an den richtigen Stellen Impulse.
   Ebenso stilsicher lotete er das Posaunenkonzert von Nikolai Rimskij-Korsakow mit Uwe Kling als virtuosem Solisten aus. Der Auftritt des Saxofonensembles strahlte nach so viel Klangwucht gleich in drei Beiträgen heiter-leichte, ganz dem Frühling gemäße Lebensfreude aus, Finger flitzten über schlanke Instrumente, tänzerisch locker hingetupfte Töne wechselten sich ab mit funkelnden Klangeffekten. Den Rest des Programmes bestritt Wiederum das Orchester, das mit der "Cascadia Suite" und ihren musikalischen Landschaftsbildern erst Appetetit auf die nächste Reise machte und dann Pjotr Iljittsch Tschaikowskis 1888 geschriebene fünfte Sinfonie präsentierte. Derweil der Russische Komponist selbst immer wieder an seinem Werk zweifelte, war der Hörer seinerzeit genauso begeistert wie heute, enthält die Fünfte mit ihrem sich durchziehenden Schicksalsthema doch einige der bewegensten Stellen im Oeuvre Tschaikowslis überhaupt - gerade im vom Städtischen Orchester dargebotenen, von James Curnoow für Blaskapelle arrangierten, Finale mit seiner leidenschaftlichen Melodik, dem wirbelndem Tanzlied, dem feierlichen, pathetischen Ausbruch. Auf diese Bearbeitung eines klassischen Werkes legte das Ensemble mit "Les Lacs de Conemara" noch eine drauf, wenngleich aus einem anderen Genre: Der französische Chansonsänger Michel Sardou hat in diesem Lied dem Freiheitskampf der Iren ein klingendes Denkmal geschaffen, eingängig, quicklebendig. Für Bläser umgeschrieben hat es Frank Bernaerts. Die Musiker griffen noch einmal in die Vollen und rissen mit einer putzmunteren Interpretation von Sardous Ohrwurm das Publikum in den verdienten Schlussapplaus.
Sabine Miller



vom ZAK am 05.03.2016

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von der Generalversammlung am 29.01.2016

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Vom "Herbstkonzert" am 21.11.2015 in der Festhalle

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Von der "Missa Katharina" am 12.07.2015 in der Martinskirche

Ein einfaches Wort entflammt zu expressiver Vielfalt
Kantorei der Martinskirche und das Städtische Orchester Albstadt präsentieren eine Sternstunde der Musik

Die jüngste "Stunde der Kirchenmusik" in der Martinskirche war höchst bemerkenswert. Zum zweiten Mal
musizierten die Kantorei der Martinskirche und das Städtische Orchester Albstadt gemeinnsam.

Ebingen. Die Kantorei stand unter Leitung von Steffen Mark Schwarz, das Städtische Orchester Albstadt wurde von Matthias Haslach dirigiert. Wieder stand im Mittelpunkt mit der "Missa Katharina" eine sehr ansprechende Messvertonung von Jacob de Haan für Chor, sinfonisches Blasorchesters und Sopran.
Bild vergrößern    Diese Messe schuf de Haan als Gewinner eines internationalen Wettbewerbs der Dr. Dazert-Stiftung. Gefordert war eine inhaltlich gehaltvolle und gut realisierbare Komposition von ökumenischem Charakter, die sowohl für die katholischen Liturgie als auch für den evangelischen Gottesdienst geeignet ist. Das preisgekrönte Werk fand eine rundum gelungenen Aufführung. Hervorragend haben Chor und Orchester miteinander harmoniert und die dem Stück innenwohnende Feierlichkeit überzeugend herausgestellt. Die eingängigen Melodien, die erhebenden und aparten Harmonien und die differenzierte Ausgestaltung waren überzeugend gelungen. Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Messe schuldete man der überragenden Sopranstimme von Gertrud Hiemer-Haslach. Doch am Anfang des Konzertes stand mit "Ross Roy" ein glanzvolles Stück sinfonischer Blasmusik von Jacob de Haan, das vom Städtischen Orchester wunderbar intoniert wurde. Durch den differenzierten Einsatz der verschiedenen Bläsergruppen und des Schlagzeugs entstand ein farbiges Tongemälde über das Schulleben in der Villa Ross Roy.
   Im Anschluss erklang der erste Teil der Messe mit einem eleganten und klangvollen Bläserpräludium als Auftakt. Sehr fein abgestuft waren die Rufe des Kyrie, wobei erstmals beim "Christe Eleison" der Solosopran mit klarer weittragender und warmer Stimme einen besonderen Glanzpunkt setzte. Auch beim "Gloria" übernahm der Sopran das verhaltene "Qui tollis Peccata mundi", während am Ende des "Gloria" im Chorsatz die Melodie des evangelischen Liedes "Allein Gott in der Höh' sei Ehr'" zitiert wurde. Mit einem festlichen "Anthem" aus dem Musical "Chess" von Benny Anderssön bot das Städtische Orchester nochmals ein Stück edler sinfonischer Blasmusik, in dem sich besonders die Blechbläser hervortaten, ehe mit einem entzückenden "Alleluja" von Chor und Orchester der zweite Teil der Messe eingeläutet wurde.
   Prachtvolle Chorpassagen bei klarer Aussprache und guter Intonation prägten das "Credo", zusammen mit dem beeindruckenden Sopransolo "Et incarnatus est", ehe der Chor zuerst leise, dann immer stärker werdend das „Credo" weiter gestaltete.
    Das Offertorium war nun wiederum ein Charakterstück, bei dem die Bläser mit zumeist leisen Tönen brillierten. Ehe ein "Postludium" der Bläser die "Missa Katharina" abschloss, sang der Chor noch ein prachtvolles "Amen".
   Wie man aus diesem einen Wort einen so expressiven Chor machen kann, ist einfach grandios. Zum Schluss dieser Sternstunde der Kirchenmusik gab es lang anhaltenden Applaus der begeisterten Zuhörerschaft. Die passende Zugabe folgte in der Wiederholung des tief beeindruckenden "Amen".
      Wilfried Groh



Vom Frühlingskonzert am 09.05.2015 in der Friedenskirche

Kirche schwingt im Rhythmus

Städtisches Orchester präsentiert rundes Programm

Bereits zum vierten Mal war das Städtische Orchester Albstadt mit seinem traditionellen Frühjahrskonzert zu Gast in der Ebinger Friedenskirche. Erstmals stand dabei Matthias Haslach am Dirigentenpult.

Ebingen. Kirchengemeinderat Dieter Dörrer begrüßte die gespannten Zuhörer und Musiker und zitierte einen passenden Psalm. Musikalisch eröffnet wurde das Konzert vom gut aufgestellten Jugendorchester, das mit ganz klassischer Musik von Mozart bis hin zum mitreißenden Libertango von Astor Piazzolla die Zuhörer von Anfang an begeisterte. Nach einer kurzen Umbaupause nahm das Große Orchester Platz und setzte zunächst die klassische Linie fort.

Bild vergrößern     Mit dem Prozessionsmarsch aus der Ballettoper Mlada wurde die Friedenskirche mit den wuchtigen Klängen aus Rimsky-Korsakows Feder gefüllt. Alfred Reeds "Little Concert Suite" folgte dem klassischen Beginn mit vier gänzlich unterschiedlichen Sätzen, welche die musikalischen Klangfarben des Orchesters hervorragend zur Geltung brachte.

    Der musikalische Leiter und Moderator Matthias Haslach verstand es, die Zuhörer immer wieder mit kleinen Anekdoten auf das Programm einzustimmen. Anstatt gut vier Stunden bei den Bayreuther Festspielen zu verbringen, präsentierte er mit dem Tannhäuser Festival die Highlights aus der Oper von Richard Wagner.

    Beim Frühlingskonzert des Städtischen Orchester präsentieren sich immer wieder Ensembles, dieses Jahr gab es eine aus zehn Musikern bestehende Blechbesetzung, die zwei Stücke zu Gehör brachte. Als kleines Extra griff der musikalische Leiter selbst zur Piccolo Trompete.

    Nach Filmmusik von Enrico Morricone war als Abschluss des Programms "Omens of Love" zu hören, eine anspruchsvolle Bearbeitung des bekanntesten Titels der japanischen Gruppe T-Squares aus den 80er Jahren.

    Das begeisterte Publikum forderte und bekam auch eine Zugabe, den "Maple Leaf Rag" von Scott Joplin, der die akustisch hervorragende Friedenskirche ein weiteres Mal zum Schwingen brachte.

    Nach einem Dank von Matthias Haslach an die Zuhörer und Musiker schloss ein schöner Konzertabend mit sehr ruhigen Klängen von Johann Sebastian Bach.
      Anna Altenburger




Von der Generalversammlung am 16.01.2015 im Brauhaus

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Neuer Dirigent kommt gut an

Städtisches Orchester Albstadt bilanziert arbeitsreiches Jahr 2014


Text und Foto von Maximilian Bantle

Beim Städtischen Orchester Albstadt war 2014 geprägt vom Wechsel des Dirigenten.
Bei der Hauptversammlung zog man ein positives Fazit.


Vorsitzender Gerhard Baldauf blickte auf 2014 zurück. Geprägt war dieses von der Kündigung von Dirigent Mathias Mundl nach zehn Jahren erfolgreicher Arbeit. Baldauf dankte Vizedirigent Arthur Grochowski für den Einsatz in der übergangszeit. Die zweite Vorsitzende Christine Mücke lieferte ihren Geschäftsbericht wieder in schriftlicher Form. Ein Lob erteilte sie dem Orchester für den Einsatz bei den drei Probedirigaten. Das Orchester entschied sich hier bekanntlich mit absoluter Mehrheit für Matthias Haslach. Laut Mücke eine weise Entscheidung, wie sich bereits beim Herbstkonzert bestätigt hatte.

Kassier Markus Ruf berichtete von einem leichten Minus. Die Prüfer Bernd Vosseler und Peter Kuck bescheinigten vorbildliche Kassenführung. Jugendleiterin Melanie Vosseler konnten von einem hohen Leistungsniveau berichten. Alle Minis konnten ins Jugendorchester übernommen werden. Aktuell besteht das Orchester aus 25 Musikern, davon werden einige zum Frühjahrskonzert in große Orchester wechseln.

Dirigent Matthias Haslach bedankte sich, dass er so gut aufgenommen wurde. Wichtig sind ihm drei Termine im kommenden Jahr: Am 9. Mai das Konzert in der Friedenskirche, das gemeinsame Konzert "Tutti" mit den Orchestern aus Tailfingen, Onstmettingen und Pfeffingen in der Zollernalbhalle und am 12. Juli das Konzert mit der Kantorei der Martinskirche.

Bürgermeister Anton Reger überbrachte Grußworte der Stadt. Er würdigte die Leistung mit 88 Proben und 40 Auftritten: das Orchester sei eine Bereicherung für die Stadt. Auf Vorschlag des Ehrenvorsitzenden Horst Kaiser erfolgte einstimmig die Entlastung der Vorstandschaft.


STÄDTISCHES ORCHESTER ALBSTADT • GEWÄHLT UND GEEHRT

Bei der Hauptversammlung des Städtischen Orchesters Albstadt wurde in Abwesenheit Oskar Rühlemann für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Melanie Vosseler und Norbert Hirt erhielten die Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft, Mathias Mundl wurde zum Ehrendirigent ernannt. Claudia Dronka erhielt eine Ehrung für besonderen Einsatz; sie kümmert sich um Werbung und Sponsoren. Neu gewählt wurden: Vorsitzender Gerhard Baldauf, Notenwart Stefanie Hirt und Kassenprüfer Andreas Maucher. Als Jugendvertreter wurde Manuel Dörrer von den Jugendlichen bestimmt und von der Versammlung bestätigt.


Von der Eröffnung des Weihnachtsmarkts am 12.12.2014

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Stimmungsvoller Auftakt mit Bläserklang zum Ebinger Weihnachtsmarkt

Alle Jahre wieder wird zum dritten Adventswochenende der Weihnachtsmarkt eröffnet.

Text und Foto von Holger Much

Das Prozedere ist zur Tradition geworden: Die große Pyramide vor dem ZAK-Redaktionsgebäude bietet den imposanten Rahmen für eine stimmungsvolle Einstimmung auf drei Tage Markttreiben rund um den Kiesingerplatz und die Marktstraße hoch. Mit festlichen Klängen des Städtischen Orchesters wurden auch am Freitagabend die Zuschauer stilvoll begrüßt, bevor Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow mit Manuela Früholz, Ramon Binder und Andreas Maute vom HGV sowie Weihnachtsmann und Nachtwächter den Markt eröffnete.

Am Samstag und Sonntag locken zahlreiche Stände in die Ebinger Innenstadt und erfüllen die Luft mit dem Geruch von Glühwein, gebrannten Mandeln, Würstchen und anderen Köstlichkeiten, die zu einem Weihnachtsmarkt dazu gehören.


vom Antrittskonzert mit Matthias Haslach am 22.11.2014

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Vor vollem Haus: Abwechslungsreiches Herbstkonzert des Städtischen Orchesters. Der neue Dirigent stellte sich auch als Trompetensolist vor.
Foto: Sabine Miller


Fulminantes Dirigentendebüt

Städtisches Orchester: Erstes Herbstkonzert mit Matthias Haslach

Beim Herbstkonzert des Städtischen Orchesters gab der neue Dirigent Matthias Haslach sein Konzertdebüt und stellte sich dem Publikum in der Festhalle auch als fabelhafter Trompetensolist vor.

Ebingen. Vor vollem Haus begrüßte Gerhard Baldauf, Vorsitzender des Orchesters, den Neuen, der das breit gefächerte Programm, wie bei den Herbstkonzerten üblich, mit dem Jugendorchester eröffnete. "Highlights from Anastasia" heißt das bilderreiche Musikstück, in dem der Nachwuchs mit flüchtigen und schweren, gedämpften und rasant jagenden Klängen einen Blick zurück in die Zarenzeit warf. Die dramatischste Musik aber stammt heute oft aus Filmen, was die Interpretation der "Movie Blockbusters", aneinander gereihte Filmmusikkompositionen von Michael Brown, spannungsgeladen zu Gehör brachte. Vier weitere junge Talente gesellten sich dann beim dritten und letzten Vortrag, einem Stück des Niederländers Jacob de Haan, dem Jugendorchester noch hinzu, sie waren beim letztjährigen Herbstkonzert bereits als "Minis" aufgetreten, zeigten aber jetzt, dass sie durchaus schon bei den Größeren mithalten können. Und wer weiß, vielleicht stehen sie irgendwann auch als Solisten auf der Bühne, so wie ihr neuer Dirigent, der sein Ensemble für die "Fantasie Brilliante" von Jean-Baptiste Arban dem stellvertretenden Dirigenten Artur Grochowski überließ. Um sodann bei seiner Solopartie ein Maximum an Ausdruck und Farbe aus seiner Trompete herausholen. Rund, satt und flüssig hörte sich das an. Das Publikum jubelte.

   Seit Januar 2008 ist Matthias Haslach als stellvertretender Solotrompeter bei den Stuttgarter Philharmonikern fest angestellt. Er hat sein Handwerk gelernt, genug Erfahrung als Dirigent bringt er auch mit – von 2003 bis 2014 war Matthias Haslach musikalischer Leiter der Musikkapellen Durach und Deuchelried. Eine große Mehrheit der Albstädter Musiker hatte sich für ihn als neuen Dirigenten entschieden. Mit "Trimbeka", einem Werk Carl Wittrocks, hat er sein Probedirigat beim Städtischen Orchester absolviert und dieses Stück boten der Dirigent und sein strahlend aufspielendes Ensemble nach der Pause auch dem Hörer zum Genuss. Und schoben "Musical Daens Suite" nach einem Arrangement von Jan Rypens und "Danzas Cubanas" hinterher. Letzteres ließ mit seinen feurigen Tanzrhythmen kaum mehr jemand ruhig auf dem Stuhl sitzen. Mit "Curtain Up", einer im Stil der Theater Ouvertüre gehaltenen Tonschöpfung vom Amerikaner Alfred Reed, einem Komponisten mit österreichischen Wurzeln, der sich sinfonischer Blasmusik verschrieben hat, ging 's in den Endspurt. Noch einmal spornte Matthias Haslach seine Musiker zu einer farbkräftigen Lesart an und bedankte sich hernach für das gelungene Konzert und die zwei Monate der Vorbereitung und des intensiven übens. Auch das Publikum bedankte sich mit donnerndem Applaus und Zugaberufen, die erst verstummten, als das Orchester und sein neuer Dirigent zwei weitere Darbietungen reichten.

     Sabine Miller

vom Probenwochenende des Jugendorchesters vom 12. bis 14.09. mit Matthias Haslach

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Musik macht richtig Spaß

Das Jugendorchester startete das Musikjahr mit einem Probenwochenende.

Albstadt. Das Jugendorchester des städtischen Orchester Albstadt genehmigte sich ein Probenwochenende nach der Sommerpause. Für den neuen Dirigenten, Matthias Haslach, war es ein Sprung ins kalte Wasser, wie das erste Treffen und Proben mit der Jugend verlaufen würde. Ein Mathias ging und ein neuer Matthias kam. Für die Jugend war es interessant zu erfahren, wie der "Neue" das Proben bewerkstelligen und die Sympathie des Orchesters gewinnen würde. Von Beginn an war man per Du und verstand einander - auch wenn der Dialekt ein anderer ist, die Musik ist eine universelle Sprache.
   Trotz winterlicher Kälte in den Räumen des Bauernhauses in Zimmern unter der Burg, konnten sich die Nachwuchsmusiker recht schnell wieder wärmen, denn die Kachelöfen wurden eingeheizt.
   Am nächsten Morgen starteten die Proben. Doch kaum waren eine Tonleiter und neun Takte gespielt worden, da beschwerten sich schon die Nachbarn über die schöne Musik. Im gegenüberliegenden Gemeindehaus wurde kurzerhand weiter gespielt. Nach einer intensiven Probe hörten sich die Töne schon nach Musik und Klang an.
   In der Mittagspause genossen die Nachwuchsmusiker ein paar Sonnenstrahlen und spielten am Tischkicker. Anschließend ging es mit dem Proben weiter. Matthias Haslach bedankte sich am Ende für das Probewochenende und sagte, dass er sich auf die weitere Zusammenarbeit freue. Am Abend fand die jährliche Jugendversammlung statt. Anschließend blieb noch Zeit für Spiel und Spaß.
    Voller Elan wurde am letzten Tag das Haus geputzt und aufgeräumt. Der letzte Tag wurde mit einem Pizzaessen bei einem Geburtstag eines Jungmusikers köstlich beendet.

Info

Die Früchte dieses Wochenendes und der Proben, die seither weiter laufen, sind am 22. November um 19.30 Uhr beim Antrittskonzert von Matthias Haslach in der Festhalle Ebingen zu hören.


Bericht über den neuen Dirigenten des Städtischen Orchesters Albstadt vom.06.08.2014

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Auf Mathias folgt Matthias
Städtisches Orchester begrüßt den neuen Dirigenten
Gerhard Baldauf und Christine Mücke freuen sich über den Neuzugang: Am 1. September übernimmt der 38-jährige Matthias Haslach als Dirigent die Leitung des Städtischen Orchesters Albstadt.

von Dagmar Stuhrmann


Nachdem der bisherige Musikdirektor Mathias Mundl seine Stelle nach zehnjähriger Tätigkeit gekündigt hatte, hatte das Städtische Orchester Albstadt ein Problem. In Windeseile startete die Vereinsführung die Suche nach einem passenden Nachfolger und wurde fündig. Die Musiker haben es sich nicht leicht gemacht. Letztlich fiel nach diversen Probedirigaten die Entscheidung: Matthias Haslach bekommt den Job.

Der "Neue" kommt aus Durach (bei Kempten) im Allgäu und ist seit 2008 stellvertretender Solotrompeter bei den Stuttgarter Philharmonikern. Mit seiner Frau Gertrud und den Kindern Eliah und Linus wohnt er in Altusried, dort, wo die Kluftinger- Krimis spielen. Zur Musik kam Matthias Haslach schon früh und ist heute in der glücklichen Lage, sagen zu können: "Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht." Nach dem Abschluss seines Studiums an der Musikhochschule München („Orchesterreife mit Auszeichnung"] arbeitete er u. a. in Freiburg und Aachen. Haslach konzertiert als Solist und Mitglied verschiedener Blechbläserensembles. Sein Antrittskonzert in Ebingen wird das Herbstkonzert des Städtischen Orchesters am 22. November sein. „Es ist für mich ein besonderer Reiz, ein besonderes Orchester zu dirigieren", sagt er mit Blick auf die musikalischen Qualitäten des Ebinger Höchststufenorchesters. Dabei ist ihm eine harmonische Probenatmosphäre wichtig: Gestresst oder schlecht gelaunt könne man keine Musik machen, sagt er. Spaß muss sein: Die Konzertprogramme, die er zusammenstellt, sollen vielseitig und anspruchsvoll sein und die Musiker fordern, sie sollen aber immer auch „gefällig" für die Zuhörer sein.

Der neue Mann wurde aus achtzehn Bewerbern ausgewählt

Kandidatenfülle. Die Suche nach einem neuen Dirigenten lief beim Städtischen Orchester Albstadt in den vergangenen Monaten auf Hochtouren. Die Stelle wurde ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endete am 15. Juni. Achtzehn Bewerber interessierten sich für die Aufgabe. Von diesen waren fünf zu einem Probedirigat eingeladen worden, drei haben diese Chance letztendlich wahrgenommen.

Musikervotum. Aus diesen Dreien wählten die aktiven Musiker dieser Tage ihren neuen Dirigenten aus: Matthias Haslach machte das Rennen. Er tritt seine Stelle in Ebingen am 1. September an.


vom Konzert zur Passionszeit in Heilig-Kreuz am 30.03.2014

Melancholie trifft auf Dramatik
Städtisches Orchester verknüpft verschiedene Klangwelten Beim Konzert zur Passionszeit in Heilig-Kreuz

Den Blick auf die anstehende Passionszeit gerichtet, verknüpfte das Städtische Orchester beim Konzert in Heilig-Kreuz melancholische, dramatische und hoffnungsvolle Klangwelten miteinander.


Ebingen.Das thematisch gut erfasste Programm changierte dabei zwischen klassischen und zeitgenössischen Werken. "Wir sind in einer besonderen Zeit des Kirchenjahres, in einer Zeit in der wir in das Gedächtnis des Leidens Christi eintreten", sagte Pfarrer Andreas Gog in seiner Ansprache und wünschte sich von diesem Konzert vor allem innere Ausrichtung. Das wurde erfüllt.
    Schon das Jugendorchester setzte mit "Classical Canon" vom preisgekrönten belgischen Komponisten Andre Waignein und "Jubilance" vom Amerikaner James Swearingen ein Zeichen. Dirigent Mathias Mundl agierte an diesem Abend gefasster und ruhiger als sonst, ließ zwischen den Takten und den einzelnen Stücken der Stille den Raum.
    Besinnlich leise setzte das Hauptorchester ein. "Mein Jesus! Was für Seelenweh", Johann Sebastian Bachs vertontes Gedenken an die Angst Jesu im Garten Gethsemane drang ins Herz des Hörers, ließ mitfühlen und innehalten. Nach dem besinnlichen Auftakt machten die Ebinger Musiker mit vielen Tempowechseln die "Stimmen des Himmels" hörbar. In dem modernen Werk sind die verschiedenen Qualitäten des Himmels in musikalische Stimmungen umgezeichnet – hell und dunkel, bewegt und ruhend, stets liegen die Gegensätze in seiner farbenreichen Klangwelt nah beieinander.
Bild vergrößern     Das Städtische Orchester hat den Kontrasten mit silberhellen Tongeweben und Paukenwirbeln nachgespürt, hat Spannungen und Lösungen wohlpointiert wiedergegeben. Und wechselte dann mit Anton Bruckners "Ecce Sacerdos" erneut ins klassische Fach. Die feierliche Hymne nahm in ihrer Eindringlichkeit alles um sich herum gefangen – gleichwohl schafft die Komposition des tiefgläubigen Katholiken aber auch Platz zum Atmen und zur Einkehr.
    Mit seiner bewegenden Interpretation legte der Ebinger Klangkörper zudem ein Fundament für das sich anschließende "The Shadow of Golgatha", dem erschütternden Höhepunkt des Konzerts. "In einer der abgelegenen Provinzen zieht eine große Menschenmenge durch die Straßen von Jerusalem. Schreiend und zeternd folgen sie einem Mann, der ein Kreuz auf den Berg Golgatha trägt. Dort erwartet ihn ein grausamer Tod", schickte Mathias Mundl ein inneres Bild voraus. Zerrissene Tonfolgen drückten den Schmerz des traurigen Schicksals aus, doch rasch wuchs sich das anfängliche Seelenweh zum beklemmenden Drama aus.
    Unerbittlich grollten und donnerten Paukenschläge durchs Kirchenschiff, Trompeten schluchzten, Klarinetten klagten. Das Toben in den Instrumenten vergegenwärtigte die Unabwendbarkeit des Geschehens und die herrschende Panik, den Schrecken. Dieses Werk ist ein musikalisches Schauspiel und bringt die Düsternis jener Tage näher als Worte es vermögen.
    Doch es schimmern darin auch durchsichtige, blütenzarte Klangmotive wie Lichtstrahlen durch – Hoffnung? Die brach sich zumindest im vorletzten Stück "Raise of the Son", "Die Auferstehung des Sohnes" eine entschlossene Bahn. Kraftvoll lodernde Motive verschmolzen mit verträumt glimmenden, virtuos trumpften die Musiker nochmals auf ehe das Konzert zur Passionszeit mit Bachs "Herzlich tut mich verlangen" so sanft und behutsam ausklang wie es begann.
     Sabine Miller

von der Generalversammlung am 24.01.2014

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vom Herbstkonzert in der Festhalle am 23.11.2013

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von "Ritter Rudis Raubzügen" in der Mensa des Gymnasiums am 22.06.2013

Ritter Rudi und die Beatles im Gymnasium
Von Kindern für Kinder: Vier Schulen und das Städtische Orchester schaffen eine klingende Welt mit Botschaft


Schüler von vier Ebinger Schulen und das Jugendorchester des Städtischen Orchesters Albstadt führten am Samstag im Gymnasium gemeinsam das musikalische Theaterstück „Ritter Rudis Raubzüge" auf.


Ebingen. Auf die Beine gestellt hat das farbenfrohe Musikprojekt in der Mensa des Gymnasiums das Städtische Orchester Albstadt als viertes in Folge nach "Freude", "Peter und der Wolf" und "Karneval der Tiere". Bild vergrößern Gleich zweimal trieb der Abenteurer Ritter Rudi am Samstag Nachmittag sein reiselustiges Wesen oder besser gesagt Unwesen. Denn nicht immer läuft bei seinen Raubzügen durch Europa alles nach Plan. Oder es gibt Missverständnisse. Fremde Länder, fremde Sitten.
   So setzt er nach einer Reihe von Geschehnissen mit einem Boot nach England über, dessen Bewohner ihm irgendwie anders vorkommen und auf der verkehrten Straßenseite fahren.
   Komische Pilzköpfe machen gerade mit ihrer Musik die Mädchen verrückt und sogar sein Pferd Rosa scharrt dabei mit den Hufen und ist bezaubert. Rudi indes schaut mehr auf das wahrhaft glitzernde Treiben in einer Burg. Vierverschiedene Schüler verkörperten den Ritter Rudi und alle waren sie mit Feuereifer bei der Sache. Da war enorm viel los auf der Bühne, die Jungs und Mädchen sangen und tanzten und das mit sichtbarem Spaß. Auch Schattenspiele gehörten zu den darstellerischen Elementen.
   Die erfrischende Kreativität der kleinen Künstler des Gymnasiums, der Schalksburgschule, der Kirchgrabenschule und der Oststadtschule spiegelte sich zudem in den fantasievollen Kostümen, Kulissen und pfiffigen Einfallen wider. Da verwandelten sich Fußbälle in Kanonenkugeln und anmutig bewegter Stoff versinnbildlichte das Meer.
   Sprecher Dieter Dörrer begleitete das Schauspiel mit seinen Erzählungen und zudem zogen passende Klänge das Publikum in den Bann von Rudis Reisen und Erlebnissen: das Jugendorchester spielte unter der Leitung von Mathias Mundl gewohnt souverän und zauberte aus der von Siegmund Andraschek komponierten Musik alles Mögliche wie Polka, Fanfaren, Walzer und mittelalterliche Barockweisen heraus. Und dann landet Ritter Rudi in einer merkwürdigen .Einrichtung, die sich „Ein-Raub-Zentrum" nennt. Dort darf einfach alles Angebotene mitgenommen werden. Ritter Rudi langt kräftig zu und schnürt Paket um Paket auf seine Rosa. Kann er seine Lieben zu Hause damit erfreuen?
   Von wegen! Die können mit den bunten Sachen so ganz und gar nichts anfangen und tauschen alles bei der netten Verkäuferin vom Laden nebenan in Lebensmittel um. Und so schält sich am Ende des turbulenten Spektakels noch ein Sinn heraus, denn „Ritter Rudis Raubzüge" ist auch ein Projekt des Lebensmittelhandels aus Oberösterreich, der damit für „Nahversorgung" plädiert. Alle mitwirkenden Kinder stürmten ein letztes Mal die Bühne und ernteten Riesenapplaus.
Sabine Miller




vom Frühlingskonzert am 20.04.2013 in der Friedenskirche


Ein prächtiger Klangkörper: Das Städtische Orchester Albstadt und der Musikverein Winterlingen ließen das Fühlingskonzert in der
Friedenskirche gemeinsam ausklingen.                                                                                              Foto: Horst Schweizer

Musik spendet Trost und verbindet
Städtisches Orchester Albstadt und Winterlinger Kapelle werden mit Applaus überschüttet


In Gemeinschaft mit dem Musikverein Winterlingen führte das Städtische Orchester Albstadt sein Frühlingskonzert durch. Langer Beifall belohnte die musikalischen Darbietungen in der Friedenskirche.

Ebingen. Die Konzerte in dem Gotteshaus kommen an. Am Samstagabend war das Städtische Orchester zum dritten Mal in der Friedenskirche, welche bis auf den letzten Platz gefüllt war. Diesmal zusammen mit dem Musikverein Winterlingen.
  Dieter Dörrer, Vorsitzender des Kirchengemeinderates, zitierte zum Auftakt Martin Luther. Aus dessen Sicht ist Musik die beste Gottesgabe, sei Trost für einen Menschen und Lehrmeisterin zugleich. Tröstlicher und gelinder gesagt "Musik soll unser Herz erfreuen". Die Räte bewirteten in der Pause, der Erlös kommt der Arbeit in der Kirchengemeinde zugute.   Vorsitzender Gerhard Baldauf dankte im Namen des Städtischen Orchesters für das freundliche und problemlose Miteinander, sein Dank ging an die Friedenskirche. Die Gäste aus Winterlingen unter Leitung von Dirigent Uwe Kling eröffneten das Frühlingskonzert mit "Riflessi" von Michele Netti. Deren Programm beinhaltete allesamt Werke von Komponisten des 20. Jahrhunderts. Zu diesen gehört auch der Österreicher Armin Kofler, dessen "Schmelzende Riesen" zu der Klimaerwärmung geschrieben wurden. Der anfangs ruhige Teil schilderte die Erhabenheit der Gletscher. Jacob de Haan ließ sich bei einem Besuch in London nach dem Großstadttreiben von Ruhe und Entspannung im Park inspirieren, schrieb dazu die "Queen's Park Melody". Mit dem viersätzigen Werk "Gulliver's Travels" beendeten die Winterlinger Musiker ihren sehr guten Auftritt.
  Das Städtische Orchester unter Leitung von Musikdirektor Mathias Mundl überzeugte ebenso mit einem Konzert auf höchstem musikalischen Niveau. Begonnen wurde mit der bekannten "Olympic Fanfare" von John Williams, dem "Second Suite in F" von Gustav Holst folgte. Die vier völlig unterschiedlichen Sätze March, Song Withoud Words, Song of the Blacksmith und Fantasie on the Dargason basieren alle auf englischen Folksongs. Höhepunkt des Orchesters war der "Huldigungsmarsch" von Richard Wagner zu dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr. Dieses große, höchst anspruchsvolle und beeindruckende Werk war Wagners einzige Komposition für Blasorchester. Georges Bizet Oper "Carmen" in fünf Sätzen schloss sich an, bevor das große gemeinsame Finale beider Vereine anstand. Mit "Nearer my God to Thee" oder "Näher mein Gott zu dir" erklang ein großer Klangkörper in der Friedenskirche. Die Musiker wurden mit langem Applaus überschüttet, sie hatten gezeigt, dass Musik einfach verbindet.         
Horst Schweizer


von der Generalversammlung am 18.01.2013 in der Friedenskirche



vom Herbstkonzert am 24.11.2012 in der Festhalle

Eine wahre Meisterleistung

Städtisches Orchester Albstadt reist mit den Besuchern in "Zauberhafte Welten"



Mit einem weitgespannten Repertoire wartete das Städtische Orchester Albstadt beim Herbstkonzertauf. Alle Register wurden zu einer wahren Meisterleistung von höchster Perfektion gezogen.

Ebingen.
"Zauberhafte Welten" hatte das Städtische Orchester für ihr Herbstkonzert mit einem facettenreichen Programm ausgewählt. Einziger Wermutstropfen aus Veranstaltersicht war, dass es etliche freie Plätze in der Ebinger Festhalle gab.
    Gleich zum Auftakt hatte sich das Orchester um Musikdirektor Mathias Mundl mit der weltbekannten Symphonie Nr. l "Herr der Ringe" an ein großes Werk gemacht. Das fünfsätzige Werk, zu dem es bildliche Einspielungen gab, erzählte die Geschichte bekannter Figuren aus den Romanen wie "Gandalf" oder "Gollum". Diese stellten verschiedene Instrumente treffend nach, ebenso dramatische Wendungen in dem vom Niederländer Johan de Meij komponierten Werk. Dieses begann im ersten Satz mit "Gandalf der Zauberer", an das sich „Lothlórien der Elfenwald" anschloss. Holzbläser stellten gekonnt Pflanzen und Vögel dar. Die Suche nach dem Ring in "Gollum - Smeagol" beschrieb Sopransaxofonist Bernd Vosseler mit höchster Perfektion.
    Die folgende "Reise im Dunkeln" beschrieb als langsamer Satz durch monotonen Rhythmus der tiefen Blechbläser den mühsamen Weg und die schweren Schritte. Die große musikalische Geschichte endete nach 50 Minuten mit "Hobbits" in friedlicher Geschlossenheit. Was folgte, war minutenlanger Beifall für eine Darbietung von höchster Perfektion.
    Es ist langer Brauch, die Jugend in das Konzertprogramm einzubeziehen. Einige Musiker des Jugendorchesters haben ihren Platz auch im großen Orchester, die Leistung war auf entsprechend hohem Niveau. Dazu gehörte die zauberhafte Geschichte von Aladin, mit ihm hielt auch die Welt aus "Tausend und einer Nacht" Einzug in die Festhalle. In "Dont't mock baroque" malte das Orchester den jungen Fagott-Solistinnen Rhea Klauth und Senta-Luise Betz einen wunderbaren Klangteppich. Harry Potter durfte in den zauberhaften Welten nicht fehlen, der Nachwuchs spielte Ausschnitte aus dem Film "Heiligtümer des Todes". Nach "Pep Rally Rock" als starkem Abschluss durfte das Jugendorchester die Bühne erst nach einer Zugabe verlassen.
    Der zweite Konzertteil des Großen Orchester stand dann im Zeichen zauberhafter Melodien und großer Unterhaltungsmusik von John Moss bis Julius Fucik. Dazu gehörten "A Tribute to Count Basie", der weltbekannte "Soul Bossa Nova" und "James Last Golden Hits". Mit einem der schönsten Märsche, dem "Florentiner Marsch", beendete das Orchester das offizielle Programm. Erster Gratulant für eine meisterhafte Leistung bei Musikdirektor Mathias Mundl war der Vorsitzende des Städtischen Orchester, Gerhard Baldauf. Der begeisterte und lange Applaus der Zuhörer wurde mit einigen Zugaben bedacht.
      Horst Schweizer


von der SYMPHONY NR.1 "The Lord of the Rings" mit Rainer Rudloff in der Festhalle


Worte und Töne beflügeln einander

Stimmkünstler Rainer Rudloff und Städtisches Orchester setzen Glanzlicht mit "Herr der Ringe"

Fantastische Reise durch fantastische Welt: Stimmkünstler Rainer Rudloff las aus "Herr der Ringe", das Städtische Orchester spielte unter Mathias Mundl Sequenzen aus Johan de Meijs gleichnamiger Musikschöpfung.

Ebingen.  
Das akustische Gemeinschaftswerk zu J.R.R. Tolkiens Fantasy-Klassiker wurde im Spannungsfeld von facettenreicher Sprechstimme, wandlungsfähigem Schauspiel und sinfonischer Dramatik in der Ebinger Festhalle zu einem Glanzlicht in der Veranstaltungsreihe der baden-württembergischen Kinder- und Literaturtage.
    Schon der Auftakt führte in jene mystische Dichte ein, die dem "Herr der Ringe" innewohnt. Nach einer zauberhaft wehmütigen Melodie der Bläser schritt Rainer Rudloff durch den Mittelgang zur Bühne, mit einem archaischen Gesang und von Anfang an charismatisch. Als weiser Zauberer Gandalf erzählte der Lübecker Künstler mit bedachtsamen Worten und dem erhabenen Gebaren dieser Figur die Entstehungsgeschichte des "einen" Rings, erzählte von Sauron und wie er, Gandalf, über das Land ritt um Mittelerde gegen die dunkle Gefahr beizustehen.
    Mit instrumentaler Fülle setzte das Orchester das Trappeln des Pferdes in KLang um, in einem ungeheuer schnellen rhythmischen Takt. Der zweite Satz von de Meijs Sinfonie stellt Lothlorien vor, den Elbenwald. Klarinetten und Flöten webten zarte Tongemälde mit feinschattierten Strukturen, so dass der Zuhörer meinte, den heilsamen Duft jenes blühenden Traumgartens riechen zu können. Und dann erschien das Wesen auf der Bühne, das im "Herr der Ringe" zuerst Smeagol hieß, dervon seiner Sippe verjagt zur geschundenen Kreatur Gollum degenerierte.
    In dieser Gestalt brach sich Rainer Rudloffs ungeheure Darstellungskraft eine Bahn. Mimik, Ausdrucksweise, Körpersprache, Bewegung - alleskündete von unbändiger Lust am Spielen und von großem Mut auch zur Hässlichkeit. ER sprühte vor Vitalität, er krächzte, schrie, kroch, schluchzte, flehte, bettelte, kauerte, hüpfte, füllte seine Rolle mit allen Nuancender auf stumpfe Tierebene herabgesunkenen Seele.
    axofonfetzen irrten umher, Töne, die nirgendwo hinpassten, keinen Platz und keinen Halt fanden. Rudloff und das Ebinger Orchester schienen sich gegenseitig zu beflügeln, entschleierten die verschlüsselte Weisheit von Tolkiens meisterwerk und reduzierten sie auf ihren menschlichen Grundstein: auf Gefühle und Triebe in der ewigen Polarität zwischen Gut und Böse.
   Gewaltig auch der vierte Satz der Sinfonie, der Gandalfs Sturz in die Tiefe beschreibt und schließlich finales Aufatmen. Moosgrüne Wiesen entfalten sich vor dem inneren Auge, die heitere, beschwingte, kraftvoll-harmonische Klangkulisse skizzierte die Bewohner des friedlichen Auenlandes, die Hobbits. Rudloffs Dialoge, die eigentlich Monologe waren, flossen und flimmerten ein letztes Mal, denn hier endete die fantastische Reise in die fantastische Welt mit stehenden Ovationen und Beifallsstürmen.
Sabine Miller



vom Auftritt des Orchesters am 03.10.2012 im Europapark in Rust


von der Marktmusik des Klariensembles am 12.05.2012 in der Kapellkirche

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vom Tanztee am 03.06.2012 in der Festhalle

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vom Kirchenkonzert am 17.03.2012 in der Friedenskirche

Viele Klangfarben spiegeln Passionszeit wider
Städtisches Orchester konzertiert in der Friedenskirche Höhepunkt: "Jesus Christ Superstar"

Das Städtische Orchester Albstadt brillierte beim Frühlingskonzert in der Friedenskirche auf höchstem Niveau. Minutenlanger Applaus war anerkennender Lohn. Auch das Jugendorchester überzeugte.

Ebingen.
Im Vorjahr gab es erstmals dieses Konzert im Gotteshaus. Pfarrerin Ilze Druvina meinte eingangs, dass man mit dieser Musik Menschen erfreuen könne. In der Passionszeit mit Aufbruchstimmung sei überall etwas in Bewegung. Musik sei ein Ausdruck der Freude, die zum Lobe Gottes gespielt werde.

Bild vergrößern Die Friedenskirche ist für ihre ausgezeichnete Akustik bekannt, was das Auftaktstück des Jugendorchester mit fast 40 jungen Musikern gleich zum Ausdruck brachte. Ausdruckstark wurde "Celebration and Song" von Robert Sheldon präsentiert. Gegenteilig dazu das ruhige Werk "Pavane pour une infante defunte" von Maurice Ravel. Mit dem Auftaktstück und "Ceremony, Chant and Ritual" mit wuchtigem Beginn, ruhigem Mittelteil und dynamischen, kraftvollen Schlussteil fährt das Jugendorchester am 29. April zum Wertungsspiel nach Tübingen-Pfrondorf. Aus Sicht von Musikdirektor Mathias Mundl war dies sozusagen die Generalprobe. Der lange Applaus brachte zum Ausdruck, dass diese in jeglicher Hinsicht gelungen war. Als Dank servierte der Nachwuchs die Zugabe "The Saints in Rock".

Mathias Mundl  -  "wir sind glücklich, einmal im Jahr ein Konzert in der Friedenskirche durchzuführen" meinte, es wäre in der Passionszeit nicht ganz einfach ein entsprechendes Programm zu gestalten. In höchster Präzision und äußerst ausdrucksstark setzte das Große Orchester mit dem "Slawischer Tanz Nr. 8" von Antonin Dvorak gleich einen Glanzpunkt. Das klassische "Concertino Classico für Flöte und Orchester" schloss sich an. In drei Sätzen schnell, langsam, schneller standen die Flöten-Solistinnen Claudia Dronka, Stefanie Hirt und Aylin Schäfer im Focus, bekamen als Lohn Blumen überreicht.

Höhepunkt des Frühlingskonzertes war die Rockoper "Jesus Christ Superstar" als Collection von Andrew Lloyd-Webber. In diesem höchst anspruchsvollen musikalischen Werk über 20 Minuten, in welchem die letzten sieben Tage im Leben Jesus Christus erzählt werden, überzeugte das Orchester mit seinem großen Klangkörper in höchster Perfektion.

Ganz andere Klangfarben malten die Musiker mit dem sehr ruhigen Werk "Ante Lucem" oder "Vor dem Tag" des österreichischen Komponisten Thomas Doss. Im dunklen Gotteshaus brannten Kerzen, leuchteten nur die Lämpchen an den Notenständern der Musiker, ein Zeichen der Passionszeit. Die Musiker wurden mit Applaus überschüttet, sie belohnten diesen mit der Zugabe aus "Carmina Burana". Horst Schweizer
von der Generalversammlung am 20.01.2012 in der Friedenskirche

Musiker haben viele Termine
Städtisches Orchester zieht Bilanz - Baldauf bleibt Vorsitzender

Gerhard Baldauf bleibt Vorsitzender des Städtischen Orchesters Albstadt. Bei der Generalversammlung wählten ihn die Mitglieder einstimmig für weitere drei Jahre. Positiv fiel das Fazit für das Jahr 2011 aus.

Ebingen.
Ehe es zu der turnusgemäßen Wahl der Vorstandsmitglieder kam, wurde die Entlastung der Führungsriege durch Wilfried Schick beantragt und durch die Mitglieder einstimmig erteilt. Bild vergrößern Wieder gewählt wurden für zwei weitere Jahre Ingrid Kobler als Organisationsleiter, Kerstin Metzler als Ausschussmitglied zur besonderen Verwendung sowie den Kassenprüfer Claus Schulz.
   Der Mitgliederstand des Albstädter Orchesters entwickelte sich zum Positiven: Bei zwei Abgängen konnten acht neue Aktive gewonnen werden, so dass im Ganzen 50 Musiker dabei sind. Auch die Statistik kann sich sehen lassen: 88 Proben und 56 Auftritte absolvierten die Musiker.
    Der Berichterstattung der zweiten Vorsitzenden Christine Mücke zufolge, gehörten zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres das Frühlingskonzert und das Jubiläumskonzert anlässlich des 210-jährigen Vereinsbestehens. Mit eingebunden in die musikalischen, facettenreichen Streifzüge waren neben dem Großen Orchester, das Jugendorchester, das Saxophonensemble, die Big Band, die "Schwoba",  Ensembles und das Blechtett.
    Einen ausführlichen Kassenbericht legte Markus Ruf ab. In der Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben halten sich die Finanzen im Jahresabschluss die Waage. Sorgen bereitet dem Kassier der rückläufige Trend der passiven Mitglieder, die er mit 29 bezifferte. Die Kassenrevisoren bestätigten die Arbeit.
    Über den Zuwachs der Mitglieder im Jugendbereich auf 31 Musiker berichtete Jugendleiterin Melanie Vosseler. Dadurch konnte neben dem Jugendorchester ein Miniorchester gegründet werden. Die Dl-Prüfung legten Theresa Schrenk, Luwam Tedros, Finn Wiebe, Julia Haller, Karolina Pietrzykowska, Anne-Sophie Vetter, Nicole Seiffert und Elisabeth Scharkin ab. Anna-Lena Dörrer, Nicole Roos, Rhea Klauth, Manuel Dörrer und Sara Egger bestanden die D2-Prüfung.
    Dirigent Matthias Mundl bedankte sich für die gute Zusammenarbeit, die den Charakter des Städtischen Orchesters präge. Auf das Orchester übertragen, könne man sich als musikalischer "Botschafter in Albstadt" verstehen.
    Vorsitzender Baldauf nahm die Ehrungen aktiver Mitglieder vor. Er zeichnete Anna Altenburger, Stefanie Hirt und Kerstin Metzler mit einer Urkunde für 10 Jahre aus. Für 20 Jahre wurde Markus Grotz geehrt. Eine Ehrung für besonderen Einsatz im Jugendbereich erhielt Ailyn Schäfer. Nach 25-jähriger aktiver Mitgliedschaft wurde Bernd Vosseler zum Ehrenmitglied ernannt.
    Gustav Kaul
vom Jugendorchester am 25. und 26.12.2011 Augustenhilfe Ebingen

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vom Jubiläumskonzert am 19.11.2011 in der Ebinger Festhalle

Ein Solitär in der Musikszene
Begeisterndes Konzert des Städtischen Orchesters in der Festhalle

Das Herbstkonzert gehört längst zur Tradition. Doch in diesem Jahr stand der 210-jährige Geburtstag des Städtischen Orchesters im Blickpunkt. Die Musiker präsentierten sich in Höchstform.

Ebingen.In der Stadtchronik vom 26. Mai 1801 wird eine Bläsergruppe erwähnt, die mit einer "Lob- und Dank-Musik" am Oberen Stadttor ein Friedensfest krönte. Daraus entwickelte sich eine "Musik-Gesellschaft". Am 1. August 1888 übernahm dann der erste städtische Musikdirektor die Leitung einer 18 Mitglieder zählenden Kapelle. Inzwischen steht als zehnter Dirigent Mathias Mundl dem Städtischen Orchester mit 50 Mitgliedern vor, das sich in die Formationen Großes Blasorchester, Blechbläsergruppe, Big Band und Jugendorchester gliedert. Hinzugesellt haben sich vor kurzem unter der Leitung von Arthur Grochowski die "Luschtige Schwoba".
Bild vergrößern Das gesamte Ensemble prägt das regionale Kulturleben entscheidend mit und wird auch über die Stadt- und Landesgrenze hinaus als hochkarätiger Klangkörper geschätzt. So wurde auch der in der Ebinger Festhalle gefeierte Orchester-Geburtstag zu einem musikalischen Hochgenuss, wobei anlassgerecht Tonschöpfungen von 1801 bis 2011 auf dem Programm standen. Dazu gehörten die von Johannes Brahms komponierte Nachtwache, der bekannte "Yorksche Marsch" von Ludwig van Beethoven sowie der klanggewaltige "Pilgerchor" aus der Oper "Tannhäuser" von Richard Wagner. Als Verneigung vor Wilhelm Langheinrich, der von 1948 bis 1974 Musikdirektor des Städtischen Orchesters Ebingen war, lässt sich die Interpretation des von ihm erdachten, außergewöhnlich klingenden Vorspiels zu einer Komödie werten.
Bei den "Luschtigen Schwoba" sprang der Begeisterungsfunke dann endgültig auf das Publikum über, und so mancher klopfte den Polka-Takt mit. In seinem Jubiläumsgrußwort stellte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow diese Vielseitigkeit besonders heraus: "Albstadt besitzt eine hochwertige Musikszene. Das Städtische Orchester ist darunter ein Solitär." Ein großes Lob gelte der Nachwuchsförderung. Dass sich das Jugendorchester dabei auf dem rechten Weg befindet, bewies es mit der brillanten Darbietung der Peer Gynt-Suite von Edvard Grieg, ebenso mit der Tonschöpfung "Snakes" von Thomas C. Duffy, bei der Pythons, Kobras und Klapperschlangen über den Bühnenboden zischelten. Für das nur mit den Händen inszenierte "Klatsch-konzert" gab es tosenden Beifall: der Rhythmik wegen oder der sich bietenden Möglichkeit, in Zeiten knapper Stadtkassen Konzerte ohne Instrumente zu veranstalten... Mit der raumgreifenden "Celebration" von Philipp Sparke und einem imaginären musikalischen Bummel über eine Großstadtstraße fand das Herbstkonzert seinen Abschluss, bevor die Big Band zur Jubiläumsparty einlud. Musikdirektor Mathias Mundl strahlte. Souverän hatte er "seine" Musiker geleitet und zudem charmant durch das Programm geführt, belohnt durch den Beifall des begeisterten Publikums.
    Monika Brauner-Noak
vom Frühjahrskonzert am 28.05.2011 in der Friedenskirche

Festlicher Rahmen: Städtisches Orchester Albstadt wählt Gotteshaus für sein Frühlingskonzert

Das Städtische Orchester Albstadt hatte in die Friedenskirche zum Frühlingskonzert geladen. Vor voll besetzten Rängen präsentierten das Jugend-und das große Orchester unter Leitung von Mathias Mundl eine große Bandbreite an musikalischen Arrangements.
Ebingen.
"Kein Kirchenkonzert, sondern ein Konzert in der Kirche werde nun vorgetragen!" - mit diesen Worten begrüßte Kirchengemeinderat Dieter Dörrer das gespannte Publikum. In der Bibel würden leider nur wenige Instrumente wie Pauken und Trompeten oder Posaunen erwähnt; glücklicherweise gab es an diesem Abend eine weit größere Auswahl, die zu einem imposanten Gesamt-Klangkörper verschmolz.
Bild vergrößern Die Sonne strahlte bis zum Untergang durch die bunten Kirchenfenster und die "banklose" Friedenskirche bot einen perfekten und festlichen Rahmen für die gelungene Veranstaltung. Bereits das erste Stück des Frühlingskonzerts, die "Festliche Ouvertüre" von Smetana, die anlässlich der Einweihung des Nationaltheaters in Prag komponiert wurde, begeisterte das Publikum. Beim "Concertstück für zwei Waldhörner und Blasorchester" von Adolph Henselt glänzten die Solisten Raphaela Schmoller und Raphael Manno an ihren Hörnern.
Danach demonstrierte das Jugendorchester mit ganz unterschiedlichen Stücken seine Viel-seitigkeit und den guten Ausbildungsstand. Mit der "Western Suite" kam eine gewisse Lagerfeuer Romantik in die würdigen Mauern der Friedenskirche. Die bekannten Melodien aus der "West Side Story" berührten die Zuhörer. Begeisterung löste das flotte Medley "Disco Lives" aus, in dem unsterbliche Disco-Klassikerwie "Stayingalive", "I will survive" oder "YMCA" präsentiert wurden.
Ein weiterer Höhepunkt des Großen Orchesters war die "Candide Suite" von Leonard Bernstein, in der sich ruhige mit bewegten Momenten abwechselten und die Zuhörer immer wieder aufs Neue überraschten. Mit besonderem Applaus wurde das Arrangement "In the Miller Mood" belohnt, in dem das Große Orchester im Big Band Sound in die Swinging Fifties entführte. Musikdirektor Mundl moderierte gekonnt launig durch den Abend und lieferte immer wieder Hintergrundwissen zu den einzelnen Stücken.

Sabine Merz
von der Generalversammlung am 29.01.2011 in der Friedenskirche

Als Ehrenvorsitzender an der Vereinsspitze
Baldauf leitet weiterhin Städtisches Orchester

Gerhard Baldauf bleibt ein weiteres Jahr Vorsitzender des Städtischen Orchesters. Bei der Hauptversammlung fand sich kein Nachfolger. Er selbst wurde zudem zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Ebingen.
Statt Rückschau kam die zweite Vorsitzende Christine Mücke auf Schwachstellen zu sprechen. Sie bedauerte, dass es mittlerweile keine Friedhofsmusik mehr gebe. Und auch beim Turmblasen auf der Martinskirche, was sowieso nur noch sehr selten stattfinde, brauche das Orchester Verstärkung von anderen. Und das obwohl, wie sie sagt: "Wir haben doch 41 aktive Musiker".
    Von positiven Finanzen berichtete Kassier Markus Ruf. Die Kassenprüfer Peter Kuck und Anja Endlichhofer bescheinigten ihm einwandfreie Arbeit.
    Bild vergrößern Im Januar 2010 wurde mit 20 Nachwuchsmusikern begonnen, mittlerweile ist das Jugendorchester 28 Mitglieder stark, zeigte sich Jugendwartin Melanie Vosseler zufrieden. Allerdings sei das Miniorchester in den anderen Orchestern aufgegangen. Weniger glücklich zeigte sich Melanie Vosseler mit der Mitgliederwerbung. Man habe keine Jugendlichen gewonnen, bedauerte sie.
    "So toll wie Ihr spielt, finde ich für ein Orchester unserer Größe hervorragend", lobte Dirigent Mathias Mundl seine Musikerschar, die sich wahrlich nicht verstecken müsse. "Wir tun viel für Albstadt, für Bildung, Kultur und für die Gemeinschaft" erinnerte er; doch sei es wichtig, neue Mitglieder zu gewinnen. Auch Erwachsene, um die Einzelformationen weiterzuführen. Im Bereich der Jugendarbeit appellierte er, die Entwicklung in Albstadt vor allem mit der Jugendmusikschule im Auge zu behalten, um weiterhin qualifizierten Unterricht anzubieten.
    Abschließend mahnte Mathias Mundl wieder einmal den mangelnden Probenbesuch an.
    Ehrenvorsitzender Horst Kaiser freute sich bei seinem Antrag über die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft. Er freue sich, dass das Orchester bei den Vereinskürzungen glimpflich davonkomme, sagte Gemeinderat Wolfgang Gross, mahnte aber, die Finanzen in den Griff zu bekommen.
    "Es gab früher im musikalischen Bereich nichts Besseres als die Orchester im heutigen Albstadt", lobte Josef Braun, der Kreisblasmusikverbandsvorsitzende. Es gebe aber auch kaum eine Stadt, die so viel Geld für Musik aufwende.
    Ergebnis der Neuwahlen: Vorsitzender Gerhard Baldauf, geschäftsführende Vorsitzende Christine Mücke, Kassier Markus Ruf, Schriftführerin Anna Altenburger, Jugendwart Melanie Vosseler, Noten /Instrumentenwart Norbert Hirt, Organisationsleiterin Ingrid Kobler, Mitglied z.b.V. Kerstin Metzger und Jugendvertreter Jonathan Dörrer.
Bianca Roith


Goldene Ehrennadel mit Diamant
Musiker Josef Schneider erhält Ehrung für 70 Jahre Treue

Ebingen. "Das gab es noch nie", kündigt Josef Braun, Vorsitzender des Kreisblasmusikverbands, eine außergewöhnliche Ehrung beim Städtischen Orchester Ebingen an. Josef Schneider wurde für 70 Jahre aktive Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel mit Diamant ausgezeichnet. " Er ist ein Vollblutmusikant", lobte Braun. Josef Schneider spielte bereits unter vier verschiedenen Ebinger Musikdirektoren. Er musiziert in der Bigband und im großen Orchester. Der Donauschwabe aus Arad begann 1937 mit der Musik. Seine Instrumente waren immer das Saxophon und die Klarinette. Derzeit spielt der 84-jährige auch aushilfsweise im Salonorchester mit.
    Seit 60 Jahren ist Max Bantle aktives Mitglied im Städtischen Orchester. Auch er erhielt die goldene Ehrennadel mit Diamant.
    Für zehn Jahre Mitgliedschafterhielt Eva-Maria Grochowski die bronzene Ehrennadel. Für besonderen Einsatz ausgezeichnet wur de Bernd Vosseler für die jahrelange kreative Gestaltung der Plakate und Programmhefte. Für ihrenEinsatz wurde Christine Mücke mit einen Blumenstrauß beschenkt. Die D l-Prüfung haben bestanden: Manuel Dörrer, Senta-Luise Betz, Prisca Neumann, Lisa Scheidig, Olivia Schmidt und Sven Veeser. Ausgezeichnet für fleißigen Probenbesuch wurden Rudi Kramer (null Fehlproben), Markus Grotz und Christine Mücke (eine Fehlprobe).
bro


vom Herbstkonzert "Grenzgänge" am 20.11.2010 in der Festhalle

Grenzgänger mit Mut zu besonderen Klangwelten
Beim Herbstkonzert überzeugte das Städtische Orchester Albstadt
mit pfiffigen Ideen und einem breiten Repertoire

Mit einem weit gespannten Repertoire wartete das Städtische Orchester Albstadt beim Herbstkonzert auf. Alle Register wurden gezogen zu einer Meisterleistung mit höchster Perfektion. Das Jugendorchester stand nicht nach.

Ebingen.
   Das gut besuchte Herbstkonzeit wurde am Ende vom Publikum mit langem Beifall bedacht. Spontan machte sich der erste Vorsitzende Gerhard Baldauf auf zu Musikdirektor Mathias Mundl, um auch im Namen der begeisterten Besucher zu gratulieren. Dieser hatte mit "Grenzgänger" ein Motto gewählt, in welchem nicht nur musikalisch Grenzen überschritten wurden. An diesem festlich-musikalischen Abend entführte das Orchester in die Unterwelt, in das Reich der Vampire, nahm die Hexenverfolgung auf.
   Eröffnet wurde das Konzert mit der Ouvertüre "Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach. Das Orchester setzte musikalisch einen ersten Glanzpunkt, Christine Mücke an der Klarinette stellte die musikalische Verbindung in harmonischem Einklang her. Da Orpheus in das Tal und ein anderes Land wandert, fand der Grenzgang erstmals statt. Das Werk "Allegro moderato" aus dem Concerto Grosso opus 6 n° 10 von Georg Friedrich Händel wird von neuen Stilelementen bis zur Frühklassik geprägt, serviert vom Klarinetten-Ensemble. Ebenfalls "Rondo" von Beethoven. Grenzen überschreiten mussten die Aktiven des Trompeten- und Posaunenregisters mit ihrem Gesang bei der musikalisch-dynamischen Hexenjagd "7 Impressionen einer Hexenjagd" mit herausragender klanglicher Darbietung. Der wilden Jagd schloss sich mit "Siciliana Notturno" für Altsaxophon und Orchester ein ruhigeres Stück an. Das Orchester bereitete Solist Bernd Vosseler einen harmonischen Klangteppich.
Bild vergrößern    Es ist guter Brauch, die Jugend in das Konzertprogramm einzubeziehen. Einige Musiker des Jugendorchesters haben ihren Platz auch im großen Orchester. Die Leistung war auf entsprechend hohem Niveau. Dazu gehörte "Der Zauberlehrling" von Paul Dukas und "Sparkling-Drums" für Drum-Set und Orchester. Schon in densiebziger Jahren gewann das Drum bei Sinfonie- und Blasorchestern an Stellenwert. Faszinierend die junge Schlagzeugtruppe mit vier Spielern, im Fokus hier Solist Jonathan Dörrer. Der ruhigen Komposition "Air for Winds" folgte das schwere Stück aus der Filmmusik "Die Maske des Zorro". Der Nachwuchs meisterte die Herausforderung bestens und Musikdirektor Mathias Mundl war stolz auf die jungen Musiker. Die guten Leistungen sind mit ein Grund, dass die genannten Senta-Luise Betz, Manuel Dörrer, Priska Neumann, Olivia Schmidt, Sven Veeser und Lisa Scheidig heuer die D l-Prüfung ablegten und "sich Schritt für Schritt in Richtung großes Orchester begeben".
   Dieses nahm Platz zum großen Finale, vollzog den Grenzgang nach Transsilvanien beim "Tanz der Vampire" klanglich und rhythmisch meisterlich. Neue Klangwelten schuf in den siebziger Jahren die Gruppe Earth, Wind & Fire, mit der gleichnamigen Komposition gab das Orchester seinen Besuchern einige bekannte Lieder mit auf den Heimweg. Mit dem "Königsmarsch" aus Till Eulenspiegel und einer weiteren Zugabe rundete das Städtische Orchester seine meisterhafte Leistung ab.

Horst Schweizer




vom Ausflug des Jugendorchesters vom 10. bis 12.09.2010 mit Auftritt im Europapark Rust

Ausflug-Rust

vom Open Air am 18.07.2010 auf dem Mazmann-Festplatz

OpenAir

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vom Gemeinschaftskonzert Albstadt - Winnenden am 24.04.2010 bei Automobile Zollernalb

Gemeinschaftskonzert

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vom Tanztee mit Geburtstagsparty am 28.02.2010 in der Festhalle
zum Vergrößern in das Bild klicken


von der Generalversammlung am 29.01.2010 in der Friedenskirche

Die Musiker haben einen vollen Terminkalender

Zahlreiche Konzertauftritte: Städtisches Orchester Albstadt zieht Bilanz -
Hauptversammlung mit Ehrungen und Wahlen

Das Städtische Orchester Albstadt kann auf ein aktives Jahr mit zahlreichen Konzerten zurückblicken. Bei der Hauptversammlung wurde Bilanz gezogen. Außerdem standen Ehrungen und Wahlen an.

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Ebingen. Eröffnet wurde die Jahreshauptversammlung musikalisch durch das Saxophon-Ensemble. Danach begrüßte der erste Vorsitzende Gerhard Baldauf die Gäste. Christine Mücke, als geschäftsführender Vorstand, zählte die vielen Aktivitäten in ihrem Geschäftsbericht auf. Insgesamt bei 120 Proben und 71 Auftritten wa-ren die Ensembles des Städtischen Orchesters im Einsatz. Oskar Rühlemann gab einen ausführlichen Bericht über die Finanzen ab. Anja Endlichhofer und Markus Ruf bescheinigten ihm eine vorbildliche Führung. Die Entlastung erfolgte einstimmig. Jugendleiterin Melanie Vosseler zeigte auf, wie schwierig es ist, ein gewisses Niveau zu halten. Es kommen stets Neue hinzu, doch Musikdirektor Mathias Mundl schaffe es immer wieder, die Neuen zu integrieren.
Bild vergrößern     Musikdirektor Mathias Mundl zeigte sich mit der Entwicklung des Orchesters zufrieden. Dies spiegelt sich wider in den zahlreiche Veranstaltungen mit durchweg hohen musikalischen Ansprüchen. Er mahnte auch den Probenbesuch an. Um die positive künstlerische Entwicklung weiterzuführen, sei jeder Einzelne gefragt. OB Dr. Gneveckow zeigte sich erfreut über das große Engagement der Ensembles. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt. Insgesamt acht aktive Mitglieder konnte Gustolf Kohler, der auch die Grüße vom Blasmusik Kreisverband überbrachte, für langjährige Mitgliedschaft ehren.
    Wolfgang Grund ist zehn Jahre dabei, Norbert Hirt und Melanie Vosseler 20 Jahre. Für 30 Jahre wurden Andreas Maucher, Lothar Meinzer und Reinhard Weßner geehrt, für 40 Jahre Reiner Benkler und Ingrid Kobler. Die "Top 3" der Probenbesucher: Rudi Kramer und Sepp Schneider haben je einmal gefehlt, Peter Bück hat zweimal gefehlt. Ehrung für besonderen Einsatz: Peter Buck und Peter Weißgerber fielen durch ihr außergewöhnliches Engagement bei der Sommerveranstaltung auf. Peter Kuck erweckte die Bauernkapelle zu neuem Leben und ist Manager der "Luschtige Schwoba". Bei den Neuwahlen wurde der erste Vorsitzender Gerhard Baldauf für ein Jahr gewählt. Kassier ist Markus Ruf, Organisationsleiterin Ingrid Kobler, Mitglied z.b.v.: Kerstin Metzler, Kassenprüfer 2: Peter Kuck.

Maximilian Bantle




vom Herbstkonzert am 21.11.09 in der Ebinger Festhalle
Meisterhaftes "Concerto Grosso"
Städtisches Orchester zog bei Herbstkonzert alle Register

Das Städtische Orchester Albstadt wartete bei seinem Herbstkonzert mit einer Meisterleistung auf. Neben den Aktiven gehörte die Anerkennung gleichermaßen dem Jugendorchester und den Minis.

Ebingen.
Das gut besuchte Herbstkonzert stand unter dem Motto "Concerto Grosso", also "großes Konzer"". Dabei steht eine kleine, solistische Gruppe von Instrumenten einer größeren gegenüber, was einem Solopart verschiedener Musiker gleichkommt. Bild vergrößern Musikdirektor Mathias Mundl hatte damit einen Volltreffer gelandet, minutenlanger Beifall am Ende überschüttete das Orchester für eine Vorstellung in höchster Präzision. Er hatte einen Klangkörper vorbereitet und geschmiedet, welcher in jeglicher Hinsicht bestens und perfekt harmonierte.

    Den Auftakt machte die Ouvertüre "Feuerwerksmusik" von Händel. Mit einer langsamen lyrischen Einleitung, getragen von Klarinetten und Hörnern, begann die "Ouvertüre für Harmoniemusik op 24" von Felix Mendelssohn-Bartholdy, welcher viel spritzige Rhythmik und virtuose Melodik zu einem großen Werk anschloss. Begeisternden Applaus gab es für Christine Mücke als Es-Klarinetten-Solistin in "Capriccio" von Hans Zander. Dabei ließ der Komponist verschiedene Teile immer wiederkehren, das Orchester bereitete der Solistin ein harmonischen Teppich.

   "Auch in unserer Zeit gibt es neue Werke für Blasorchester", so Musikdirektor Mathias Mundl, welcher durch das Programm führte. Anspielend auf eine nicht alltägliche Komposition von Rolf Rudin, und dessen Orchesterwerk "Der Traum des Oenghus". Das gesamte Werk ist auf sechs Tönen aufgebaut, gepaart mit Akkorden, Klängen und Harmonie. Die 55 Musiker meisterten das schwierigste Konzertstück, welches 20 Minuten dauerte. Es erzählte die Geschichte einer irischen Sage des Königssohnes Oenghus, welcher sich auf die Suche nach einem Flöten spielenden Mädchen machte.

    Seit einem halben Jahr sind die Minis in Ausbildung und durften eine Kostprobe ihres beachtlichen Könnens geben. Feierlich ihre Eröffnung unter Leitung von Christine Mücke mit der "Ceremonial Prelude", welcher sich "London-derry Air" und "Meet the Flintstones" anschloss. Wie nicht anders zu erwarten, hatte der jüngste Nachwuchs eine Zugabe vorbereitet. Eine Belohnung war, dass die Minis das erste Stück "Fairytale" gemeinsam mit dem Jugendorchester unter Leitung Mathias Mundls spielen durften. Alle Register besetzt sind in dessen 35-köpfigem Klangkörper, deren Programm sich ebenfalls mit "Concerto Grosso" befasste.

    Im Focus des Concert-Medley von "Herr der Ringe" stand die junge Trompeten-Solistin Meike Rola - ein Klasse-Auftritt. Weiter ging's mit der "Introduction and Modern Beat" sowie "The Lord of the Dance". Den abschließenden Konzertteil gestaltete das große Orchester mit "That's a plenty" für BlechbläserEnsemble, "Mah Na Mah Na" und "Funky Winds". Der begeisternde Applaus wurde mit Zugaben gebührend belohnt.            Horst Schweizer





vom Platzkonzert am 08.06.09 vor dem Rathaus
Platzkonzert
vom Kirchenkonzert am 15.03.09 in St. Josef
Geballte Klangkraft in St. Josef
Kirchemusiker und Komponist Bach hätte applaudiert

Mit einem außergewöhnlichen Programm gestaltete das Städtische Orchester Albstadt gemeinsam mit dem Jugendensemble eine mitreißende musikalische Abendstunde.

Ebingen.
Begonnen wurde mit Melchior Franck, der - um 1580 geboren und 1639 verstorben - sich in der Stilwende von der Spätrenaissance zum Frühbarock befand. Er hinterließ ein umfangreiches kompositorisches Werk für den gottesdienstlichen Gebrauch, aus dem die Blechbläsergruppe des Großen Orchesters zwei empfindsame Intraden auswählte. Bild vergrößernIhr schloss sich das Jugendorchester an mit einer kleinen Serenade von Johann Sebastian Bach, dem Großmeister des Barocks, dessen geistliche und weltliche Werke auch heute noch Herz und Seele ansprechen. Von Mathias Mundl geführt, waren die Mädchen und Jungen aufmerksam und voller Ernst dabei, um sich dann jedoch voller Rhythmik und Dynamik bei den Musikstücken "Air for Band" von Frank Erickson und "Canto a UNICEF" von Ferrer Feran dem modernen Sound zuzuwenden.

    Denn neben den klassischen Tonschöpfungen standen zahlreiche zeitgenössische Kompositionen im Programm wie der fulminante "Choral Prelude" von Willy Hautvast und die "Dynamic Overture" von Franco Cesarini, die, getragen auch durch die ideale Akustik des Kirchenraumes durch das Große Orchester zu einem monumentalen Klangerlebnis wurde. Im Mittelteil finden sich zwar lyrische Momente, doch mündet das Werk, seinem Titel gerecht werdend, in eine mitreißende, funkensprühende Coda.

    Herauszustellen sind gleichermaßen die verschiedenen Instrumentalgruppen des Orchesters, so das Klarinettensextett und das Bläserquintett, die Mozart und Bach ihre Reverenz erwiesen, das Flötenduo, das gemeinsam mit dem Organisten Hans-Peter Merz die Trisonate c-moll von Johann Joachim Quantz (1697-1773) intonierte, sowie das Saxophonensemble mit Harold L. Walters modernem Sound "Moonrise".

    Die Stunde abendlicher Kirchenmusik fand ihren Höhepunkt mit der aufrüttelnden Komposition "Der Leidensweg Christi" von Dominik J. Del Ra. Mit einem statischen Thema fängt er die Stimmung in Golgatha und den Marsch zum Kalvarienberg ein, Trauer formuliert sich durch den melancholischen Klang des Englisch Horn, während Hammerschläge, von der Schlagzeuggruppe eingesetzt, die Kreuzigung ankündigen. Ein beeindruckendes Werk, das beweist, dass biblische Themen, auch in moderne Dynamik und Rhythmik gefasst, Gefühl und Geist berühren können. Johann Sebastian Bach, der bei der Schöpfung seiner Kirchenmusiken variations - und melodienreich immer wieder neue Wege beschritt, hätte begeistert Beifall gespendet - und das sowohl wegen der modernen Tonkreationen als auch der brillanten Interpretation durch das Städtische und Jugendorchester. Anerkennung gebührt Mathias Mundl für die versierte musikalische Gesamtleitung.
       Monika Brauner-Noack

von der Generalversammlung am 16.01.09
Motiviert ins neue Jahr
Städtisches Orchester zieht Bilanz - Verstärkter Einsatz bei Jugendwerbung

Das Städtische Orchester Albstadt hat musikalisch ein erfolgreiche Jahr hinter sich. In Zukunft soll die Jugendwerbung verstärkt in Angriff genommen werden.

Ebingen.
Der 1.Vorsitzende Gerhard Baldauf begrüßte die Anwesenden und lobte: "Christine Mücke hat ihre Arbeit im ersten Jahr als geschäftsführender Vorstand gut gemacht." Das Jahr 2008 bezeichnete Christine Mücke als positiv und erwähnte besonders die Fragebogenaktion. Mit einem Fragebogen wurde versucht, Probleme und Wünsche auszuloten. Das Ergebnis: "Motiviert sind alle, wirklich unzufrieden ist keiner."
Bild vergrößern    Insgesamt wurden 120 Proben abgehalten, dazu kamen 91 Auftritte der Ensembles. Einen ausführlichen Bericht gab Kassier Oskar Rühlemann ab. Rühlemann: "An den Ausgaben kann man nicht kürzen, doch durch verschiedene Einnahmequellen über die Musik, zum Beispiel durch weitere Auftritte, kann man mehr Geld in die Kasse bringen." Die Kassenprüfer Markus Ruf und Maximilian Bantle bescheinigten dem Kassier eine vorbildliche Kassenführung. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
   Jugendwart Norbert Hirt informierte, dass Christine Mücke im letzten Jahr das Miniorchester von Ulrike Taslos übernommen hat. Diese Gruppe steht im Umbruch. Nachdem einige Mitspieler aufhörten, wurde beschlossen, die noch verbliebenen Spieler in Jugendorchester aufzunehmen und ein neues Miniorchester aufzubauen. "Derzeit befinden sich zehn Jungmusiker in Ausbildung, das sind zu wenig," so Norbert Hirt. Der Jugendwart erinnerte daran, dass die meisten Jugendlichen durch Mund-zu -Mund-Propaganda gewonnen werden können. Man müsse die Jugendwerbung verstärkt angehen.
    In seinem Dirigentenbericht bezeichnete Matthias Mundl 2008 als ein erfolgreiches Jahr. Highlight waren die Kirchenkonzerte in Mengen und Laufen mit den beiden Chören aus Ennetach und Laufen und die Jugendmatinée. Ein großer Erfolg war das Wertungsspiel in Weitingen, wo sich das Orchester in Höchststufe den Juroren stellte. "Wir machen gemeinsam Musik, das heißt, sich darauf einlassen, nicht zögern, sondern handeln und einbringen, dies erfordert individuelles Engagement von jeden Einzelnen."    Gustolf Kohler überbrachte die Grüße vom Kreisverband und nahm die Entlastung vor, die einstimmig erfolgte. Im Anschluss standen Ehrungen an: Arthur Grochowski wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt, Stefan Schleich für 20 Jahre, Rudi Kramer für zehn Jahre. Nach 25jähriger aktiver Mitgliedschaft wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt: Peter Kuck, Markus Ruf, Christine Mücke. Erfolgreiche D-Prüfun-gen: Christina Merz (D3), Carolin Adis(D2), Anna-Lena Dörrer (Dl). Top 3 der Probenbesucher: Jonathan Dörrer hat nicht gefehlt, Catherine Gruat und Rudolf Kramer haben je einmal gefehlt. Ehrung für besonderen Einsatz: Andreas Maucher.
    Die Neuwahlen ergaben: Kassier: Oskar Rühlemann, kommisarisch für ein Jahr, Jugendwart: Melanie Vosseler, Noten -/ Instrumentenwart: Catherine Gruat, Mitglied z.b.V.: Daniela Rühlemann, Jugendvertreter: Jonathan Dörrer, Kassenprüfer: Anja Endlichhofer.
    Maximilian Bantle




vom Herbstkonzert am 22. 11. 08 in der Festhalle
Eine Reise rund um den Globus
Städtisches Orchester Albstadt bot Glanzleistung beim Herbstkonzert

Mit einem großartigen Herbstkonzert wartete das Städtische Orchester Albstadt auf. Nicht nur den Aktiven gehörte die Anerkennung der Besucher, sondern gleichermaßen auch dem großen Jugendorchester.

Ebingen.
Dennoch gab's einen Wermutstropfen, für welchen es, sieht man von den winterlichen Verhältnissen ab, allgemein keine Erklärung gab. Hatte das Städtische Orchester bei seinen Herbstkonzerten stets ein volles Haus verzeichnen können, war die Ebinger Festhalle diesmal äußerst schwach besucht. "Klingende Landschaften" - dieses Motto verpasste Musikdirektor Mathias Mundl dem Konzert. Es sollte eine musikalische Reise in verschiedene Länder der Welt werden.
    Bild vergrößernEingestimmt wurde sanft mit "Morgenstimmung" aus "Peer Gynt" op. 46 von Edvard Grieg. Dem Städti-schen Orchester gelang meisterhaft, mit dieser Suite eindrucksvoll die bildhafte Vorstellung eines sonnenhellen skandinavischen Morgens zu vermitteln.
   Der französische Komponist Darius Milhaud komponierte eine Suite in fünf Sätzen, basierend auf Melodien seines Heimatlandes und nach französischen Provinzen benannt. Entsprechend gegensätzlich das große Werk mit Normandie, Bretagne, Ile de France, Alsace-Lorraine und Provence. Im Mittelpunkt stand Norbert Hirt mit dem Bass-Saxophon, einem der tiefsten Instrumente mit sanft getragenen, manchmal schwermütigen Tönen.
   In ein anderes Land ging es mit "Variationen über ein Thema von Glinka für Oboe und Blasorchester" - nach Russland. In einer kurzen Orchestereinleitung stellte das Soloinstrument das Thema vor. Großartig, was Solist Martin Thorwarth in der Originalkomposition von Rimsky-Korsakov als Glanzleistung bot. Dieser stand das Orchester nicht nach, welches Thorwarth die passende Rhythmik bot.
   Von Russland folgte ein Abstecher in die schottischen Highlands. Der erste Teil der Suite "From Hymn of the Highlands" bot symphonische Blasmusik auf höchstem Niveau, im Fokus in "Alladale" stand das Saxophon-Trio Carina Flad, Christina Merz und Bernd Vosseler, in "Dundonell" war Rhythmik und Temperament angesagt. Mit diesem großen Werk nahm das Orchester erfolgreich beim Wertungsspiel in Freudenstadt teil.
   Alle Register besetzt sind im 35-köpfigen Jugendorchester, welches Musikdirektor Mathias Mundl leitet. Der große Klangkörper bot eine beeindruckende, geschlossene musikalische Leistung. Auch deren Programm befasste sich mit "Klingende Landschaften", die Reise startete mit "Selections from Tarzan" in Afrika, beschäftigte sich mit der Historie der Kelten in dem anspruchsvollen Werk "Celtic Ritual". Zu den Piraten führte "Pirates of the Caribbean", mit der Zugabe "Jamaika"" blieb man in dortigen Gefilden.
    Der zweite Konzertteil begann bei den Preußen mit "Des Großen Kurfürsten Reitermarsch", in welchem Trompeten und Pauken als privilegierte Instrumente der Fürsten herausragten. Mit der Strauß-Komposition "Donauwalzer" als heimlicher Nationalhymne Österreichs unterstrich das Orchester seine stilreine Spielweise ebenso wie beim Besuch von Mogli und Balu im "Dschungelbuch" von Robert Sherman.     Horst Schweizer


vom Wertungsspiel am 20. 07.08 in Weitingen
Mit Pauken und Trompeten
Städtisches Orchester erfolgreich beim Wertungsspiel in Weitingen

Das Städtische Orchester Bild vergrößerntritt regelmäßig bei Wertungsspielen in der Höchststufe an. Vor kurzem trat das Orchester beim Kreismusikfest in Weitingen zur Wertung an.

Ebingen.
Mit dem Bus und einem Anhänger mit Schlagzeug-Equipment ging die Reise zeitig los. Musikdirektor Mathias Mundl stimmte das Orchester zunächst im Einspielraum auf den großen Auftritt ein. Aber bevor es richtig zur Sache ging, mussten erst noch Schlagzeug, Pauken und Notenständer passend auf der Bühne aufgebaut werden.

  Nach einem kurzen Einspielen durch einen Choral wurden dann zwei Stücke aus der Höchststufe vorgetragen. Begonnen wurde mit der "Suite Francaise" von Darius Milhaud. Nach diesem Pflichtstück kam das Bild vergrößern Selbstwahlstück "Suite from Hymn of the Highlands" an die Reihe. Dieses Stück forderte immer wieder Einzelleistungen von den Musikern, so besteht der zweite Satz aus einem Solo für drei Saxophone, die dezent vom Orchester begleitet werden. Die Zeit bis zur Ergebnisbekanntgabe nutzte das Orchester, um am Massenchor in der Dorfmitte von Weitingen teilzunehmen und später den Festzug durch das Dorf tatkräftig mit Marschmusik zu unterstützen.

  Gegen 17 Uhr wurden dann die Ergebnisse des Wertungsspiels im voll besetzten Festzelt verkündigt: Das Städtische Orchester Albstadt hat mit sehr gutem Erfolg teilgenommen. Auf dieses Ergebnis wurde dann gleich noch mal angestoßen, bevor sich der Bus mit zufriedenen Musikern wieder auf den Weg nach Albstadt machte. Beide Wertungsstücke werden beim Herbstkonzert am 22.November in der Festhalle in Ebingen zu hören sein.

von der Jugendmatinée am 20.04.08

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www.staedtisches-orchester-albstadt.deZur Fotogalerie - Matinee 2008 Zur Startseite



von der Generalversammlung am 22.01.08

VEREIN ⁄ Städtisches Orchester hat eine neue zweite Vorsitzende

Neue Wege führen zum Erfolg

"Musikalisch erfolgreiches Jahr"  -  Christine Mücke rückt für Bernd Vosseler nach

Bei der Generalversammlung des Städtischen Orchesters Albstadt gab der zweite Vorsitzende, Bernd Vosseler, sein Amt ab. Berufliche und private Gründe haben ihn zu diesem Schritt bewogen, erklärte Bernd Vosseler. Seine Nachfolgerin und damit auch neue geschäftsführende Vorsitzende ist Christine Mücke.



EBINGEN ♦ Dass Bernd Vosseler dem Städtischen Orchester weiterhin die Treue halten möchte, freute den Vorsitzenden Gerhard Baldauf bei allem Verständnis besonders. Baldauf hielt Rückschau auf ein "musikalisch tolles, erfolgreiches Jahr 2007" und erinnerte u.a. an die Sommer-Serenade, bei der drei Orchester musikalisch und organisatorisch "durch dick und dürn" gegangen seien, so Baldauf stolz. Bild vergrößernWie das Orchester habe auch das Projektorchester ein bisschen unter schwachem Probenbesuch gelitten, so Bernd Vosseler in seinem Rückblick. Dennoch und auch trotz der widrigen Witterungsverhältnisse sei die Sommer-Serenade ein großer Erfolg gewesen. Ein dickes Lob gab es von Vosseler für die musikalische Qualität im Orchester und bei der Jugend. Zur Nachwuchssicherung wurde 2007 wieder ein Miniorchester gegründet, das es zu pflegen gelte.
Nach dem Kassenbericht von Oskar Rühlemann, gegen den die Kassenprüfer Max Bantle und Rainer Benkler keine Einwände hatten, hob Jugendwart Norbert Hirt das Miniorchester als wichtige Institution hervor. Denn dort werde aus dem Einzelkämpfer ein Teamplayer. Ab April wird das Miniorchester nach Ulrike Tsalos eine neue Leitung haben. Fürs derzeit 27-köpfige jugendorchester steht im April eine kleine Jugendmatinée auf dem Programm, außerdem eine Probenwoche im September im Kleinwalsertal. 2007 war der Musikernachwuchs beim Wertungsspiel erfolgreich, präsentierte sich beim Herbstkonzert und auf dem Ebinger Weibnachtsmarkt. Abschließend appellierte Norbert Hirt, die Werbetrommel für das Orchester zu rühren. Von einem "sehr arbeitsintensiven, aber erfolgreichen Jahr" sprach Dirigent Mathias Mundl. Er bedankte sich bei den Musikern für den unermüdlichen Einsatz und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Die Entlastung, die einstimmig erfolgte, beantragte Gustolf Kohler vom Kreisverband. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Zweite Vorsitzende ist Christine Mücke, Organisationsleiterin Ingrid Kobler, Schriftführer Reinhard Weßner (für Kurt Meboldt) und Kassenprüfer Markus Ruf (für Rainer Benkler). Gustolf Kohler oblag es, Mitglieder für langjährige Treue auszuzeichnen. Die bronzene Ehrennadel und einen Kinogutschein vom Verein erhielten Simone Endlichhofer und Carina Flad für zehnjährige Vereinstreue. Seit 50 Jahren dabei ist Wolfgang Cyris. Er bekam die goldene Ehrennadel mit Diamant und eine Urkunde sowie Weinpräsente von Verband und Verein. Heidi Pietsch wurde von Bernd Vosseler für 25 Jahre mit einer Ehrenurkunde bedacht. Als Neuzugänge begrüßte Vosseler Sara Egger und Simone Daiggler-Sauter. Zu erfolgreichen D-Prüfungen gratulierte er Jonathan Dörrer (D-3), Christina Merz (D-2) sowie Carolin Adis und Theresa Baldauf (D-1). Die fleißigsten Pro benbesucher waren Desirée Brösamle, Catherine Gruat und Rudolf Kramer. Für besonderen Einsatz wurden Jonathan und Dieter Dörrer mit Kinogutscheinen beschenkt.
BIANKAROITH

vom Herbstkonzert am 24.11. 2007 in der Ebinger Festhalle

Kultur / Herbstkonzert des Städtischen Orchesters -
Mini-Orchester besteht die Feuertaufe mit Bravour

Impressionen: In die Glitzerwelt des Broadway entführt

Begeistert und stürmisch war der Applaus für das Städtische Orchester Albstadt. Dieses wartete beim Herbstkonzert am Samstagabend, auch mit der Solistin Anne-Lisa Wiesinger, mit einer brillanten Leistung auf. Nicht nur den Aktiven gehörte die Anerkennung, das große Jugendorchester überzeugte ebenso.

EBINGEN▪  "Broadway Impressionen" - dieses Motto verpasste Musikdirektor Mathias Mundl dem diesjährigen Herbstkonzert. Eine etwas andere Richtung, er wollte damit die Besucher einer voll besetzten Festhalle in die Theateratmosphäre mitnehmen und einführen. Gelungen ist ihm dies auf bemerkenswerte Art, das Konzertprogramm ließ keine Wünsche offen. Allen voran die Freunde des Musicals erlebten einen Abend in höchster Vollendung. Passend zu der Mundl-Aussage "Musik ist keine Musik, wenn sie nicht in einem schwingt". Mini- und Jugendorchester, Big Band und das große Orchester zeigten die gesamte Bandbreite erfolgreicher musikalischer Arbeit beim Städtischen Orchester Albstadt eindrucksvoll auf. Bild vergrößern
   Aufgeregt waren zwölf Minis, sie hatten ihre öffentliche Premiere. Seit einem knappen Jahr üben diese Kinder, vor sechs Monaten nahm sie Ulrike Tsalos unter ihre Fittiche. In dieser Zeit wurde gelernt, wie aus Einzelkämpfern eine Gruppe zusammen wächst, was musikalisch miteinander machbar ist. Kaum war der letzte Ton eines ihrer letzten Stücke, so auch "O du lieber Augustin", verklungen, wurden rasch und voller Eifer die Noten für das nächste Stück gesucht.
   Alle Register besetzt sind im 30-köpfigen Jugendorchester, welches Musikdirektor Mathias Mundl leitet. Entsprechend groß die Auswahl der Literatur für diesen Klangkörper, welcher mit einer beeindruckenden musikalischen Leistung aufwartete. So mit "Movie Blockbusters", einem von Michael Brown arrangierten Werk bekannter Film- und Musicalmelodien. Gegensätzlich "Voices of the Sky" welches abwechslungsreich die unterschiedlichen Himmelsfarben und -stimmungen mit hellen und dunklen Momenten zum Ausdruck brachte. Den ebenso beeindruckend dargebotenen "Die Chroniken von Narnia" schloss sich die den Applaus belohnende Zugabe an. Ein Farbtupfer des Herbstkonzertes war der Auftritt der Big Band. Musikalisch wie mit der Solistin Anne-Lisa Wiesinger, welche in "It don't mean a thing" und "Fly me to the moon" ihre ersten beiden Auftritte hatte. Dem schloss sich "King of the Timbales" an.
   Eindrucksvoll eröffnet wurde das Herbstkonzert vom Großen Orchester mit "Curtain up" und "König der Löwen" Dieses übernahm auch den Schlussteil, beginnend mit "Evita", der Musicalgeschichte über die argentinische Politikerin und Persönlichkeit Eva Duarte. Glänzend das Miteinander von Orchester und Solistin, welche auf dem Balkon der Festhalle "Don't cry for me Argentina" sang.
   Im Mittelpunkt stand die 19-jährige Anne-Lisa Wiesinger, die erst seit wenigen Jahren Unterricht erhält, auch mit dem folgenden "Ich gehör nur mir" aus dem Musical Elisabeth. Begeistert der Applaus für den großartigen Vortrag. Das Orchester ließ das Musical "Oklahoma" folgen und schloss den langen, beeindruckenden Konzertabend mit "Broadway Impressionen" mit den Solisten Anja Endlichhofer, Klarinette, und Markus Ruf, Trompete. Den langen Applaus belohnten die Musiker mit weiteren Zugaben.   HORST SCHWEIZER




von der Sommerserenade am 21.07. 2007 vor / in der Ebinger Festhalle

SOMMERSERENADE / Große Klänge, kleine Häppchen, flinker Ortswechsel

Grandioses Miteinander

Albstadts drei Höchststufenorchester in Harmonie vereint

Es war ein mutiges, ein großes Experiment: Die "Sommerserenade" vor der Ebinger Festhalle. Ein Kraftakt für alle. Doch er hat sich gelohnt. Große Klänge sorgten für einen unvergesslichen Abend.

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HOLGER MUCH

EBINGEN • Mit Klaus Doldingers "Das Boot" stach die Sommerserenade maritim dargeboten vom Städtischen Orchester Albstadt in See. Ein fulminanter Start für einen fulminanten, ereignisreichen Tag.

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Ob Westernklänge oder - das durfte nicht fehlen - John Williams' prachtvolle Titelmelodie zu "Star Wars", einen klangvollen überblick über Kinoklassiker lieferte der MUsikverein Onstmettingen.

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Die Musik aus Südamerika gab die Stadtkapelle Tailfingen bereits bei Regen zum besten,harrte aber tapfer aus, genauso wie die mit Plastikregenponchos und Schirmen versorgte Menge. Dann jedoch ging es schnell in die warme Festhalle.Und dort erwartete die nun zahlreich gewordenen Besucher der absolute Höhepunkt des Abends: Die "Amerikanische Nacht" des großen Projektorchesters, das mit den weltbekannten Klängen von Gershwin, Bernstein, Ellington, und anderen eine Meisterleistung hinlegte.
    Ob machtvoll wie bei "Porgy and Bess", vertrackt wie bei "Candide Suite" oder schlicht überwältigend beim grandiosen, vom Publikum gefeierten "Rhapsody in blue", ob eher leichtfüßig wie beim "Ellington Festival" oder beswingt wie bei "My favourite things" und "They can't not take that away from me" - das Projektorchester spielte zusammen, als hätte es nie etwas anderes getan. Und die Albstädter feierten die "Sommerserenade", ihre Musiker, ihre drei Vereine und deren Dirigenten den ganzen langen Abend.
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KOMMENTAR
SOMMERSERENADE / Leistung unter schwierigen Bedingungen
Da capo, Albstadt

HOLGER MUCH

    Es war ein rauschender Abend. Dabei hatte der Tag nicht wirklich wie idealerweise erträumt begonnen. Düster-bedeckter Himmel, unangenehmer Wind. Nicht gerade Sommerserenaden-Wetter für ein Konzert im Freien. Und als es dann noch anfing zu regnen... spürte man ein allseitiges "Jetzt aber erst recht". Man packte die Regenponchos aus, die Musiker schleppten Ausstattung, Notenständer und Instrumente durch den Regen, bauten in der Festhalle alles in Windeseile wieder auf. Und so abgeschafft liefen sie dann zu Höchstleistung auf, gemeinsam verbunden mit der Unterstützung des gut gelaunten Publikums. Das war klasse, von beiden Seiten. Da capo, Albstadt.





vom Jugendwertungsspiel am 13.05.07 in Trochtelfingen-Steinhilben

von der Generalversammlung am 26.01.07

BILANZ / Lob für das Städtische Orchester - Gerhard Baldauf bleibt Vorsitzender

Ein wichtiges "kulturelles Rückgrat" der Stadt

Als ein "kulturelles Rückgrat" der Stadt bezeichnete Dirigent Mathias Mundl sein Städtisches Orchester Albstadt stolz. Dass dieser Stolz auch berechtigt ist, bestätigten ihm bei der Generalversammlung sämtliche Redner. Das Orchester habe im vergangenen Jahr sehr viel geleistet, so der Tenor.


E B l N G E N • Für Vorsitzenden Gerhard Baldauf gab es 2006 drei große Höhepunkte, an die er in seiner Begrüßung im Heilig-Kreuz-Saal erinnerte: das „Hupkonzert", das Musical „Freude" in Kooperation mit Schülerchören und der Musikschule und die Amsterdamreise. Außerdem erwähnte Baldauf das „exzellente Kirchenkonzert" in der Martinskirche. "Es macht Spaß, Euch zu repräsentieren", lobte er das Orchester.

Dann war es am zweiten Vorsitzenden Bernd Vosseler, sich zu bedanken. Ein Geschenk gab es für Dirigent Mathias Mundl, denn ihm seien die Erfolge der Musiker zuzuschreiben, Außerdem dankte Vosseler dem Vorsitzenden Gerhard Baldauf, dessen Amt auch zur Wiederwahl stand, für seine ersten drei Jahre im Amt. Baldauf bringe sehr viel Ruhe in den Verein, so sein Lob. Das dritte Dankeschön galt der Stadt, denn künftig darf das Städtische Orchester seinen Tanztee wieder in Eigenregie veranstalten.

Bild vergrößern über die Finanzen informierte Oskar Rühlemann, dem Kassenprüfer Claus Schulz einwandfreie Arbeit bescheinigte. über die Aktivitäten des Jugendorchesters berichtete für den verhinderten Jugendwart Norbert Hirt Jugendvertreterin Kerstin Metzler. Derzeit besteht das Nachwuchsorchester aus 26 Jugendlichen, 31 befinden sich in der Ausbildung und 15 haben die D1-Prüfung bestanden. Ziel sei es, möglichst alle an die D1-oder höhere Prüfungen heranzuführen. Die D1-Prüfung bestanden haben Denis Mayer, Pascal Winkler, Benedikt Bodmer, Manuel Häußler und Christina Merz, die D2-Prüfung erfolgreich abgelegt haben Tobias Brösamle, Desiree Brösamle, Jonathan Dörrer und die D3-Prüfung Meike Rola. Geschenke für nur eine Fehlprobe gab es für Tobias Brösamle, Rudolf Kramer und Steven Dos Santos.

Dirigent Mathias Mundl bedankte sich bei seinen Musikern für ein tolles Jahr 2006 und motivierte sie, gemeinsam und mit Begeisterung neue Wege zu gehen. Dazu gehöre neben der eigenen Motivation auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und anderen Musikern, um von ihnen zu lernen, so Mundl. Er forderte alle auf, die Musik als gemeinsames Erlebnis zu sehen und zeigte sich optimistisch, dass dies auch künftig gelingt.

Fürs Jahr 2007 steht eine große Sommerserenade, bei der die Kapellen aus Ebingen, Tailfmgen und Onstmettingen gemeinsam konzertieren. Die Entlastung, die einstimmig erfolgte, beantragte OB Dr. Jürgen Gneveckow. "Sie haben ihren kulturellen Auftrag mit Fleiß, Elan und Können erfüllt", so Gneveckow anerkennend. Er lobte das rege Vereinsleben und den hohen musikalischen Standard des Orchesters, das ein „wichtiger Kul- turträger der Stadt" sei. Ein Grußwort sprach auch Hausherr Geistlicher Rat Karl Duttlinger, bevor Heiko Peter Meile, Geschäftsführer des Blasmusikkreisverbands Zollernalb das Wort ergriff. „Welche Stadt darf sich rühmen, gleich drei Orchester in der Höchstklasse zu haben", lobte er und bedankte sich bei der Stadt für die große Unterstützung der Albstädter Kapellen. Nach Ehrungen für Vereinstreue, der Be grüßung der 13 Neuzugänge sowie Ehrungen für fleißigen Probenbesuch und besonderen Einsatz schritt man zu den Wahlen:
Vorsitzender bleibt Gerhard Baldauf, Noten- und Instrumentenwartin Heidi Pietsch, Organisationsleiterin Christine Mücke, Mitglied zur besonderen Verwendung Peter Kuck, Jugendvertreterin Kerstin Metzler, neuer Kassenprüfer ist für Claus Schulz nun Maximilian Bantle.     BIANKAROITH

Über das Herbstkonzert am 25.11.06

MUSIK/ Stimmig und breitgefächert: Herbstkonzert des Städtischen Orchesters Albstadt

Bekanntes neu dargeboten: Ein Leckerbissen für Musikfreunde

Mit langem Applaus und großer Begeisterung wurde der Auftritt des Städtischen Orchester Albstadt belohnt. Das Herbstkonzert der 60 Aktiven mit Leiter Mathias Mundl war eine meisterhafte, breitgefächerte musikalische Darbietung. Auch das Jugendorchester wusste zu gefallen.

EBINGEN • "Gehörtes verändem" unter diesem Motto hatte das Städtische Orchester Albstadt zum Herbstkonzert eingeladen. Dieses war gut besucht, die Festhalle aber nicht ganz ausverkauft. Durch die Zusammenstellung verschiedener Kompositionen beleuchtete das Orchester die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven. So mit Variationen bekannter Melodien volksmusikalischen Klängen und bekannten Motiven.
Bild vergrößern Mit dem Glockenspiel des Big Ben in London wurde das Herbstkonzert eingeläutet, welches als Grundmotiv neben fanfarenartigem Akkordschema bestimmend war im "A Festival Anthem". Schon in diesem Auftaktstück mit höchsten Anforderungen stellte das Orchester seine Klasse eindrucksvoll unter Beweis. Musikdirektor Mathias Mundl führte in bewährter Manier durch das Konzertprogramm. Dieses würdigte auf besondere Weise Mozart in dessen Geburtsjahr, dazu ließ er sich etwas ganz besonderes einfallen. So mit den Variationen Max Regers, bearbeitet für großes Blasorchester von Dr. Bastiaan Blomhert. Bei diesem holländischen Musikwissenschafftler war das Städtische Orchester im Rahmen seiner Konzertreise vor kurzem zu Gast, hat einen Tag das "sehr beeindruckende Stück", so Mathias Mundl, mit dem 62-Jährigen eingeübt. Dieser war eigens zum Herbstkonzert angereist, kam spontan nach bestens gelungener Highlight-Erstaufführung zur Bühne, gratulierte Mundl und einigen Musikern persönlich für deren Leistung. Geduld und Ausdauer hatten sich gelohnt für solch eigenwillige Komposition. Bestehend aus acht unterschiedlichen, vereinzelt wiederholenden Elementen, aus welchen der musikalische Leiter erläuternde Hörbeispiele vorab herausgenommen hatte.
Im Anschluss nahmen die 60 Aktiven ihre Besucher mit nach Armenien. Die gleichnamigen Tänze von Alfred Reed waren Lieder in neuem Gewand, über Generationen weitergegeben. Begeistert und mit langanhaltendem Beifall wurde das Orchester in die Pause verabschiedet.
Den zweiten Teil eröffnete mit "Beach Boys on Stage" das Jugendorchester, in welchem einige Jungmusiker ihre Premiere feierten. Der "Yorkshire Ballade." folgte Michael Browns "Highlights from Shrek 2". Als Zugabe präsentierte der sich auf beachtlichem Niveau befindende Nachwuchs "Swinging". Die Vielseltigkeit der Musik bestimmte auch den zweiten Konzertteil. Vor allem in dem der"Rhapsodie provencale" von Kees Vlak folgenden "Sandpaper Concerto" von Norman Taylor. Die beiden Schlagzeuger Jonathan Dörrer und Pascal Winkler machten deutlich, dass Schmirgelpapier und Tupper-Schüssel musikalische Begleiter sein können. Im Fokus des hervorragend dargebotenen Band Fever" von Otto M. Schwarz standen Wolfgang Lederer als Alt-Saxophon- und Tobias Oßwald als Flügelhornsollst.
Das Orchester belohnte den langen Schlussapplaus mit zwei Zugaben, so auch mit dem Bon-Jovi-Hit "It's my life".      HORST SCHWEIZER

Über das Kirchenkonzert am 02.07.06

BENEFIZKONZERT / Städtisches Orchester überzeugt mit Spielfreude in der Martinskirche

Klangvolle Instrumentalmusik für guten Zweck

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen der Ebinger Martinskirche gab das Städtische Orchester Albstadt ein Benefizkonzert. Der Erlös kommt den sozialen Projekten zugute, die im Jubiläumsjahr gefördert werden.

EBINGEN • Mit dem eindrucksvollen Musikstück „Jubilee Overture" vom Engländer Philip Sparke eröffneten die rund fünfzig Musiker das Kirchenkonzert. Dirigent Mathias Mundl führte seine Aktiven sicher durch das lebhafte Allegro mit vielen Taktwechseln, hob die Blechbläserfanfaren hervor und übernahm die virtuosen rhythmischen Wendungen des Werkes für sinfonische Blasorchester.
Der Holländer Jan de Haan zeichnete sich für „Inspiration" verantwortlich, einer kontrastreichen Komposition, das mit einem glänzenden Fortissimo endet und von einem Trompetensolo von der Empore aus mit begleitet wurde. Eindrucksvoll vermittelte das Höchststufenorchester in „Suite" die Eleganz und den Stil des 17. Jahrhunderts. Dabei erweckten die Klarinetten die Klänge von zarten Violinen. Das längste Stück forderte auch gleichzeitig die ganze Konzentration und das spielerische Können der Musiker.
In „Et in terra pax", ein Plädoyer für den Frieden, macht der Komponist Jan van der Roost von der gesamten Skala an Klangfarben und Gefühlsempfindungen Gebrauch und dies nicht nur in Klängen, sondern auch mit Worten. Das Gedicht von Antoine de Saint-Exupery „Der Friede ist wie ein Baum" ist in das musikalische Werk mit eingebunden und wurde von Melanie Vosseler vorgetragen.

Mehr Zuhörer verdient

Traditionelles gab es mit „Swing low, sweet Chariot" einem Spiritual. „Choral Music" beinhaltete eine rasante und temporeiche Eröffnungspassage, erst danach erklang die Choralmelodie in ihrer ursprünglichen Form. Mit dem Präludium und Choral „Nun danket alle Gott" schloss das Orchester unter der Leitung des erst 33-jährigen Musikdirektors Mathias Mundl, der, wie es bei keinem Konzert anders sein darf, als Zugabe noch „Amen" musikalisch servierte. Der angemessene lang anhaltende Applaus war gleichzeitig Lohn für eine intensive Probenarbeit und einer Stunde voller anspruchsvoller sinfonischer Blasmusik. Auf jeden Fall hätte das Kirchenkonzert mehr Zuhörer verdient gehabt, nach dem es immerhin am Tag ohne WM-Fussball stattfand.         THOMAS BOLKART

Über das Herbstkonzert am 19.11.05


KULTUR /Herbstkonzert des Städtischen Orchesters Albstadt

Gegensätze wirken verbindend

Das Städtische Orchester Albstadt stellte sein diesjähriges Herbstkonzert, zugleich den musikalischen Jahreshöhepunkt, unter das Motto „Gegensätze?". Wie breitgefächert diese sein können, das beantwortete das Orchester mit einer überzeugenden Darbietung.

EBINGEN • Dem Herbstkonzert verpasste Dirigent Mathias Mundl eine etwas andere Richtung. So auch mit unterschiedlicher Besetzung und bestückt durch das Blechbläser-Ensemble. Mit im Boot war der Nachwuchs, welcher, wie die Aktiven, zu überzeugen wusste. Die Ebinger Festhalle war prädestiniert für die Hyldgaard-Komposition „Surround Sound", was Klang von allen Seiten bedeutet. Den Dialog mit dem 55-köpfigen Orchester von der Empore aus schufen Trompetensignale von Markus Ruf und Tobias Oßwald und Trommelwirbel durch Schlagzeuger Tobias Brösamle. In diesem Auftaktstück wurden die „Gegensätze?" zu einem beeindruckenden Werk vereint.
In ein großes Kino entrührten die Musiker ihre Zuhörer mit „Cinemascope". Mit diesem Zwölf Minuten-Werk nahm das Städtische Orchester im Juli beim Wertuhgsspiel in Kornwestheim teil, wurde von den Preisrichtern mit „sehr gutem Erfolg in der Höchststufe" bewertet. Auch auf heimischer Bühne gelang es als Premiere, die Filmszenen klanglich mit einer guten Leistung nachzustellen. Mathias Mundl, auch als Moderator fungierend, stellte es als wichtige Aufgabe heraus, dass Musik auch über Grenzen hinaus Gegensätze verbinden solle.
Mit einer verhältnismäßig kleinen Besetzung wurde das Concertino für Violoncello und Blasorchester zum Konzerthöhepunkt. Solist Hans-Hinrich Renner studierte in Köln und London, absolvierte zahlreiche Meisterkurse. Seit seinem Konzertexamen lebt er als freier Solist und Cellolehrer in Süddeutschland. Der viersätzigen Bruchmann-Komposition wurde langer Beifall gezollt.
Vor der Pause stand das Jugendorchester in neuer Kleidung im Focus. Mathias Mundl hatte sein Programm für rund 30 Nachwuchsmusiker der Familie Feuerstein, unterschiedlichen Eindrücken im wilden Westen und „Take it easy" in drei Sätzen gewidmet. Der eingeschlagene Weg beim Nachwuchs bewies ein gutes Leistungsvermögen, was mit der Zugabe mittels einer Rock-Pop-Nummer unterstrichen wurde.
Begeisternden Applaus erntete das Blechbläserensemble mit „Music for Brass" zum Auftakt des zweiten Konzertteils. Das Orchester ging zu Robin Hood, dem König der Diebe und englischen Volkshelden. Gegensätze waren „arm und reich", verglichen von Mundl „als Vorläufer unserer modernen Sozialversicherungssysteme". Eindrucksvoll die musikalische Leistung auch mit der West Side Story und dem abschließenden „Children of Sanchez". Der lange Applaus wurde mit zwei Zugaben belohnt, so auch mit dem neuen Arsenal-Konzertmarsch.
HORST SCHWEIZER


Über das Wertungsspiel am 02.07.05 in Kornwestheim


VEREIN / Städtisches Orchester beim Wertungsspiel

Auf der höchsten Stufe

Das Städtische Orchester Albstadt hat "mit sehr gutem Erfolg" am Wertungsspiel in Kornwestheim teilgenommen und hat sich damit in der oberen Hälfte der Höchststufe etabliert. Dabei kam das Orchester zu fast hundert Prozent ohne Aushilfen aus.

EBINGEN "Sie haben ein sehr gutes Höchststufenorchester", so die ersten Worte von einem der drei Wertungsrichter beim Jurorengespräch im Kulturhaus in Kornwestheim. Vorausgegangen war der fast fehlerfreie und ausdrucksstarke Vortrag des Selbstwahlstückes "Festive Overture" von Dmitri Shostakovich sowie des Wahlpflichtstückes "Cinemascope" von Herbert Marinkovits. Vor allem Letzteres, mit seinen sechs gegensätzlich abstrahierten Filmszenen, seiner Vielzahl von solistischen Passagen und mit seiner ausgefallenen Instrumentation, löste beim Publikum Begeisterung und bei der Jury um Landesblasmusikdirektor Franz Barthold Hochachtung aus.

Erfreulich aus Sicht des Orchesters ist es, dass diese anspruchsvolle Besetzung fast zu hundert Prozent aus eigenen Reihen gestellt werden konnte. So wechselte eine der drei Oboistinnen an den Flügel, an anderer Stelle wurde die Flöte mit dem Englischhorn getauscht. Auch Bassklarinette,

Fagott und Kontrabass waren besetzt. Im Bereich der Percussion - von den 51 Musikern waren alleine sieben Schlagzeuger und Percussionisten am Start - war von den Pauken über das Marimbaphon bis hin zu den Röhrenglocken alles vertreten. Laut Pressemitteilung des Vereins "ein nicht zu übersehender Erfolg" von Musikdirektor Mathias Mundl, selbst Diplomschlagzeuger und Lehrer an der Musik- und Kunstschule Albstadt.
Aus Sicht des Dirigenten - dem eine perfekte Vorbereitung und Orchesterführung bescheinigt wurde - ist das Ergebnis gar nicht entscheidend. Viel wichtiger sei die fast viermonatige Vorbereitungszeit, die das Orchester weiterbringe und die sicherlich auch noch beim Jahreskonzert am 19. November Früchte tragen werde. Dort wird "Cinemascope" nochmals zu hören sein, als Teil einer Reihe spannender "Gegensätze". Mit dem Erfolg in Kornwestheim konnte sich nicht nur das Städtische Orchester in der oberen Hälfte der Höchststufe etablieren. Den Namen "Albstadt", dessen ist man sich sicher, haben sich Experten und Liebhaber der symphonischen Blasmusik im gesamten Stuttgarter Raum notiert.

INFO

Mehr Infos über das Städtische Orchester, über Ausbildungsmöglichkeiten, Zusammensetzung und Formationen sind auf der Homepage des Vereins zu finden (www.staedtisches- orchester-albstadt.de).


Über das Kirchenkonzert am 14.03.05


KONZERT / Städtisches Orchester überzeugt

Ausrufezeichen gesetzt

Ein fulminantes Konzert präsentierte das Städtische Orchester Albstadt in der Friedenskirche. Mit dem ambitionierten Programm wussten die Musiker ebenso zu überzeugen wie mit der Ausführung.

E B l N G E N • Nachdem das Jugendorchester sich mit drei Stücken vorgestellt hatte, setzte das Erwachsenen-Ensemble gleich ein Ausrufezeichen. Die Festliche Ouvertüre von Dmitri Schostakowitsch ist mit ihren wechselvollen Klangfarben eine Herausforderung für jedes Blasorchester, und die Albstädter bestanden mit Bravour.
Desgleichen beim besinnlichen "Ave Maria" von Franz Biebl. Den Höhepunkt fand das Programm aber mit "Crown of Thorns" von Julie Giroux. Die Programmmusik zur Passionsgeschichte ist ein monumentales Werk, bei dem man deutlich die Lehrer der Komponistin heraushört: John Williams verdankt sie das wohl dosierte Pathos, dem jüngst verstorbenen Jerry Goldsmith den treibenden Einsatz des Orff-Instrumentariums. Wer dabei an Hollywood dachte, lag richtig: Julie Giroux wie ihre Vorbilder gehören zu den renommiertesten Filmmusik-Komponisten.
Auch hier bestach das Städtische Orchester unter der Leitung von Musikdirektor Mathias Mundl durch eine reife Leistung, die von gründlicher Probenarbeit und Begeisterung zeugte. Selbst als sich Erwachsenen- und Jugendorchester am Ende zu einem Satz aus dem Requiem von Andrew Lloyd Webber zusammenfanden, ging das Zusammenspiel nicht verloren.
Zwischen den Stücken zeigten verschiedene Ensembles des Städtischen Orchesters ihr Können. Den Auftakt markierten die Blechbläser mit fanfarenartigen Klängen, das Flöten-Ensemble erhielt nach dem ersten Satz eines Telemann-Konzerts verdienten Szenenapplaus. Frappierend gut waren die Saxophone. In ihrem modernen Repertoire offenbarten sie ein spielerisches Niveau, wie man es sonst bei den Profis suchen muss.
Die bis auf den letzten Platz besetzte Friedenskirche erlebte ein großes Konzert. Dabei überzeugte neben der Qualität auch die Musikauswahl des Städtischen Orchesters. Nur die Ensembles griffen auf Bewährtes aus früheren Epochen zurück. Der Mut, das komplette restliche Programm mit modernen Kompositionen zu gestalten, verdient Respekt.      BORIS RETZLAFF

vom Märchenspiel am 20.12.04


Peter und der Wolf: Instrumente durften auch ausprobiert werden

ALBSTADT • Ein schöner Tag, Peter geht auf die grüne Wiese und wird in einer Bild vergrößernkurzen Geschichte der Held des Tages. Peter hat den bösen Wolf gefangen und bringt ihn schlussendlich in einem Triumphzug in den Zoo. über 200 Kinder und Eltern verfolgten vergangenen Freitag das bekannte musikalische Märchen von "Peter und der Wolf". Die Kleinen verfolgten gebannt die Aufführung des Städtischen Orchesters, während Beate Hofmann sprach. Querflöten, Pauken, Klarinetten - hinterher durften die Instrumente nach Herzenslust ausprobiert werden, was den kleinen Gästen sichtlich Spaß machte. Schauplatz des Spektakels: die Albstädter Friedenskirche. Die Klasse 2A der Kirchgrabenschule und junge Künstler der Musik- und Kunstschule halfen tatkräftig mit: Der Raum war verziert mit selbst gemalten Bildern des Märchens und es gab Saftpunsch und Weihnachtsgebäck. TEXT/FOTO: STEFAN REDEL



vom Herbstkonzert am 20.11.04


KONZERT / Städtisches Orchester brilliert vor fast ausverkauftem Haus.

Von Höllenhunden und Hobbits

„Von Mythen und Märchen" erzählte das symphonische Blasorchester aus Ebingen in der Festhalle. Ein facettenreiches Thema, von Mathias Mundl zusammengestellt und von 54 Musikern des Städtischen Orchesters musikalisch perfekt umgesetzt.

EBINGEN •
Harmonie herrscht nicht nur zwischen den einzelnen Musikern und Registern, sondern auch zwischen Dirigent Mathias Mundl und dem gesamten Orchester, das seit Beginn diesen Jahresunter seiner Stabführung probt und musiziert.
Die Musiker reagieren sensibel auf ihren ausdruckstarken Dingenten, sowohl bei ruhigen Themen als auch bei furiosen, aggressiven Passagen. Gerade von diesem Gegensatz lebte das erste Stück des Abends, „Gandalf", der erste Satz aus der Symphonie Nr. l „Der Herr der Ringe". Ein würdevolles Thema stellt darin die weise Persönlichkeit Gandalfs dar, ein Allegro Vivace den verwegenen Ritt auf dessen Pferd Schattenfell. „Gandalf bildete gemeinsam mit „Hobbits", dem fünften Satz, die Klammer um das Konzertprogramm. De Meij beschreibt hier die optimistischen „Hobbits" mit einem fröhlichen Volkstanz. Gleichzeitig signalisiert Mundl dem Publikum mit dem Abschlussstück die fröhliche Haltung des modern wirkenden Städtischen Orchesters.
Genau diesen Eindruck hinterließ auch das Jugendorchester, das nicht am Anfang des Konzerts auftrat, sondern umrahmt von ihren Vorbildern. Sie fielen nicht ab, sondern auf, durch ausgezeichnete Harmonie und ein bereits beachtliches musikalisches Niveau. Das Jugendorchester stand ebenfalls unter der Leitung des 31-jährigen Diplomdirigenten Mundl, direkt nach dessen Nachweis, auch das klassische Schlagzeug bis zur Perfektion studiert zu haben.
Bei „Mytho-Logica" von Karl-Heinz Köper beeindruckte Mundl als Solopaukist gemeinsam mit dem Städtischen Orchester, dirigiert von Vizedirigent Arthur Grochowski. Die anspruchsvolle Literatur handelt von „Ceberus", dem Höllenhund, vom Reich der Schatten „Orcus" und vom obersten Gott „Jupiter". Die Brücke zwischen „Gandalf und „Mytho-Logica" bildete Wittrocks „Lord Tullamore". Wittrock beschreibt sein Werk so: „Aufreizende, herausfordernde und inspirierende irische Volksmusik", und genau in diesem Sinne füllte das Städtische Orchester die typisch irischen Zwölfachteltakte mit Leben.
Als besonders herausragend darf die Aufführung Prokofjews „Peter und der Wolf bezeichnet werden. Beate Hofmann-Mundl, Sopranistin und Stimmbildnerin, führte als Sprecherin das Orchester durch die vielen solistischen Passagen des musikalischen Märchens. Der fast dreißigminütige Vortrag erforderte höchste Konzentration und wurde mit lang anhaltendem Beifall belohnt. „Sie bekommen keine Zugabe" kommentierte Moderator Bernhard Schelb den Applaus des Publikums am Ende des Konzerts, „Sie bekommen zwei". Mit dem Konzertmarsch „Per aspera ad astra" und dem „Abendsegen" aus der Kinderoper „Hänsel und Gretel" hielt der auch von seinen Musikern gefeierte Mathias Mundl selbst mit den Zugaben am roten Faden „von Mythen und Märchen" fest.

INFO

Speziell für Kinder wird „Peter und der Wolf" am 17. Dezember um 18 Uhr in der Friedenskirche nochmals aufgeführt, diesmal unter der Mitwirkung der Kirchgrabenschule und der Musik- und Kunstschule Albstadt.

vom Kirchenkonzert am 04.04.04


KIRCHENKONZERT / Städtisches Orchester Albstadt

Gelungener Einstand des „Neuen"


Am Sonntag fand das erste Konzert des Städtischen Orchesters Albstadt unter der Leitung von Mathias Mundl statt.
In St. Josef traf der „Neue" in Ebingen auf einen alten Bekannten: Dekan Klink hatte ihm in der Grundschule schon Religionsunterricht gegeben.

EBINGEN •
  Deshalb fühlte sich Mundl auch "wie daheim" und legte ein anspruchsvolles, aber auch gefälliges Konzertprogramm vor. Sowohl das Große Orchester als auch das Jugendorchester hatten sich intensiv vorbereitet.

Letzteres begann mit zwei Sätzen aus der barocken Tanz-Suite von Händel, in deren zweitem Satz vor allem die Trompeterinnen Meike Rola und Elisabeth Merz auf sich aufmerksam machten. Darauf folgte eine Originalkomposition für sinfonisches Blasorchester von Well. Den Jugendlichen machte "Eurock" sichtlich selber Spaß.

Bild vergrößern Das Große Orchester begann mit dem "Panis Angelicus" von Frank.
Mit dem dritten Satz der. "Sinfonia Hungarica" kam der Höhepunkt des Konzerts. Komponiert zum 100. Jubiläum Ungarns, erzählt "Istvan" die Geschichte Stefans l., der das Christentum nach Ungarn brachte. Das Orchester meisterte dieses anspruchsvolle Stück bravourös. Spontaner Applaus erlöste von der Spannung, die Dirigent und Orchester aufgebaut hatten.

Ein Blechbläserensemble bezog die Zuhörer mit der "Großen Prozessionshymne über Lobe den Herren" mit ein: die fast voll besetzte Kirche sang vier Strophen nach einer klangvollen Einleitung mit.

Bei "Celtic Flutes" begeisterten die Solistinnen Claudia Hahnel und Daniela Häußler.

In den Mittelpunkt von "Choral Music" setzte Jacob de Haan den Choral "Sollt' ich meinem Gott nicht singen", welcher nach einer furiosen Einleitung erstrahlte. Prätentiös herausgearbeitet die Toccata, der Schluss dieses Werkes.

Was könnte besser passen, als ein Kirchenkonzert mit "Amen" zu beenden? "So sei es" sagt uns Pavel Stanek, indem er zwei Melodien, von verschiedenen Registern vorgestellt, am Schluss ineinander verwebt.

Nach langanhaltendem Applaus gab es die geforderte Zugabe: Der Saxophonsatz setzte, begleitet vom Orchester, einen Gospel Schlusspunkt.

Ein äußerst gelungener Konzertabend war zu Ende, hervorragend vorbereitet und vielen Geschmäckern Rechnung tragend.

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